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Movie

Daredevil



20TH CENTURY FOX

DVD



Stefan Glas


Glorifizierung der Selbstjustiz - so lautet das vernichtende Urteil über diesen Film. Mir sind die Comics, auf denen die Verfilmung basiert, nicht bekannt, aber "Daredevil" fehlt jegliche kritische Distanz zum Handeln der Hauptfigur. Stattdessen wird ein großes Augenmerk auf Action und Stunts gelegt, was "Daredevil" durchaus fürs geistlose Popcornkino qualifizieren würde, doch man schafft es nicht, die Hauptfigur, die zweifelsohne ein bedauernswertes Schicksal erlitten hat, so darzustellen, daß man Mitleid empfinden oder Verständnis für seine Taten aufbringen würde. Bei dieser kitzligen Aufgabe, ein passendes Psychogramm zu erstellen, anstelle das Bild eines von Moral und Gesetz losgelösten Rächers entstehen zu lassen, haben vom Drehbuchautor über den Regisseur bis zum Darsteller (Ben Affleck) alle gründlich versagt.

So bleibt leider die gute darstellerische Leistung von Jennifer Garner als Elektra (daher war sicherlich nicht allein die Tatsache, daß Jennifer in ihrem Elektra-Lederoutfit sehr knackig aussieht, der einzige Grund, sie im Gegensatz zum Filmplakat auch auf das DVD-Cover zu packen) zusammen mit der Musik der einzige Lichtblick von "Daredevil". Die Klänge sind nämlich aller Ehren wert: HOOBASTANK mit ›Right Before Your Eyes‹, SEETHER mit ›Hang On‹, NICKELBACK mit ›Learn The Hard Way‹, BOYSETSFIRE mit ›Release The Dogs‹, THE CALLING mit ›For You‹, DROWNING POOL mit ›The Man Without Fear‹ (zusammen mit Rob Zombie), FUEL mit ›Won't Back Down‹, SALIVA mit ›Bleed For Me‹ sowie Marcos Curiel von P.O.D., der bei ›Right Now‹ mit NAPPY ROOTS kooperiert, und natürlich EVANESCENCE mit ›My Immortal‹ und ›Bring Me To Life‹ kommen bei "Daredevil" zum Einsatz.

 
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