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Movie

Highlander - Premium Box



CREACTIVE MEDIA

3-DVD-Box



Stefan Glas


Endlich gibt es eine Möglichkeit, die doch arg lieblos gestalteten "Highlander"-DVDs etwas edler in die Sammlung zu stellen: In der schicken, auf 5555 Exemplare limitierten und durchnumerierten "Premium Box" stecken die Amarayhüllen der drei Filme. Drei Filme, die sich qualitativ stark unterscheiden.

Die grundsätzliche Storyline besagt, daß es in der Welt von "Highlander" einige Unsterbliche gibt, die ihr Leben nur aushauchen, wenn sie wortwörtlich den Kopf verlieren. So läuft jeder der Filme darauf hinaus, daß die letzten beiden Unsterblichen aufeinandertreffen und mit ihren Schwertern ausmachen, wer sich der Gilde der kopflosen Hühner anschließen muß. Denn: Es kann nur einen geben! Es steht natürlich außer Frage, daß Hauptdarsteller Christopher Lambert, der Connor MacLeod aus den schottischen Highlands verkörpert, eine solch' messerscharfe Rasur stets erspart bleibt.

Der "Highlander"-Erstling von 1986, in dem Sean Connery die Rolle von MacLeods Mentor Ramirez spielt, stellte einen phantastischen Film dar, bei dem man lediglich kritisieren kann, daß die Macher mit den Special Effects hantiert haben wie ein junges Mädchen mit dem Schminktopf ihrer Mutti umgeht. Musikalisch war indes absolute Perfektion angesagt, da der komplette Soundtrack von QUEEN stammte.

Der Nachfolger "Highlander II" schien mit seinem Stammvater allerdings nichts gemein zu haben und war eher ein futuristischer Ökothriller, dessen einzige Verbindung zu "Highlander" in den beiden Hauptdarstellern Lambert und Connery sowie dem geköpften Konzept bestand. Zumindest hatte man für die Musik erneut fähige Hände engagiert: Die Wahl fiel auf POLICE-Drummer Stewart Copeland, der sich damals schon einen guten Namen als Filmmusikcomposer gemacht hatte und heute noch als solcher tätig ist. Während QUEEN den kompletten Film mit eigenen Songs bestückt hatten, ließ Stewart auch andere Künstler zum Zug kommen: So haben FOREIGNER-Röhre Lou Gramm, Meredith Brooks oder Glenn Hughes ihre Auftritte, während Robin George, der damals als das neue britische Wunderkind der Rockmusik gefeiert wurde, durfte als Songwriter und Produzent mitmischen.

Da "Highlander II" weitgehend auf Ablehnung gestoßen war, bemühte man sich 1995 bei "Highlander 3", so nah wie nur möglich am Original zu bleiben, so daß es für die Macher besonders ärgerlich war, daß Sean Connery ihnen eine Absage erteilte. Während jegliche Elemente aus "Highlander II" geflissentlich totgeschwiegen wurden, baute man immer wieder fast schon zwanghaft Querverweise zum ersten Film ein, wodurch "Highlander 3" nie das Eigenleben des Debuts entwickeln konnte. Musikalisch erlebten wir allerdings den Höhepunkt der Reihe: Die vielleicht begnadetste Musikerin unserer Tage, Loreena McKennitt, verlieh den Filmszenen, die in Schottland spielen, die perfekte Aura. Doch auch die restliche Klangmalerei des Streifens konnte sich sehen lassen: Brian Eno, CATHERINE WHEEL, COCTEAU TWINS oder KERBDOG legten Hand an.

Alles in allem gilt das "Highlander"-Motto "Es kann nur einen geben" also nur für die cineastische Seite; musikalisch bieten alle drei Filme außergewöhnliches.

 
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