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Dokumentation

Heavy Metal - Louder Than Life



FREMANTLE MEDIA/POLYBAND

Doppel-DVD



Stefan Glas


Das Steelbook ist eine Seuche. Eine Seuche, mit der die Filmindustrie derzeit versucht, aus Titeln, die schon seit Jahren in W├╝hlkisten verrotten, dank einer schicken neuen Optik nochmal Kohle rauszuholen. Doch bei dieser Doppel-DVD ist die Verpackung einfach Pflicht - zumal sie ja doch einfach schick aussieht: "Heavy Metal - Louder Than Life".

Die beiden Macher Dick Carruthers und Jim Parsons haben ganze Arbeit geleistet, denn sie stellen ihre Version der Geschichte der Heavy Metals dar. Ihr Stilmittel sind Interviews mit Musikern wie Dee Snider, Geezer Butler, Rob Halford, Alex Skolnick, Bruce Kulick, Klaus Meine, Bernie Marsden, James Hetfield, Graham Bonnet, Neil Murray, Scott Ian, Scott Gorham, Bobby "Blitz" Elsworth, Stephen Pearcy, Kirk Hammett, Paul Di'Anno, Micky Moody, Dave Mustaine, John Sykes oder Ronnie James Dio, aus deren Statements sie ihre Story schneidern. Aber auch Leute, die eigentlich im Hintergrund arbeiten, wie Monte Conner von ROADRUNNER RECORDS, der ehemalige AC/DC-Manager Stewart Young, der Journalist, DJ und Designer Krusher (extrem cooler Vogel!) oder auch Producer-Ikone und Obersympatikus Chris Tsangarides kommen zu Wort.

Dabei geht es ihnen allerdings nicht darum, eine Band nach der anderen abzuklappern, sondern sie wollen das Ph├Ąnomen analysieren, sie forschen nach der Rolle, die einzelnen Instrumente spielen, bringen die Frage nach der Wichtigkeit von Livekonzerten und Studiobesuchen auf, beleuchten den Rebellion-Faktor des Metals und so weiter.

Freilich ist es eine sehr amerikanische Sicht, denn "Heavy Metal - Louder Than Life" folgt nur dem Mainstream und jenen Bands, die kommerziell eine Rolle gespielt hatten. Ein Blick ├╝ber den Rand dieses Tellers wird leider kaum gewagt, sondern es werden diesbez├╝glich allenfalls kurze Fu├čnoten angebracht. In dieser Hinsicht werden n├Ąmlich nur kurz MASTODON und ARCH ENEMY gezeigt.

Ein weiterer Kritikpunkt gilt den Untertiteln, die teils katastrophale ├ťbersetzungen enthalten.

Was allerdings der Beitrag ├╝ber METAL SKOOL, dem amerikanischen ├äquivalent von STIKKI FYKK, die lahme Popmucke machen und versuchen, einen auf flachen SPINAL TAP-Humor zu machen, auf der DVD verloren hat, erschlie├čt sich mir nicht wirklich.

 
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