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Movie

Saint Francis



MONDO ENTERTAINMENT GmbH

DVD



Stefan Glas


Heather Renée Sweet alias Dita von Teese ist gewiß Geschmackssache. Für mich ist die "Queen Of Burlesque" mit ihrer Plastikerotik seit jeher ein rotes Tuch, das mich allerdings eher zur Flucht als zum Angriff verleitet. Dank ihrer Ehe mit Marilyn Manson von 2005 bis 2007 kann man für den Film "Saint Francis" leider auch nicht auf gehaltvolle Musik hoffen. Doch ehrlich gesagt: Jegliche gute Musik wäre an dieses unsägliche Machwerk komplett verschwendet gewesen.

"Saint Francis" erzählt die Geschichte eines TV-Predigers, dessen Frau sich selbst umgebracht hat und der seinen Schäfchen kräftig die Kohle aus der Tasche leihert, und seiner drei Kinder: Der älteste Bruder Francis ist armer Irrer, der den ganzen Tag vor der Glotze abhängt und sich zukokst, während Schwesterchen Soul (Dita von Teese) einen mickrigen Callgirlring betreibt und Familienbenjamin Sid sich mäßig erfolglos als Kleindealer versucht und dabei ordentlich Schulden angehäuft hat. Deshalb wird er von einem Ganoven namens Sniper, der in einem bemalten und rundum mit Schriften verzierten VW-Käfer durch die Gegend fährt (super Konzept...), gejagt. Na ja, eigentlich ruft er ihn nur ständig auf dem Handy an und stößt gar förchterliche Drohungen aus... Anyway - dies führt auf jeden Fall auf Umwegen dazu, daß Soul ihren kleinen Bruder erdrosselt und anschließend von ihrem großen Bruder um die Ecke gebracht wird. Tja, und das war auch schon mehr oder minder die gesamte Handlung dieses nichtsnutzigen Streifens, der darüber hinaus noch mit einer mehr als bescheidenen B-Optik besticht. Zudem möchte man wohl durch ständig dazwischengeschnittene, psychedelisch anmutende Bildsequenzen einen Pseudo-Avantgarde-Effekt erzielen, was aber letztendlich einfach nur kolossal nervt. Kurz: "Saint Francis", dessen Absichterklärung laut Presseinfo besagte, die Geschichte des Heiligen Franz von Assisi ins heutige L.A. zu verlegen, worauf man beim Anschauen aber nie im Leben gekommen wäre, ist in jeglicher Hinsicht ein Griff ins Klo - und diese Meinung rührt gewiß nicht daher, daß ich mich nicht zum Klientel der Dita von Teese-Fans zähle.

Bei keinem der Akteure sind erkennbare schauspielerische Fähigkeiten vorhanden (mit Ausnahme eines Pornoregisseurs im Pipi Langstrumpf-Outfit, der so durchgeknallt ist, daß man einfach über ihn lachen muß...), und dieser "talentfreie" Eindruck wird noch durch die erbärmliche Synchro verstärkt (vor allem der Sprecher ist ein Witz sondersgleichen...)

Bliebe also nur noch das gezeigte Fleisch als Verkaufsargument, das allerdings auch nicht zugkräftig ist, denn es werden hauptsächlich nicht sonderlich formschöne oder - noch schlimmer - schlecht operierte Brüste durchs Bild geschoben, und die Hauptdarstellerin landet auf dieser Negativhitliste erstaunlicherweise verdammt weit oben. Wie hat es diese Frau nur geschafft, mit diesen "Anlagen" ihr Image als Weltstar aufzubauen??? Allerdings eins ist sicher: Als Schauspielerin wird ihr das nicht gelingen.

 
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