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TOMORROW'S EVE-Headline

Vor etwa f├╝nf Jahren wurde TOMORROW'S EVE aus verschiedenen lokalen Bands zusammengew├╝rfelt und k├Ânnen schon auf zwei CDs verweisen, wobei der Neuling ┬╗Mirror Of Creation┬ź sowohl mit ausgefeiltem Konzept wie auch Musik gl├Ąnzen kann. ├ťber die Jahre haben sich Gitarrist Rainer Grund und Tastenmann Oliver Schwickert als das R├╝ckgrat der Band herauskristallisiert, w├Ąhrend der Rest der Besetzung sich permanent ge├Ąndert hat. Allerdings hat man mittlerweile in Rouven M. Bitz einen festen S├Ąnger gefunden. Es gab also genug Gespr├Ąchsstoff als Rainer Grund eines br├╝llend-hei├čen Montagabends durch­klingel­te.

Die Vorl├Ąuferbands von TOMORROW'S EVE waren kaum progressiv ausgerichtet. Warum habt Ihr Euch auf diesen Stil spezialisiert.

Ich spielte vor vielen Jahren bei CAT SCRATCH FEVER und habe danach etliche Prog-Projekte gehabt, so da├č ich eine Band suchte, die anspruchsvollere Musik macht. Irgendwann stie├č ich zu der Band SCAMP, die der Vorl├Ąufer von TOMORROW'S EVE waren und zu diesem Zeitpunkt eine Menge DREAM THEATER-Coverversionen im Programm hatten. Da uns progressive Musik Spa├č gemacht hat und der Stil von Anfang an f├╝r uns funktioniert hat, sind wir dabei geblieben. Es f├Ąllt uns eigentlich leichter, lange Songs anstelle von 3-Minuten-Nummern zu schreiben. Diese Zeit reicht uns nie, um alle Ideen auszuleben. Wir unterliegen also keinen Zw├Ąngen, so da├č wir uns bei unserem Stil ├Ąu├čerst wohlf├╝hlen.

Folglich ist das Traumtheater der wichtigste Einflu├č f├╝r Euch?

Ich pers├Ânlich mag auch FATES WARNING, WATCHTOWER oder VICIOUS RUMORS sehr. Andererseits gefallen mit auch modernere Gruppen wie PANTERA oder KORN; also solche, bei denen ein echtes Gitarrenbrett aufgefahren wird. Bei Oliver kommen noch Bands wie PORCUPINE TREE oder SIEGES EVEN dazu.

Die Besetzung von ┬╗Mirror Of Creation┬ź ist schon wieder Vergangenheit. Seid Ihr so unertr├Ągliche Menschen, da├č es niemand lange mit Euch aush├Ąlt?

Rolf Gottlieb, der auf unserem Erstling ┬╗The Unexpected World┬ź Schlagzeug gespielt hatte, lebt von der Musik; er spielt mittlerweile bei TELL YOUR MOTHER, gibt zus├Ątzlich Unterricht und h├Ąlt Drum-Clinics ab. Eine Band wie TOMORROW'S EVE gab ihm nat├╝rlich nicht gen├╝gend M├Âglichkeiten, um seinen Lebensunterhaltes zu verdienen. Sascha Hilles, der damalige Basser, mu├čte eine Umschulung machen, so da├č ihm die Zeit ausgegangen ist. Unser Ex-S├Ąnger Peter Wiebel sah, laut seiner eigenen Aussage, in der Band keine Zukunft mehr.
Die Rhythmusgruppe, Ren├ę M├╝ller (b) und Oliver Jungmann (d), die ┬╗Mirror Of Creation┬ź eingespielt hatten, konnten ihr Studium und die Band nicht mehr unter einen Hut kriegen. Gl├╝cklicherweise ist Rouven, der ebenfalls bei WARCHILD singt, fest bei uns geblieben und er kniet sich voll f├╝r die Band rein. Mittlerweile haben wir im ehemaligen THE EXPERIENCE-Trommler Thomas Diener wieder einen Drummer gefunden, der zun├Ąchst nur sessionm├Ą├čig bei uns einspringen wollte; allerdings wachsen wir momentan sehr gut zusammen, so da├č wir hoffen, da├č er fest bei uns bleiben wird. Beim Basser wollen wir ├Ąhnlich vorgehen und zun├Ąchst mit Aushilfsmusikern arbeiten, in der Hoffnung, da├č sich ein Kandidat als fester Bassist empfiehlt. Wir k├Ânnen es uns nicht mehr leisten, da├č wir die Band noch ein paarmal umbauen m├╝ssen.

TOMORROW'S EVE-Bandphoto 1

Jede Band wei├č, wie schwer es ist, einen guten S├Ąnger zu finden. Ihr habt in Rouven nun schon den zweiten gefunden.

Wir wu├čten, da├č Peter ├╝ber kurz oder lang die Flinte ins Korn werfen w├╝rde, so da├č wir uns schon fr├╝hzeitig Gedanken machten, wer als Nachfolger in Frage k├Ąme. Im November 2002 standen wir dann ohne S├Ąnger da, hatten aber schon Termine f├╝r Januar 2003 ausgemacht. Also brauchten wir einen S├Ąnger, der so ungebunden und fit war, um sich binnen weniger Wochen das komplette Programm anzueignen. So kamen wir auf Rouven, der schon f├╝r die erste Platte bei uns vorgesungen hatte. Wir riefen ihn an und er sagte sofort zu.

Gab es f├╝r ihn schon irgendwelche Konflikte durch die Doppelbelastung bei WARCHILD und TOMORROW'S EVE? Sei es in terminlicher Hinsicht oder auch aufgrund der Tatsache, da├č WARCHILD eher traditionellen Heavy Metal spielen, er bei Euch aber in anderer Weise gefordert wird.

Wir haben mit WARCHILD die Vereinbarung, da├č die Band, die einen Termin als erstes anmeldet, auch den Zuschlag erh├Ąlt.
Die unterschiedlichen Gesangsanforderungen kriegt Rouven sehr gut in Griff, weil er nebenbei auch Theater spielt. Daher ist er offen f├╝r verschiedene Stilrichtungen und hat stets das richtige Gesp├╝r f├╝r die Bed├╝rfnisse des betreffenden Songs. Es war phantastisch mitanzusehen, wie er sich so schnell in die Texte und die Melodien eingearbeitet hat und sie auf seine Art umgesetzt hat, so da├č es hundertprozentig gepa├čt hat. Es hat zwischen uns so schnell so gut funktioniert, da├č ich mir nur schwer vorstellen k├Ânnte, ohne ihn Songs zu komponieren.

Folglich wird die n├Ąchste Platte ein wenig anders klingen, da Rouven sich dann intensiver einbringen kann.

Es war schon immer unser Wunsch, da├č jede Platte ein wenig anders klingt, wir aber unsere traditionellen Erkennungsmerkmalen beibehalten. Deswegen ist es sehr begr├╝├čenswert, da├č Rouven dank seiner Vielf├Ąltigkeit neue Einfl├╝sse einbringen. Ich denke, da├č die n├Ąchste Platte vom Gesang her vielschichtiger ausfallen wird. Die bislang komponierten Songs stellen einen gro├čen Fortschritt dar. Auf jeden Fall sind wir f├╝rs Fr├╝hjahr 2004 wieder bei unserem Haus- und Hofproduzenten Markus Teske im BAZEMENT-Studio angemeldet.

Wie kommt es, da├č Ihr Eure Songs so schnell komponieren k├Ânnt, obgleich sie sehr komplex sind und daher eigentlich sehr arbeitsintensiv sein m├╝├čten?

Der Gro├čteil der Kompositionen stammen von Oliver und mir. Wir haben uns ├╝ber die Jahren nat├╝rlich gut aufeinander eingearbeitet. Wir treffen uns zudem au├čerhalb der regul├Ąren Proben zu Hause, um neue Songs vorzubereiten. Bei den Proben spielen wir meist nur ein oder zwei Songs von den Platten, um warmzuwerden und dann konzentrieren wir uns auf die neuen St├╝cke. Wenn allerdings Gigs anstehen, spielen wir in den Wochen zuvor jeden Tag das komplette Liveprogramm durch. Diese Arbeitsweise hat sich f├╝r uns bew├Ąhrt.

Ich mu├čte etwas ├╝berrascht feststellen, da├č meine Version von ┬╗The Unexpected World┬ź ein anderes Cover hat als die Version, die man auf Eurer Homepage sehen kann.

Das l├Ą├čt sich dadurch erkl├Ąren, da├č wir ┬╗The Unexpected World┬ź zun├Ąchst als Eigenpressung ver├Âffentlicht hatten und uns mit dieser Version auch bei der Presse und den Labels vorgestellt hatten. Unsere damalige Plattenfirma B-MIND mochte unseren Coverentwurf nicht im geringsten, so da├č sie das neue Design anleierten.

Auf Eurer Homepage hattet Ihr ┬╗Mirror Of Creation┬ź erstmals schon f├╝r Mitte 2002 angek├╝ndigt. Wodurch kam die Verz├Âgerung von fast einem Jahr zustande?

Unsere Plattenfirma B-MIND machte Ende 2002 ihre Pforten dicht, so da├č wir uns nach einem neuen Label umsehen mu├čten. Daher beschlossen wir, die Produktion ein wenig aufzuschieben, um noch mehr daran feilen zu k├Ânnen. So nutzten wir beispielsweise die Chance und haben ┬╗Mirror Of Creation┬ź mehrmals gemastert, bis uns das Resultat hundertprozentig zusagte. Wir konnten zwar in Form von SOURCE OF DELUGE RECORDS recht schnell eine neue Firma finden, aber die geplante Mehrzeit gestanden wir uns einfach zu. Au├čerdem war der S├Ąngerwechsel ein Grund daf├╝r, da├č unsere neue Platte ein wenig auf sich warten lie├č.

Hinter ┬╗Mirror Of Creation┬ź steckt ein aufwendiges Konzept, das Du uns bitte ein wenig erl├Ąutern k├Ânntest.

Grob gesprochen geht es um Genmanipulation am Menschen. Dabei will der Sch├Âpfer Menschen erschaffen, die genau seinen Vorstellungen und seinen Anforderung entsprechen. Konkret k├Ânnte das hei├čen, da├č jemand beispielsweise den perfekten Soldaten kreieren will. In unserer Geschichte geht es um einen solchen Jungen, der genetisch ver├Ąndert im Reagenzglas gez├╝chtet wurde. Er w├Ąchst v├Âllig abgeschieden von der Au├čenwelt in einer Anstalt auf. Irgendwann beginnt er, Fragen zu stellen: So stellt er beispielsweise fest, da├č sich die Gleichaltrigen in dieser Anstalt anders entwickeln als er oder aber er m├Âchte wissen, was jenseits der vier Mauern ist, hinter denen er festgehalten wird. Auf der CD wird seine Entwicklung von Geburt bis zum zwanzigsten Lebensjahr beschrieben.

Weshalb habt Ihr Euch auf dieses Thema gest├╝rzt?

Zum einen sind Oliver und ich komplette Science Fiction-Freaks und wollen eigentlich keine Alltagsprobleme in unseren Texten behandeln. Wir wollen unseren H├Ârern einen Film in Musikform bieten. Ich hatte fr├╝her schon probiert, das Thema in einem Text abzuhandeln, der allerdings im Handumdrehen auf vier Seiten anwuchs. Es war also unm├Âglich, diesen Text in nur einem Song unterzubringen. Daher entschieden wir uns, diesen Text zum Konzept f├╝r die komplette Platte auszuweiten. Wir entwickelten erst ein Storyboard und haben die Geschichte bis ins Detail ausgearbeitet.

Das Thema hat allerdings sehr wohl mit unserem Alltag zu tun. Das Thema "Genmanipulation" ist leider aktueller denn je!

Die Realit├Ąt hat uns leider eingeholt. Als wir 2001 begannen, das Konzept zu stricken, schien alles noch in weiter Ferne zu sein. Doch etwa parallel zur Ver├Âffentlichung von ┬╗Mirror Of Creation┬ź machte die Nachricht die Runde, da├č das erste genmanipulierte Baby geboren worden sei.

Die Texte an sich schreibt allerdings Stefanie Lenz!

Sie ist die Freundin von Oliver und sie hat von Anfang an, unsere Texte geschrieben. Die Texte, die wir fr├╝her geschrieben hatten, waren immer eine echte Katastrophe. Stefanie ist im Englischen sehr fit und spricht aus beruflichen Gr├╝nden mehrere Sprachen flie├čend. Da war es naheliegend, da├č sie unsere Stories zu singbaren Texten umgeformt hat.

TOMORROW'S EVE-Bandphoto 2

Auf dem Cover von ┬╗Mirror Of Creation┬ź sieht man ein Auge. Mu├čtet Ihr Euch deswegen noch keine Beschwerden anh├Âren? Schlie├člich hatten Eure Nachbarn von SUPERIOR auf ihrem aktuellen Album ┬╗Ultima Ratio┬ź auch ein - wenn auch digital verfremdetes - Auge als Covermotiv.

Bislang noch nicht. Allerdings hat mich Leif Jensen, der S├Ąnger von DEW-SCENTED, angesprochen, da├č wir das gleiche Cover h├Ątten wie sie bei ihrer ┬╗Inwards┬ź-Platte. Wir haben uns allerdings keineswegs bei irgendwelchen Kollegen ungesehen, sondern wollten einfach ein Motiv, das pa├čt und wirkt. Es soll das Auge unseres Hauptdarstellers sein, in dem man Leiterbahnen erkennt, was darauf hindeuten soll, da├č er nicht nur gentechnisch ver├Ąndert wurde, sondern da├č auch mit Bionik gearbeitet wurde. Wir fanden das Cover stimmig und zudem sticht das gr├╝ne Auge sehr gut hervor, so da├č es einen hohen Wiedererkennungswert hat.

In Eurer Musikrichtung ist sicherlich QUEENSRYCHEs ┬╗Operation: Mindcrime┬ź in Sachen Konzeptalben das Referenzwerk schlechthin. Wurdet Ihr davon beeinflu├čt?

Ich finde DREAM THEATERs ┬╗Metropolis Part 2 (Scenes From A Memory)┬ź ebenso gigantisch. Es versteht sich von selbst, da├č man, wenn man ein Konzeptalbum macht, mit solchen Highlights verglichen wird. Nat├╝rlich k├Ânnen wir einen gewissen Einflu├č nicht abstreiten, aber wir wollten sicherlich diese Vorlagen nicht kopieren! Es war uns bewu├čt, da├č wir eventuell Pr├╝gel beziehen w├╝rden, weil derzeit viele Konzeptalben auf den Markt kommen. Aber wir wollten unbedingt eine Konzeptstory, in der wir uns richtig austoben konnten.

Steckt hinter dem Bandnamen TOMORROW'S EVE eine bestimmte Bedeutung?

Wie schon erw├Ąhnt, hie├č die Band fr├╝her mal SCAMP. Doch als sich viele Umbesetzungen ereignet hatten, wollten wir einen neuen Namen suchen. Also haben wir Vorschl├Ąge gesammelt und einer lautete "TOMORROW'S EVE". Wir waren ├Ąu├čerst davon angetan, da├č jeder von uns eine andere Interpretation f├╝r den Namen fand. Seither hei├čen wir TOMORROW'S EVE und ├╝berlassen es bis zum heutigen Tag jedem, f├╝r den Namen seine eigene ├ťbersetzung zu suchen.

Eure CD pr├Ąsentiert sich sehr ausget├╝ftelt: Ihr arbeitet mit vielen Effekten und habt oft ├ťberleitungen zwischen den Songs. K├Ânnt Ihr das alles auch live umsetzen?

Da m├Âchte ich niemand etwas vormachen: Alles was nicht mit zwei H├Ąnden zu bew├Ąltigen ist, kommt live gezwungenerma├čen vom Band. Es war uns schon bei der Produktion der Platte bewu├čt, da├č einige Parts davon in unserem Stadium live nicht zu reproduzieren w├Ąren. Doch es war uns wichtig, ein m├Âglichst ausgefeiltes Album abzuliefern, selbst wenn wir dann gezwungen sind, bei den Konzerten auf die M├Âglichkeiten der Technik zur├╝ckzugreifen. Wir w├╝rden gerne auch mit Videoeinspielungen arbeiten, was derzeit aber noch nicht finanzierbar ist. Wir sehen es als wichtig an, live etwas f├╝r Auge und Ohr zu bieten. Deshalb legen wir bei unseren Konzerten meistens drauf, weil wir f├╝r Licht und Sound mehr als nur den Standard bieten wollen. Da die Veranstalter in Deutschland an allen Ecken und Enden sparen, sieht es derzeit f├╝r uns auf dem Livesektor in Holland oder Belgien besser aus.

Ihr wart auf der letzten Kurztour von Paul Di'Anno und CHINCHILLA dabei. Habt Ihr musikalisch zu den anderen Bands gepa├čt?

In Deutschland hat es kaum funktioniert, aber in Benelux wurden wir genauso wie die anderen beiden Bands akzeptiert und bejubelt. Als wir jedoch mit RAGE und GB ARTS in Frankfurt gespielt hatten, klappte es besser f├╝r uns, wo wir ebenfalls sehr gute Resonanzen erhielten. Allerdings mu├č man sich als deutsche Prog-Band damit abfinden, da├č man es in Deutschland wesentlich schwerer hat als im Ausland.

http://www.tomorrows-eve.de/

tomorrows-eve@tomorrows-eve.de

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Stefan Glas

TOMORROW'S EVE im ├ťberblick:
TOMORROW'S EVE – Mirror Of Creation (Rundling)
TOMORROW'S EVE – Mirror Of Creation 2 - Genesis II (Rundling)
TOMORROW'S EVE – The Tower (Rundling)
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TOMORROW'S EVE – ONLINE EMPIRE 17-Interview
TOMORROW'S EVE – News vom 22.10.2015
TOMORROW'S EVE – News vom 22.12.2015
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WARCHILD (D) – Open Fire (Do It Yourself)
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