Y-Files-Datasheet |
Contents: ACCEPT-Interview |
Date: 30.11.2004 (created), 25.02.2023 (revisited), 25.02.2023 (updated) |
Origin: HEAVY, ODER WAS!? |
Status: published |
Task: guide to full story |
Comment: Bei einigen der bereits via der Onlineversion des UNDERGROUND EMPIRE veröffentlichten Stories macht es aus dokumentarischen Gründen Sinn, sie auch nochmal in die zugehörige HEAVY, ODER WAS!?-Ausgabe einzubinden. Daher ist hier eine kleine Graphik der Story zu sehen, neben der dann rechts ein Button den Weg zu der bereits veröffentlichten, meist umfangreicheren Version zeigt.
Dies war eine der Stories, bei welcher der intern nur als "Head" titulierte Minibeitrag in der Kopfzeile abgedruckt wurde. Mittlerweile wurde kein Unterschied mehr zwischen der Plazierung auf einer rechten oder einer linken Seite gemacht, sondern das kleine Dekophoto stand nun immer auf der rechten Seite. Im vorliegenden Fall gab der Head folgendes preis:
Bei einer Titelstory gab es natürlich genügend Platz für mehr als nur einen Head. Daher nutzte ich dies, um quasi einen "Fortsetzungs-Head" zu basteln:
Da dies eine der ganz seltenen fünfseitigen Titelstories war, gab es natürlich auch noch auf der letzten Seite Platz für einen Head, für den ich in meine Bootlegsammlung eintauchte:
Wie schon beim Cover dieser Ausgabe erwähnt, gab es zu diesem Zeitpunkt noch kein ACCEPT-Photomaterial, weil noch nicht mal feststand, wer neben Udo Dirkschneider, Wolf Hofmann und Peter Baltes 2005 mitmischen sollte. Ich kann mich noch entsinnen, daß Gaby und Wolf Hoffmann mir damals sagten, daß man nach Ex-Gitarrist Jörg Fischer suche, um ihn zu fragen, ob er mitmachen wolle. Ich hatte daraufhin versucht, bei der Suche mitzuhelfen, denn irgendein Szenemensch (an den ich mich jetzt leider nicht mehr erinnern kann) mir erzählt hatte, daß er unlängst Kontakt zu Jörg gehabt hätte. Doch bevor diese Kontakte Ergenisse zeitigten, hatte die Band schon beschlossen, daß erneut Hermann Frank die zweite Gitarre bei ACCEPT bedienen solle. Daher wurde die Story mit Livephotos dekoriert, die ich bei der ACCEPT-Abschiedstour 1996 geschossen hatte.
Wie ebenfalls schon beim Cover erwähnt, wollte ich die Story mit der Headline "Restless Again" überschreiben, was ich dann auch im UNDERGROUND EMPIRE getan habe, wie Ihr begutachten könnt, wenn Ihr unten rechts auf den Button klickt. Doch Horst wollte eine sehr viel klarere Botschaft (vor allem natürlich für die Titelseite), so daß er den Interviewtitel änderte.
Die Tatsache, daß die Titelstory - von Horst in ein Schwarz-Rot-Gols-Layout gefaßt - eine Seite länger als üblich ausfiel, war auch einem Kasten geschuldet, der für Neulinge die Geschichte der Band erzählte. Da ich diesen natürlich nicht in der Onlineversion fürs UNDERGROUND EMPIRE verwendet habe, ist er hier nun unter den kleinen Thumbnails der einzelnen Heftseiten zu finden. |
Supervisor: Stefan Glas |
Der Weg der deutschen Metallegende ACCEPT
Der Name ACCEPT taucht erstmals 1971 auf, als Sänger Udo Dirkschneider zusammen mit dem späteren Produzenten Michael Wagener eine Band gründet. Doch erst ab 1976 beginnt die klassische ACCEPT-Besetzung, Gestalt anzunehmen: Wolf Hoffmann und Jörg Fischer teilen sich die Gitarrenarbeit und die Basserposition geht an Peter Baltes. Drummer Stefan Kaufmann übernimmt erst nach dem '79er unbetitelten Debüt die Sticks.
Obgleich die zweite Platte »I'm A Rebel« ('80) in Form des Titelsongs einen ersten "Hit" für die Band beherbergt, gelingt es erst dem Nachfolger »Breaker« ('81), glasklar zu verdeutlichen, daß ACCEPT eine Wegweiserfunktion für die zukünftige Entwicklung der Szene zukommen wird. Wolfs prägnante Riffs und Udos nicht weniger einmalige Stimme sind klar als Markenzeichen der Band auszumachen. Und so bestimmen auch auf »Restless & Wild« ('82) stahlharte Songs, die mal pfeilschnell, mal stampfend-groovig vorgetragen werden, das Bild und die Metaller schließen ACCEPT endgültig ins Herz. In dieser Zeit löst Hermann Frank Jörg Fischer an der Gitarre ab, der jedoch 1985 wieder zurückkehrt.
1983 folgt in Form von »Balls To The Wall« ein weiteres Album, das ohne wenn und aber in die Riege der Metalklassiker eingeht. ACCEPT sind nun endgültig die wichtigste deutsche Metalband und beginnen nach und nach, den gesamten Globus zu erobern. Mit ihrer '85er, ein wenig runder produzierten Scheibe »Metal Heart« bauen ACCEPT ihren Erfolg aus, so daß die Band auch beim '86er Release »Russian Roulette« auf allen Bühnen der Welt zu Hause.
Doch anschließend führt die schon länger herrschende Richtungsdiskussion zum Split mit Udo: Dieser gründet daraufhin seine Band U.D.O., mit der er dem bewährten Sound treubleibt, während die restlichen Musiker die Band kommerzieller aufziehen, was jedoch nach nur einem Album sein Ende findet, so daß das Thema ACCEPT ad acta gelegt wird.
Doch die Fans fordern in einer nicht enden wollenden Flut von Briefen ein Comeback ihrer Lieblinge und so raufen sich ACCEPT in Originalbesetzung ohne Jörg wieder zusammen und veröffentlichen 1993 »Objection Overruled«, auf dem man sich hundertprozentig an den ACCEPT-Traditionen orientiert. ACCEPT spielen zwei weitere Platten (1994 »Deathrow« und 1996 »Predator«) ein, auf denen man hier und da moderneren Einflüssen Zugang gewährt. Doch dann beschließen die Musiker, wieder auseinanderzugehen, so daß die '96er Tour als "Farewell"-Tour ausgerufen wird.