Man kennt und schätzt Uwe Lulis seit langen Jahren als gleichermaßen begnadeten wie umtriebigen Musiker. In erster Linie wohl, weil der gute Mann mehr als eine Dekade an der Seite von Wolf Hoffmann bei ACCEPT in die Saiten gelangt hat. Doch auch bereits davor, durch sein Mitwirken bei GRAVE DIGGER (beziehungsweise DIGGER, wie sich das Unternehmen zu jener Phase nannte, als er dazugestoßen war) und REBELLION, konnte sich der sympathische Kerl viele Freunde in der Szene machen und jede Menge Renommee erspielen. Zudem darf keineswegs vergessen werden, daß sich Uwe in den letzten Jahrzehnten auch als Produzent einen verdammt guten Namen machen hat können. In dem von ihm geführten "Black Solaris Studio" in Frankfurt am Main ist nicht nur so manches Werk der Konkurrenz veredeln worden, sondern auch »Analog«. Besagter Dreher stellt nicht nur das Debut des unmißverständlich benannten UWE LULIS PROJECT dar, der gute Mann konnte damit auch ein, lange Jahre in Arbeit befindliches Thema für ihn abschließen. Was wir dazu wissen sollten, erzählte er uns beim vereinbarten Zoom-Call, an dem sich auch Schlagzeugerin Katharina Kunnert beteiligte.
Nach Deinem Abschied von ACCEPT dachten viele Fans, Du würdest Dich eventuell nur noch auf das Produzieren konzentrieren. Seit wann hattest Du die Scheibe denn in Arbeit?
Uwe: So richtig losgelegt mit dem Schreiben eigener Songs habe ich schon vor längerer Zeit. Es muß irgendwann während der Pandemie gewesen sein. Allerdings war es mir lange Zeit einfach nicht möglich, die Geschichte zu finalisieren. Dafür war ich bei ACCEPT zu sehr eingespannt und auch zu lange unterwegs. Dadurch lag das Projekt ebenso wie das Album einige Zeit mehr oder weniger brach. Erst als ich mich bei ACCEPT komplett ausgeklinkt habe, konnte ich das Vorhaben wieder in den Fokus nehmen. Davor wäre es wohl nicht mehr als eine halbherzige Sache geworden. Doch jetzt kann ich mich ausschließlich auf diese Band konzentrieren, und will sie logischerweise auch so gut wie möglich vorantreiben. Dazu zählen in weiterer Folge sicher auch Konzerte. Ob wir die Band dafür erweitern werden, steht jedoch noch nicht fest.
Moment. Band? Ich dachte, wir sprechen von einem Projekt? Erbsenzählerei, ich weiß, aber dennoch nicht uninteressant.
Uwe: Stimmt. Und könnte eventuell tatsächlich irritieren. Dennoch kann ich mit bestem Wissen und Gewissen behaupten, daß die Scheibe von einer Band eingespielt worden ist. Von einer Band aus Fleisch und Blut wohlgemerkt! Genauso wichtig ist es mir auch, daß »Analog« als Bandalbum angesehen wird. Schließlich haben Katharina, unser Sänger Erdmann Görg und Bassist Cord Kunze ebenso wunderbare Beiträge zum Gelingen des Albums beigetragen.
Keine Widerrede. Diverse Soundspielereien und Einleitungen gehen aber doch auf Deine Kappe, oder?
Katharina: Alles, was den Sound an sich betrifft, ist klar von Uwes Handschrift geprägt. Ich denke, damit haben wir uns schon früh ein gewisses Markenzeichen erschaffen.
Uwe: So etwas hört man als Musiker immer gerne. [lacht] Wobei es uns zugegebenermaßen mindestens genauso wichtig ist, festzuhalten, daß wir die Songs komplett analog eingespielt haben und die ganze Sache, trotz diverser Studiosperenzchen, geradlinig und kraftvoll ausgefallen ist.
Daran besteht kein Zweifel. Das bedeutet dann wohl auch, daß der Titel »Analog« quasi selbsterklärend ist, oder?
Uwe: Absolut! Für uns steht der Begriff »Analog« keineswegs nur als Albumtitel. Für uns ist es ein Statement! Denn bei allen technischen Möglichkeiten, die wir im Studio hatten, gab es zu keinem Zeitpunkt eine Frage nach der Aufnahmeweise. Dafür darf man mich gerne "ewiggestrig" nennen.
https://www.uwelulisproject.de/
Photo: Uwe Lulis
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| Link zur Übersichtsbox für den beteiligten Musiker:Erdmann Görg | |
| Link zur Übersichtsbox für den beteiligten Musiker:Katharina Kunnert (geb. Ulbrich) | |
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| Link zur Übersichtsbox für den beteiligten Musiker:Uwe Lulis | |
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