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In diesem Business ist man vor Überraschungen nie sicher. Weder negative - wie eben nach den ersten Durchläufen eines »St. Anger« genannten Werkes - noch positive sind auszuschließen. Zu den besonders erfreulichen Überraschungen zählte das Album »Sacrifice« der schwedischen Power Metaller SEVENTH ONE. Besagtes Album hat zwar mittlerweile schon wieder einige Monate auf dem Buckel, die Band selbst gelangte allerdings kaum zu Ehren. Deswegen sei nochmals mit Nachdruck auf diese Scheibe, die feinsten Power Metal europäischer Machart beinhaltet, hingewiesen. Da mit MASSACRE RECORDS ein bekanntes Label im Hintergrund agiert, sollte es zu keinerlei Bezugsschwierigkeiten kommen.
Um näheres über das Album, aber auch die Band selbst zu erfahren baten wir Johannes Losbäck, einen der beiden Gitarristen zum Telefon.

SEVENTH ONE-Bandphoto 1

SEVENTH ONE sind ein noch nahezu unbeschriebenes Blatt. Laß' zu Beginn erst mal die Bandhistory revuepassieren:

Die ganze Sache begann im Jahre 1996 als wir, fünf Freunde aus der Region Hunnebostrand (im schwedischen Westen gelegen, circa zwei Stunden Fahrzeit von Göteborg und eine Stunde Fahrzeit von der norwegischen Grenze entfernt), begannen, gemeinsam unter dem Namen SEVENTH ONE zu musizieren. Schon damals waren Sänger Rino Fredh und unser Gitarrist Christoffer Hermansson mit ihrer Band TEARS OF SAHARA aktiv. Christoffer spielte zuvor auch schon bei SOUL REAPER, wo er auch unseren späteren Aushilfsdrummer Tobias Kjellgren (sollte auch von DISSECTION her ei Begriff sein) kennenlernte. Meine Wenigkeit war zuvor bei DECAMERON aktiv, unser Basser Jörgen Olsson kam von einer Formation namens LOST. Durch die Teilnahme an diversen Nachwuchswettbewerben konnten wir uns eine recht beachtliche Fanschar in unserer Gegend erspielen. Der Gewinn beim "Rock Of Bohusän"-Wettbewerb brachte uns die Chance, kostenlos ein Demo einzuspielen. Im Laufe der Jahre nahmen wir insgesamt drei Demos , namentlich »Seventh One« (1999), »Through Burning Skies« (2000) sowie »The Celestial Prophecy« (2001) auf. Letztgenanntes fand auch in der Fachpresse regen Zuspruch und wir waren besonders stolz, von den beiden führenden deutschen Magazinen ROCK HARD und HEAVY, ODER WAS? ausgewählt worden zu sein, auf deren CDs mit anderen unsigned Bands vertreten sein zu können. Nun ja, soweit unsere Entwicklung, mittlerweile schreiben wir 2003 und unser Debut »Sacrifice« ist seit kurzem erhältlich.

So schnell geht es aber auch wieder nicht, mein Herr. Wie kam es denn zu dem Vertrag mit MASSACRE?

Nachdem wir das Demo bei diesem Label vorgestellt hatten, kam Lars Ratz ("nebenbei" bekannt von METALIUM) auf uns zu, um nicht nur einen Vertrag anzubieten, sondern gleich mit dem Vorhaben das Album im Tornado Studio in Hamburg aufzunehmen. So richtig kompliziert war es nun aber doch nicht.

Was bedeutet eigentlich der Bandname?

SEVENTH ONE war für uns einfach ein perfekt klingender Bandname. Zum einen weil er etwas Magisches an sich hat, zum anderen weil er zwar verdeutlicht in welchem Genre unsere Musik anzusiedeln ist, aber dennoch weitgehend klischeefrei ist. Da wir allesamt an magischen Phänomenen interessiert sind, fanden wir SEVENTH ONE gelungen, außerdem steht der Name für die Einheit, welche die Band darstellt.

Wie waren denn die Pressemeldungen bisher?

Zum größten Teil gut, wobei es immer wieder Negativstimmen gibt. Diesen stehen wir aber relativ gelassen gegenüber, denn es gibt immer wieder Neider, die nur versuchen, Bands schlecht zu machen. Aber solche Kritiken sind mitunter durchaus brauchbar. Es gibt ja immer noch Fans die Veröffentlichungen nach den Benotungen der Rezensenten kaufen, wobei diesbezüglich aber auch die am schlechtest bewerteten Scheiben angetestet werden. Mir ist es lieber, neben wirklich guten Kritiken auch ab und zu Verrisse einzufahren, als immer wieder lediglich als durchschnittlich bezeichnet zu werden.

Thema "Presse". Der von den genannten Samplern bekannte Song ›Camelot‹ findet sich aber nicht auf »Sacrifice«, lediglich der Titelsong klingt sehr ähnlich. Was ist denn da geschehen?

Da es mittlerweile unzählige Nummern gibt, die ›Camelot‹ heißen, oder zumindest das Wort im Songtitel haben, wollten wir etwas weniger Bekanntes verwenden. Deshalb haben wir das Stück umarrangiert und in ›Sacrifice‹ umbenannt.

Womit den Herrschaften mit ›Sacrifice‹ aber eher ein Schuß nach hinten gelungen ist, denn auch dieser Ausdruck zählt nicht unbedingt zu den seltenen. Wie auch immer, was geben die Texte für die Zuhörerschaft her?

Da wir uns als traditionelle Heavy Metal Band-sehen, darf es auch keinen wundern, daß auch die Texte in genau diese Kerbe schlagen. Rino, der für den Großteil verantwortlich ist, ist einfach ein "Natural Born Metaller". Besonders ›Eternally‹ handelt von der ewigen Einigkeit und Zusammengehörigkeit und ist auf die gesamte Metal-Szene bezogen. Ansonsten kommen bei uns auch immer wieder magische oder mystische Themen auf den Tisch, die eben zu einem Song verarbeitet werden.

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Was wird denn in Zukunft von Euch zu erwarten sein?

Für eine Tournee fehlt uns nach nur einem Album mit Sicherheit die notwendige finanzielle Unterstützung, deshalb werden die Live-Aktivitäten vorerst auf unsere Heimat beschränkt. Über konkrete Tourmöglichkeiten haben wir noch nicht einmal zu reden begonnen, da noch nicht fixiert ist, wer für die Drums zuständig sein wird. Wir haben aber schon einiges an Songmaterial in Vorbereitung und sogar schon ldeen für passende Lyrics. Deshalb denke ich, daß wir schnellstmöglich ein zweites Werk nachfolgen lassen sollten, um dann eine ordentliche Tour absolvieren zu können.

Soweit also die Worte des Herrn Losbäck. Euch sei nochmals »Sacrifice« ans Herz gelegt, denn SEVENTH ONE haben es redlich verdient, gehört zu werden.

http://www.seventhone.net/

seventhone@hotmail.com

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Walter Scheurer

SEVENTH ONE im Überblick:
SEVENTH ONE – Sacrifice (Rundling-Review von 2003)
SEVENTH ONE – What Should Not Be (Rundling-Review von 2005)
SEVENTH ONE – HEAVY, ODER WAS!? 58-Special
SEVENTH ONE – ONLINE EMPIRE 10-"Rising United"-Artikel
SEVENTH ONE – ONLINE EMPIRE 17-Interview
SEVENTH ONE – News vom 02.03.2005
andere Projekte des beteiligten Musikers Rino Fredh:
CHRIMAL VISION – Back To Front (Do It Yourself-Review von 2002)
DECAY LUST – Rehearsal (Do It Yourself-Review von 2000)
andere Projekte des beteiligten Musikers Mats Karlsson:
DREAMS FALL – News vom 19.11.2003
HEED – The Call (Rundling-Review von 2006)
HEED – News vom 30.04.2005
HEED – News vom 23.12.2005
SINERGY – News vom 15.10.2001
SINERGY – News vom 28.01.2002
andere Projekte des beteiligten Musikers Johannes "Axeman" Losbäck:
DECAMERON – News vom 22.01.2007
WOLF (S) – ONLINE EMPIRE 24-"Living Underground"-Artikel
WOLF (S) – ONLINE EMPIRE 29-"Living Underground"-Artikel
WOLF (S) – ONLINE EMPIRE 32-"Living Underground"-Artikel
WOLF (S) – News vom 31.05.2005
WOLF (S) – News vom 03.07.2007
WOLF (S) – News vom 23.07.2007
WOLF (S) – News vom 06.02.2008
WOLF (S) – News vom 21.05.2008
WOLF (S) – News vom 05.07.2011
Soundcheck: WOLF (S)-Album »Black Wings« im "Soundcheck Heavy, oder was!? 62" auf Platz 1
andere Projekte des beteiligten Musikers Jörgen Olsson:
HEED – The Call (Rundling-Review von 2006)
HEED – News vom 30.04.2005
HEED – News vom 23.12.2005
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