Mit ihrer ausgewogenen Mixtur aus melodiösem Hard Rock, AOR, Rock'n'Roll und Heavy Metal der dezenten Machart, haben sich die Schweden M.ILL.ION eine durchaus beachtenswerte Fangemeinde erspielt. Dabei standen die Sterne, als sie ihr Debut vorlegten, alles andere als günstig für derlei Sounds. Die Band bewies jedoch Durchhaltevermögen und sah sich erst 2011 kurzfristig gezwungen, die Segel zu streichen.
Doch gut zehn Jahre danach, als man den Musikern mitteilte, es wäre doch eine feine Sache, sie würden ihr 30-jähriges Bandjubiläum entsprechend zelebrieren, sah sich Bassist und Bandmitbegründer B.J. Laneby dazu veranlaßt, einen Neustart zu versuchen. Damit kam die Band im Endeffekt nicht nur wieder ins Gespräch, es sollte obendrein der Startschuß für ein weiteres Kapitel in der Bandhistory werden, wie uns der sympathische Hüne mitteilte.
Als ich damit begonnen hatte, alle ursprünglichen Mitglieder zu kontaktieren und für das Jubiläum zu gewinnen, hatte ich keine Ahnung, ob tatsächlich etwas dabei herauskommen würde. Doch schon nach kurzer Zeit war klar, daß es uns allen unter den Nägeln brannte und wir auch als Band noch etwas zu sagen hatten. Das Ergebnis nannte sich »Back On Track«. Darauf waren neben einigen Neuaufnahmen älterer, bekannter Nummern auch bereits neue Songs, die wir in dieser Formation dafür komponiert hatten. Ganz offensichtlich wurden wir zum richtigen Zeitpunkt nach einem Neustart gefragt.
Wie ging es danach weiter?
Nun, zwar waren nicht alle Originalmitglieder auch auf ein längerfristiges Bestehen von M.ILL.ION eingestellt, immerhin sind wir aber immer noch vier. Mit einem neuen Drummer und einem zweiten Gitarristen ging die Arbeit allerdings recht bald weiter. Nachdem wir einen Plattenvertrag erhielten, konnten wir uns auf das Songwriting konzentrieren, und freuen uns sehr darauf, unseren Fans demnächst »Legend« vorlegen zu können.
Gab es eine Intention, wie sich die Songs anhören sollten?
Nicht direkt. Da uns von Anfang an klar war, in welche musikalische Richtung unsere Songs gehen würden, lag der Fokus eindeutig auf der Qualität. Generell fiel es uns deutlich einfacher, uns zu einigen. Kein Wunder, denn aus den frechen Jungs von früher sind mittlerweile erwachsene Männer geworden. Im Endeffekt mußten wir auch niemandem etwas beweisen; auf Experimente, in welcher Form auch immer, hätte aber auch kein Mensch gewartet. So konnten wir völlig ungezwungen ans Werk gehen und haben an die 30 Songs fertiggestellt.
30? Klingt danach, als ob da in Bälde ein weiteres Album folgen wird. Oder?
Genau. Da wir einen Deal über zwei Alben unterzeichnet haben, können wir ab sofort völlig entspannt auf den Terminplan des Labels warten und ganz locker etwas nachliefern. Da danach immer noch Songs übrig sein werden, kann man davon ausgehen, daß auch die nicht allzu lange in den Archiven verbleiben müssen.
Wie seid Ihr bei der Songauswahl vorgegangen?
Das war die wahrscheinlich komplizierteste Angelegenheit. Aber wir haben uns demokratisch darauf geeinigt. Nach der eigentlichen Auswahl der Nummern kam noch die Reihenfolge, die wir zu bestimmen hatten. Zu einem nicht weniger aufwendigen Thema wird, die Setlist für etwaige Konzerte festlegen zu müssen. Ein Luxusproblem, ich weiß. Allerdings definitiv eines, das man keineswegs außer Acht lassen darf. Schließlich will sich jeder von uns auf der Bühne mit dem vorgetragenen Material auch wohlfühlen und nicht bloß wie eine "Hired Gun" seinen Stiefel nur runterzocken.
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Photo: Eva Wistemar












