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”Y-Files”-Datasheet

Contents:  "Bang Your Head!!!"-Festival 1997-''Living Underground''-Artikel

Date:  26.09.1997 (created), 25.06.2022 (revisited), 25.06.2022 (updated)

Origin:  post-UNDERGROUND EMPIRE 7

Status:  published

Task:  from paper to screen

Comment:

Diesen Artikel hatte ich mir mit meiner Kollegin Petra Rottmann geteilt, mit die ich schon lange befreundet bin. Damit hatte ich quasi die Übernachtungsmöglichkeit, die Petra mir zur Verfügung gestellt hatte, abbezahlt.

Auch im nächsten Jahr besuchte ich das Festival zusammen mit ihr, bei der ich ihr allerdings lediglich einige Stichworte zu ihrem Artikel soufflierte: So wunderte sie sich beispielsweise, warum Nasty Ronnie bei der NASTY SAVAGE-Show immer wieder etwas von einem "bus" sagte. Das konnte ich für sie aufschlüsseln, daß er dabei davon sprach, daß man sich mittels dieser Show im "Bus zur Old School" sei.

 

P.S.: Man sieht bei diesem Artikel, das ich damals mit dem Festivalnamen "Bang Your Head!!!" noch etwas fremdelte (den ich übrigens auch immer noch für beknackt halte), so daß ich schwerpunktmäßig vom "Heavy, oder was!?"-Festival sprach - nicht daß der ursprüngliche Name des Magazins sonderlich viel, *hüstel*, "weltmännischer" gewesen wäre...

 

Nochmal P.S.: Im gedruckten Artikel war eine Panne unterlaufen, denn von SACRED STEEL war ein zweites Bandphoto abgedruckt worden, das allerdings mit "HAMMERFALL" untertitelt war, obgleich im Hintergrund des Photos überdeutlich das Logo der Schwaben zu entziffern war. Allerdings muß ich dies mit einem "mea culpa" beenden, denn meinereiner hatte fälschlicherweise ein "HAMMERFALL" auf die Rückseite des Photos gepinselt. *peinlich*

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

"Bang Your Head!!!"-Festival 1997

Tübingen-Hirschau, Stefan-Hartmann-Halle

13.09.1997

SACRED STEEL

SACRED STEEL [D]-Liveshot

Bekanntlich hat sich das HEAVY, ODER WAS!?-Magazin dem traditionellen Metal verschrieben, und so waren SACRED STEEL die perfekten Opener für das zweite "Bang Your Head!!!"-Festival. Der frischgebackene METAL BLADE-Act mutete wie eine Mischung aus AGENT STEEL und SANCTUARY an und hatte sich auch optisch komplett auf Eighties getrimmt: Kaum eine andere Band würde es sich heute noch wagen, dermaßen nietenbestückt auf der Bühne aufzutauchen wie SACRED STEEL. Es funkelte und glitzerte an allen Ecken und Enden während messerscharfe Riffs auf die Headbanger herabprasselten. Gegen Ende des Gigs holten die schwäbischen Retro-Metaller Tom Gattis (ex-DEUCE/TENSION, heute bei WARDOG) auf die Bühne und spielten mit ihm den Track ›Downfall Of Evil‹ von der TENSION-LP »Breaking Point«.

DEMON

DEMON [GB]-Liveshot

Das Kopfschüttler-Fest war fraglos eine Veranstaltung ohne jegliche Schwachpunkte, der Auftritt von DEMON markierte jedoch den absoluten Höhepunkt. Für eine einzige Show hatte sich die britische Kultformation, die bereits vor Jahren nach der schwachen »Blow-Out«-CD das Zeitliche gesegnet hatte, wieder zusammengefunden, um ihrer spektakulären Show aus Anfangstagen ein letztes Mal die Ehre zu geben. Folglich spielten DEMON ausschließlich Songs ihrer Debütplatte »Night Of The Demon« plus Nummern wie ›Blackheath‹, so daß man leider auf neuere Klassiker wie ›Remembrance Day‹ oder ›Taking The World By Storm‹ verzichten mußte. Dennoch lag der Odem der Metalgötter in der Luft, als DEMON die Bühne betraten. Souverän, als wären die verstrichenen Jahre nur eine Illusion, präsentierten sie ihre Show. Lediglich die Baseballmütze von Dave Hill wollte nicht so recht ins Bild passen. Doch er verstand es, die Blicke abzulenken, indem er am laufenden Band seine Augen verdrehte, als würde er jeden Moment sein Leben aushauchen. Endlich schloß sich der Vorhang, und die Band spielte einige Minuten instrumental weiter, bevor der Blick auf die Bühne wieder freigegeben wurde. Da war es - das dämonische Grab! Ein kalter Windhauch wehte, als Dämon Hill selbigem entstieg - über und über mit Laub bedeckt, von einer furchterregenden Maske verhüllt - und begann rätselhafte Laute von sich zu geben... Don't you know it was the night of the demon!

VIRGIN STEELE

VIRGIN STEELE-Liveshot

Kaum hatten die Sünder das Feld geräumt, rückten die New Yorker VIRGIN STEELE an die Front. Die jungfäulichen Männer aus Stahl ließen kaum einen Wunsch offen: ein guter Auftritt angefüllt mit dem Großteil ihrer Highlights. Angeführt von einem stimmlich hervorragend aufgelegten David DeFeis spielte die Formation auf wie wir es von ihren letzten Tourneen gewöhnt sind. Besonders David muß den Tourentzug überhaupt nicht mögen: der VIRGIN STEELE-Fronter schien richtig heiß auf diesen Gig gewesen zu sein und suchte ständig den Kontakt zum Publikum: Wann immer er nicht hinter dem Keyboard gebraucht wurde, turnte er am vorderen Bühnenrand herum, Angesicht zu Angesicht mit den verschwitzen Fans. Die dankten es ihm mit geradezu euphorischem Jubel.

GAMMA RAY

GAMMA RAY [D]-Liveshot

Es schien unmöglich, daß GAMMA RAY dem Festival die Krone aufsetzen würden. Zu viele Highlights waren bereits über die Bühne gegangen. Doch Kai Hansen und sein Team gaben Gas bis zum Abwinken und spielten einen hervorragenden Gig. Unterstützt durch das spitzenmäßige Bühnenbild präsentierten GAMMA RAY die Quintessenz ihrer bisherigen Alben. Selbstredend mußten auch einige HELLOWEEN-Nummern dran glauben: ›Ride The Sky‹, das auf dieser Erde einfach nur von einer Person dokumentenecht gesungen werden kann (guess who?!), und ›Future World‹, das der ehemalige GAMMA RAY-Sänger Ralph Scheepers als Special Guest sang. So fand das "Heavy, oder was!?"-Festival zu vorgerückter Stunde einen gelungenen Abschluß.


Stefan Glas

Photos: Stefan Glas


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