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"Little Dynamo Party"
mit

BLACK ABYSS (D)
BELPHEGOR (D)
ANGRY ANGELS
LUNA FIELD
FROM THY ASHES

Ludwigsburg, Rockfabrik

25.5.2001

Coole Idee von der "Rockfabrik": Aus Anlaß des abgesagten "Dynamo"-Festivals veranstaltete man eine "Little Dynamo Party" ohne Rücksicht auf Verluste und MKS... Dazu hatte man fünf Bands engagiert, die im kleinen "Inside"-Club die Hölle abgehen ließen.

FROM THY ASHES

FROM THY ASHES-Liveshot

Den Anfang machten die Lokalmatadoren FROM THY ASHES, die mit ihrer Performance unter Beweis stellten, daß sie die guten Leistungen ihrer letzten beiden Demo-CDs »One With The Waves« und »Harbringer« auch live rüberbringen können - mittlerweile wieder mit Gitarrist Sebastian an Bord, der ein halbes Jahr in Amerika geweilt und daher auch beim Auftritt im Rahmen der Vorausscheidung des RoFa-Nachwuchsfestivals gefehlt hatte. Einen besonderen Bonuspunkt verdiente sich an diesem Abend Sänger Daniel Wamser, der auf sichere Weise mit dem Publikum kommunizierte und einige gar köstliche Witze auf den Anlaß der Party riß - frei nach dem Motto: "Warum brüllt Ihr so? Habt Ihr MKS?"

LUNA FIELD

LUNA FIELD-Liveshot

Der Abend sollte sich recht schnell zu einer Schaukelpartie in Sachen Musikstil entwickeln, denn die vielen versammelten Schwarzkittel, die vor der Rockfabrik am Open Air-Ausschank gestanden hatten, strömten nun nach innen, um den Todesmetallern von LUNA FIELD ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Dementsprechend war das "Inside" brechend voll als die Band loslegte. Zwar konnte meinereiner als Nicht-Death/Black-Fachmann kein eigenes Profil bei LUNAFIELD erkennen, doch vor der Bühne waren jede Menge Ventilatoren installiert, die an der Show offensichtlich einen irren Spaß hatten - und zudem den anderen Besuchern den dringend benötigten frischen Wind zufächelten (wäre da nur nicht gleichzeitig diese Gicht gewesen...) So blieb für mich das Augenfälligste, daß der LUNA FIELD-Sänger die ultimative Form eines Spargeltarzans darstellt. Dennoch wird die Band mit ihrer in Arbeit befindlichen Demo-CD ihre Käufer finden.

ANGRY ANGELS

ANGRY ANGELS-Liveshot

Dann war es Zeit für den Kult! Gegrüßet seist Du Bruder Clé voll des Metals, gebenedeit seien Deine ANGRY ANGELS...
Als perfekter optischer Kompromiß zwischen MANOWAR, HAMMERFALL und den MENTORS sprengten ANGRY ANGELS aus Österreich die Bühne und servierten uns ihren gnadenlosen, rohen, blutigen Metal. Der Blickfang war natürlich der ritterliche Sänger Bruder Clé, der mit einer Hand fest das Mikro umklammerte und mit der anderen voller Hingabe seine Helebarde schwang und einige Frontrow-Banger gnadenlos enthauptete. Zwar hatten ANGRY ANGELS wie auch ihre Vorgängerbands nur 30 Minuten Spielzeit zur Verfügung, doch das reichte aus, um sich mit handfesten technischen Problemen konfrontiert zu sehen: Eine der Gitarren-Endstufen verabschiedete sich, so daß die Band zwei Songs nahezu gitarrenfrei bestreiten mußte bevor der Backliner die Technik wieder notdürftig zusammengebastelt hatte - rechtzeitig für die SLAYER-Zugabe bestehend aus ›South Of Heaven‹ und ›Reign In Blood‹.
Eine Kultshow eben und daher: Bruder unser auf der Bühne, geheiligt werde Deine Rüstung, Dein Metal komme, Deine ANGRY ANGELS kommen im Heavy-Himmel wie auf der Metal-Erde...

BELPHEGOR (A)

BELPHEGOR [A]-Liveshot

Nun folgte erneut eine große Änderung - nicht in der Herkunft der Band, dafür aber stilitsisch, denn mit BELPHEGOR kamen Landsmänner von ANGRY ANGELS, bei denen jedoch bekanntlich gnadenloses Geprügel und Gegrunze angesagt ist. Daher erfolgte erneut ein kompletter Austausch der Zuschauermenge, doch beim Quasi-Headliner des Abends, der aus diesem Grund über eine Stunde spielte, blieb es erstaunlich ruhig im Publikum. Lediglich ganz vorn gefiel sich eine Handvoll beim fanatischen Mitballern. Mehr gab es für die Ösis an diesem Abend nicht zu ernten, obwohl es anzunehmen ist, daß BELPHEGOR normalerweise einen etwas größeren Zuspruch gewohnt sind.

BLACK ABYSS (D)

BLACK ABYSS [D]-Liveshot 1

Es war schon weit nach 1:00 Uhr, als BLACK ABYSS als letzte Band die Bühne betraten. Wenngleich der Bandname in eine andere Richtung deuten könnte, weiß der Kenner natürlich, daß bei BLACK ABYSS ein weiteres Mal die Power Metaller bedient wurden. Glücklicherweise waren Befürchtungen, daß sich das Publikum nach dem Hauptact verflüchtigen würde unbegründet, so daß auch während der letzten 45 Minuten noch etliche Besucher inside waren. Die waren zwar nicht mehr die Lebhaftigkeit in Person, jedoch die Band war für die Uhrzeit erstaunlich frisch und agil. Folglich konnte man bis hin zum Schlußpunkt, den BLACK ABYSS nun setzten, von einer sehr gelungenen "Little Dynamo Party" sprechen. Im nächsten Jahr hätten wir aber bitte gerne wieder eine "BIG Dynamo Party" in Hölland itself!

BLACK ABYSS [D]-Liveshot 2


Stefan Glas

Photos: Stefan Glas


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