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Movie

Der Formel Eins Film



MARKETING FILM

DVD



Stefan Glas


Im Grunde war "Der Formel Eins Film" ein Porno - zumindest vom Strickmuster her: Eine minimalistische Story dient nur als Vehikel, das den Streifen von N√ľmmerli zu N√ľmmerli - oder im Falle des "Formel Eins Films" von Videoclip zu Videoclip - navigiert. Doch in Sachen Fleischbeschau ist Fehlanzeige - wenn man von der kurzen Duscheinlage von Hauptdarstellerin Sissy Kelling (die √ľbrigens seltsamerweise wie Nena aussieht - mehr Eighties √† la "Formel Eins" geht wirklich nicht...) am Filmanfang absieht, die die Kamera in extremster Vogelperspektive einf√§ngt. Nach ihrer feuchten Vorstellung verfolgt Sissy Kelling alias Tina ihren Traum, eine Pops√§ngerin zu werden, was ihr √ľber die Zwischenstation als Starbetreuerin bei "Formel Eins" letztendlich auch gelingt.

Doch das rock'n'rolligste an dem Film ist in der Tat nicht der Starthinweis "Dieser Film sollte laut vorgef√ľhrt werden!", sondern es d√ľrfen neben diversen Popsternchen wie Pia Zadora, Limahl oder einem gewissen Hans H√∂lzel mit seinem rockenden Punker Amadeus tats√§chlich ein paar schwere Jungs ran: Meat Loaf l√§√üt uns in seinem Vibrato baden, DIE TOTEN HOSEN weihen uns in die Geheimnisse ihrer "Battle Of The Bands"-Phase ein, so da√ü sie zweimal zu sehen sind (darunter auch als die Heavy-HOSEN-Variante mit Namen THE EVIL KIDS), und selbst Katrina und ihre Wellen haben mit ihrem ‚ÄļRed Wine And Whiskey‚ÄĻ eine gewisse Rock'n'Roll-Kompatibilit√§t.

Ach so, habe ich gerade vergessen, ein paar grundlegende Infos r√ľberzuschieben? Okay, wir reden hier nicht von Schumis Vorfahren im feuerroten Formel 1-Flitzer, sondern "Formel Eins" war in den Achtzigern die Musiksendung schlechthin, da sie vor der Geburt von MTV die einzige M√∂glichkeit war, Videoclips im Fernsehen bestaunen zu k√∂nnen. Na ja, heuer zeigen die sogenannten Musiksender eigentlich auch eher aus Versehen Musikvideos und um darunter sehens- und h√∂renswerte Clips zu ersp√§hen, mu√ü man schon eine √§u√üerst sensible W√ľnschelrute einsetzen. Also: Irgendwie ist doch alles wieder fast wie damals, so da√ü man sich bedenkenlos diesen heftig anachronistischen Streifen ansehen darf, zumal er auch kaum noch auf den Geldbeutel schl√§gt, da er schon l√§ngst f√ľr weniger als 10 Euro zu haben ist.

 
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