UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Underground Empire 7 → Interview-Übersicht → ORACLE (US, FL)-Interview last update: 05.12.2021, 22:14:01  

”UNDERGROUND EMPIRE 7”-Datasheet

Contents:  ORACLE (US, FL)-Interview

Date:  1993 (estimated, created), 08.12.2021 (revisited), 08.12.2021 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 7

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue sold out! Several earlier issues still available; find details here!

Comment:

Eine Band unter vier verschiedenen Namen in einem Interview, das ist wohl ein Unikat! Das hatten wir dann auch in dem leicht oversized Interviewtitel zum Ausdruck gebracht, in dem sowohl der PRDIDY-Demotitel sowie die anschließenden Bandnamen LEGION (="Legionen"), THRESHOLD (="Schwelle") sowie ORACLE (="Orakel") auftauchen.

Im gedruckten Heft hatten wir hier mal wieder einen schwarzen Hintergrund gewählt, wodurch man einige optische Sperenzchen mit der Story anstellen konnte. Zunächst hatte ich mal das Problem, daß ich von ORACLE kein Logo hatte, und es spricht einiges dafür, daß die Band auch nie ein Logo entworfen hatte, denn auf besagtem MASSACRE RECORDS-Release von »As Darkness Reigns« ist der Bandname einfach nur in einer klobigen Schrift zu sehen. Meinereiner hatte stattdessen einen etwas pfiffigeren Font für einen eigenen Logoentwurf gewählt, der nun auch über der Story zu sehen ist; in der Tat war auch im gedruckten Heft der untere Teil der Schrift, also gewissermaßen der Schattenwurf, farbig dargestellt. Allerdings muß ich ehrlich sagen, daß auf einem schwarzen Hintergrund alles deutlich besser aussieht als unsere Onlineversion. Weiter ging es mit dem Bandphoto am unteren Rand der Seite, das genauso freigestellt war wie nun hier bei uns zu sehen; dabei ragte übrigens die Stange, um die sich die Musiker herumkuscheln, in den Text hinein. In der zweiten Auflage hatten wir übrigens absoluten Wahnsinn kultiviert, denn die Musiker waren komplett in grün zu sehen, nicht jedoch besagte Stange sowie das Podest, auf dem die Musiker stehen. Zu diesem Zweck hatte sich Wolfgang, der Reprofachmann unserer Druckerei Bücker & Müller, als Künstler betätigt und die entsprechenden Bereiche ausgemalt, so daß es auf die Druckplatte übertragen werden konnte - und man letzten Endes ein giftiges Bandphoto sehen konnte.

 

P.S.: Als absolutes Schmankerl - und vermutlich weiteres Unikat - können wir Euch den Entwurf des LEGION-Logos anbieten, den mir Brent damals zusammen mit dem Brief geschickt hatte, in dem er die Neuigkeit von der Umbenennung mitteilte; die Option "THRESHOLD" war indes nur so kurzzeitig aktuell, daß da wohl kein Logo entworfen wurde. Doch ich vermute, daß sonst niemand das LEGION-Logo hat, denn es war von Hand gezeichnet worden - und daher auch geometrisch etwas schräg konstruiert, wie man nun sieht:

LEGION [US, FL]-Logo

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

ORACLE (US, FL)-Logo

In dieser von Mißgriffen gezeichneten Szene gibt es doch immer mal wieder ein paar freudige Nachrichten. Eine davon lautet folgendermassen: MASSACRE RECORDS, die mittlerweile zusammen mit DREAM CIRCLE RECORDS als das Label mit dem grössten Durchblick gelten müssen, haben ORACLE gesignt... Stop! ORACLE - wer ist ORACLE? Keinen Plan! Ganz einfach, ORACLE so lautet der neue Name von PRODIGY, deren »As Darkness Reigns«-Tape von der gesamten UNDERGROUND EMPIRE-Redaktion als obergut befunden wurde. Dieses Tape wurde gerade in rundem Format veröffentlicht, woraufhin man dann neue Taten anstreben will. Dies erzählte mir Brent Smedley, der, wenn er gerade nichts Dümmeres zu tun hat, sich als Gitarrero eben jener Florida-Combo ORACLE betätigt, in einem Brief, den er mir schrieb, damit sich das Interview in seinem Umschlag nicht so einsam fühlte. Ach richtig - Interview...

ORACLE (US, FL)-Headline

Laß' uns mit dem Namenswechsel beginnen! So einfach wie es klingen mag, war es keineswegs! Der Namenswechsel war eine echt schwere Geburt! Erläutere zunächst mal, weshalb Ihr Euren Namen geändert habt. Ich vermute, daß die Tekkno-Freaks THE PRODIGY der Grund dafür sind!

Ja, das ist der Grund. Unsere Plattenfirma teilte uns mit, daß diese THE PRODIGY schon mehrere Platten veröffentlicht hatten und eine weitere gerade anstand. Unsere Firma wollte nicht, daß Verwechslungen aufkommen. Außerdem waren mögliche rechtliche Schwierigkeiten in Betracht zu ziehen.

Als wir das Interview führten, war Euer Name noch PRODIGY. Kurz danach hat Brent mir geschreiben, daß Ihr Euch in LEGION umgenannt habt. Warum aber ausgerechnet der Name LEGION, der in meinen Augen etwas klischeehaft klingt und irgendwie nicht zur Band gepaßt hätte!

Wir hatten diesen Namen gewählt, weil wir dachten, daß er der beste von denen sei, die uns zur Auswahl eingefallen waren. Außerdem glaubten wir, daß der Name einfach zu promoten und zu merken ist. Wir glaubten, daß er sehr groß klingt. "Legion" bedeutet eine Gruppe von Leuten, die zu einem bestimmten Zweck zusammengekommen sind. Wir sind eine Legion von Musikern, die zusammengekommen sind, um sehr guten Heavy Metal zu machen. Wir denken nicht, daß es klischeehaft ist, denn das würde bedeuten, daß so etwas schon mal zuvor gemacht worden ist und soweit wir wissen, ist dies nicht der Fall!

Doch kurz danach erfuhr ich, daß Ihr Euren Namen erneut geändert hattet - in THRESHOLD nämlich! Als ich dann bei Dir per Brief nachfragte, warum Ihr THRESHOLD gewählt habt, stand in Brents Antwortbrief, daß Ihr Euch nun endgültig in ORACLE umbenannt habt!

Wir erfuhren, daß es schon eine Band namens LEGION gibt, so daß wir uns für THRESHOLD, was "Schwelle" bedeutet, entschieden. Dann mußten wir erfahren, daß etwa zeitgleich eine Combo namens THRESHOLD herauskam. Also heißen wir nun definitiv ORACLE. "Oracle" bezeichnet einen weisen Mann, Botschafter oder Propheten. Wir spüren, daß dieser Name sehr gut zu uns paßt, weil einige unserer Songs Botschaften enthalten und wir über intelligente Dinge schreiben, die den Hörern ein größeres Bewußtsein geben sollen.

Was war denn eigentlich so wunderbar an PRODIGY, wie das Euer alter Bandname offensichtlich suggerieren wollte?

"Prodigy" bedeutete für uns "etwas unglaublich Gutes" oder "ein herausragendes Talent", und wir fühlten, daß wir diesem Namen gerecht werden konnten, nach all' dem Proben, der harten Arbeit und der Energie, die wir der Band und der Musik gewidmet haben. Wir sind alle geschulte Musiker von einem sehr jungen Alter an, und das beeinflußt unsere Musik. So gibt es zum Beispiel viele Klassik-, Jazz- und auch Funk- und Grooveeinflüsse in unserer Musik. Es ist nicht einfach "nur" Heavy Metal. Es steckt ein wenig von allem drin!

Was waren Eure Beweggründe, ein Demo mit einer solch enormen Länge zu veröffentlichen?

Wir hatten zuerst ein 4-Song-Demo eingespielt, dessen vier Songs auch alle auf »As Darkness Reigns« stehen, aber die Aufnahmen waren nicht besonders gut ausgefallen, zumal wir kein gutes Studio gewählt hatten. Also beschlossen wir, daß wir einen Schritt weitergehen sollten und ein Album aufzunehmen, welches wir dann versuchen würden, in Eigenregie zu verkaufen. Wir wurden damals von keiner Plattenfirma berücksichtigt, wollten aber den Ball zum Laufen bringen, und zugleich wollten wir den Leuten etwas bieten können, das einen echten Gegenwert für ihr Geld darstellt. Dieser Entschluß half uns schon allein insofern, daß wir mit Hilfe des Tapes die "Jammy Awards" gewannen und als Floridas beste Heavy Metal-Band gewählt wurden. Jetzt, da wir gesignt sind, konnten wir zunächst »As Darkness Reigns« veröffentlichen, während wir bereits an unserem nächsten Album arbeiten.

Was können wir vom nächsten Album erwarten?

Die Stücke sind mehr fokussiert, was wahrscheinlich eine natürliche Weiterentwicklung ist, da wir mittlerweile viel bessere Songwriter sind. Zudem ist zu berücksichtigen, daß wir die Stücke von »As Darkness Reigns« geschrieben hatten, bevor unser Sänger Bill zu uns kam. Und so wurden die Songs mehr als Instrumentalstücke geschrieben, ohne wirklich Gesangslinien zu berücksichtigen. Da wir seither eng zusammenarbeiten, bilden die Songs auch eine bessere Einheit.

Den ersten Schritt habt Ihr mittlerweile getan, aber wie gut würdet Ihr Eure Chancen einschätzen, mit Eurer Musik irgendwann mal Euren Lebensunterhalt zu erwerben?

Wir müssen unsere Chancen als sehr gut ansehen, denn wenn wir das nicht täten, würden wir nie und nimmer so viel Energie und Zeit in die Band investieren. Man kann einfach nicht seine komplette Zeit in etwas investieren, ohne sich davon zu erhoffen, daß man auch etwas davon zurückkriegen wird! Und wenn Du nicht erwartest, daß du davon etwas kriegen wirst, dann wirst du davon auch nichts kriegen, weil Du dann nämlich nicht 100 Prozent hineininvestierst, und somit das Resultat nicht so gut wird, wie es sein könnte. Man muß realistisch sein, aber ganz speziell in diesem Business muß man auch sehr optimistisch sein!

Florida ist bekanntlich immer noch ein Schmelztiegel für Death Metal jeden Härtegrades und jeden Qualitätsniveaus. Gibt es in Eurer Umgebung eigentlich noch andere Bands, die ähnliche Musik wie Ihr spielen?

Das Death Metal-Mekka Floridas ist zweifelsohne Tampa, aber es gibt auch sonstwo in Florida überall ziemlich viele Death Metal-Bands, auch rund um Jacksonville. Allerdings gibt es hier keine andere Band, die uns stilistisch irgendwie ähnlich wäre. und wir fühlen uns sehr wohl dabei, daß es hier anscheinend niemand gibt, der das tun kann, was wir tun. Ein weiterer Grund weshalb wir uns PRODIGY nannten.

ORACLE [US, FL]-Bandphoto 1

Ich glaube, man kann sagen, daß die Death Metal-Welle ihren Zenit überschritten hat. Wie beurteilt Ihr das, wenn Ihr Euch die Szene direkt vor Eurer Haustür anschaut?

Da sind die Meinungen in der Band geteilt. Der Death Metal ist hier eine Underground-Geschichte, aber diese Musik erhält mehr Beachtung, da mittlerweile auch größere Labels die Musik etwas ernster nehmen. Gerade hat die erste Death Metal-Band einen Majordeal unterschrieben. Kenn glaubt, daß dieser Trend weitergehen wird, da er einen starken Rückhalt im Underground hat, während Bill der Meinung ist, daß Death Metal nicht mehr sehr lange existieren wird, ebenso wie sich der christliche Metal nicht durchsetzen konnte, weil niemand das gleiche Thema wieder und wieder vorgekaut kriegen will. Vielleicht kriegen einige Bands große Deals, aber wenn sie in der Szene bleiben wollen, werden sie sich verändern und mehr anpassen, ähnlich wie das auch METALLICA oder MEGADETH getan haben.

Habt Ihr schon mit Death Metal-Bands gespielt, und wie hat das Publikum auf Euch reagiert?

Ja, wir haben schon mit einigen Death Metal-Bands gespielt, und wir sind mit ihrem Publikum eigentlich immer sehr gut zurechtgekommen. Ein Großteil unseres Materials ist sehr heavy, und das schien das Publikum anzusprechen. Prinzipiell denke ich, daß wir mit jedem Publikum zurechtkommen werden, da wir eine sehr gute Live-Show haben.

In Eurer Thanks-Liste dankt Ihr allen "real metal bands". Definiert den Begriff doch mal!

"Real metal bands" sind für uns Bands, die Ihr Herz bei der Sache haben, die sie machen und an das glauben, was sie spielen und nicht mit einer Welle schwimmen und sich einem Stil anpassen.

Mir ist aufgefallen, daß Eure Songs keine richtig hervorstechenden Refrains haben. Ist das Absicht oder gar ein wichtiges Songwritingprinzip für Euch?

Wie wir schon vorher erwähnt hatten, kam Bill zu uns, als schon das gesamte Material stand, was der Grund dafür sein könnte. Als Bill dann in die Band kam, änderte er die Songs etwas, um die Gesangslinien besser einzupassen, aber damals kannten wir uns noch kaum und alles war sehr experimentell angehaucht. Jede Band muß einige Jahre experimentieren, wenn sie etwas taugen will. ›Paradise‹, ›As Darkness Reigns‹ oder ›Nightmares‹ haben Refrains, die sich recht deutlich vom Song abheben, aber andere haben überhaupt keinen regelrechten Chorus. Auf unserem nächsten Album werden gewiß mehr hervorstechende Refrains zu finden sein, allein deswegen schon, weil wir nicht das Gleiche machen wollen wie zuvor.
Beim Songwriting schreiben wir einfach so, wie es für unsere Ohren gut klingt und folgen keinen vorgegebenen Schemen. Irgendwie soll es so sein wie bei einer endlos langen Symphonie, die trotz ihrer Länge, den Hörer ständig fesselt. Jede Note zählt! Deshalb versuchen wir, unsere Songs so zu schreiben, daß sie in jedem Detail stimmen.

Auf »As Darkness Reigns« sind zweistimmige Gitarrenparts zu hören. Wie verwirklicht Ihr das live?

Mal abgesehen von Harmoniegitarren bei einigen Soloparts haben wir keine zweistimmigen Gitarrenparts, sondern alle anderen Harmonieparts, die zusammen mit anderen Gitarrenlines erklingen, stammen von einer Gitarre allein. Ich habe lediglich im Studio die Rhythmusspur doppelt eingespielt. Live hört man also genau das Gleiche wie auf dem Tape, sieht man mal von den Harmonien bei den Soli ab. Dies ergibt aber keine wirkliche Lücke, die geschlossen werden müßte, zumal wir so viel Energie in unserer Liveshow haben, daß das Fehlen einiger Harmoniestellen nicht auffällt. Ich nehme einfach die Prinzipien mit denen Bands mit zwei Gitarristen arbeiten und verwirkliche sie auf einer Gitarre. Das hat mit meiner klassischen Gitarrenausbildung zu tun. Man kann zwei oder drei Noten gleichzeitig in einem Rhythmuspart verwenden, also warum sollte ich es nicht so tun?

Eure Songs besitzen jeweils recht viele Parts und sind in der Regel recht lang ausgefallen. Dadurch werden sie schwieriger für den Hörer zu verstehen!

Es mag sein, daß man etwas länger braucht, um sich an einen unserer Songs zu gewöhnen, Wir sind jedoch überzeugt, daß sie dadurch die Macht haben, länger zu verweilen, als Songs mit drei Parts und einem Refrain, die jeder sofort liebt, derer man aber nach zwei Wochen überdrüssig ist. Schau Dir doch mal wirkliche Klassiker der Rockmusik an, wie zum Beispiel ›Stairway To Heaven‹ von LED ZEPPELIN oder ›Freebird‹ von LYNYRD SKYNYRD. Beide sind sehr lang, haben eine Menge verschiedener Parts und so weiter. Wenn ein langer Song gut geschrieben ist, wird er die Aufmerksamkeit des Zuhörers genauso bannen wie ein kurzer Song. Das nächste Album wird jedoch beide Aspekte in sich vereinen, so daß da ebenso ganz lange, komplizierte Stücke zu finden sein werden wie Songs, die man auch im Radio einsetzen könnte. Ganz abgesehen davon, wird die nächste Platte besser geschrieben sein, da sich unsere Zusammenarbeit und unser Songwriting enorm verbessert hat.
Wir gehen das Songwriting anders an, und wir fühlen, daß wir eine neue Generation des Heavy Metals repräsentieren. Wir wollen den Standard heben und versuchen in jeder Hinsicht extremer zu sein - genau wie jede andere große Metalband zuvor auch!

Erklärt doch mal das Covermotiv des Demos in Verbindung mit dem Titel des Tapes »As Darkness Reigns«! Wenn ich mir den Text des gleichnamigen Songs dazu durchlese, glaube ich, daß Ihr mit dem Democover und dem Titelsong eine Story vom Ende der Zeiten basteln wollt!

Der Song handelt davon, daß Gott die Welt auslöscht und eine neue entstehen läßt. Ich bin eigentlich nicht besonders religiös, sondern es ging mir eher darum, ein Bild in der Vorstellung der Hörer zu erschaffen. Dazu paßt das Cover, welches die Vier Reiter der Apokalypse darstellt. Leider sieht das Cover nicht so toll aus, wie wir es gerne gehabt hätten, denn wir mußten die Sache sehr kostengünstig gestalten. Wir sind nämlich nicht besonders reich - besonders jetzt wo Clinton die Wahl gewonnen hat, worüber wir echt sehr deprimiert sind. Nicht, daß wir je Geld gehabt hätten, aber trotzdem... Wir bezahlen nebenbei auch keine Steuern, aber erzähl' das ja nicht weiter. Ich glaube wirklich, daß die Dunkelheit für uns regiert...

ORACLE [US, FL]-Bandphoto 2

Eure Texte wirken auf mich ziemlich düster und depressiv. Was quält Euch denn so sehr, daß Euch solche Visionen befallen - abgesehen davon, daß Clinton die Wahl gewonnen hat und daß Ihr keine Kohle habt!

Vielleicht sind die Texte für Dich düster und depressiv. Ich führe in diesem Zusammenhang immer das Beispiel an, daß sich zwei Leute eine grüne Wiese anschauen können und jeder sieht ein anderes Grün. Genauso will ich die Texte offenlassen, so daß jeder eine andere Bedeutung rauslesen kann. Die meisten Songs haben zwischen den Zeilen eigentlich eher positive Aussagen.

Ihr habt schon für Acts der Größenordnung MEGADETH und Doro eröffnet. Wie ist es dazu gekommen? Dann könntet Ihr doch gleichzeitig etwas zu Eurer Live-Show sagen, die Ihr schon mehrfach erwähnt habt.

Unsere Live-Shows sind total verrückt - besonders unser Bassist. Es ist echt gefährlich, sich während eines Gigs in seiner Nähe aufzuhalten. Live geben wir alles, was wir haben, und nach der Show sind wir tot und brauchen Bier, viel Bier... Wenn wir mit einem Wort unsere Show beschreiben müßten, so würde das Wort "Energie", "intensive Energie" lauten. Es waren manchmal Erwachsene bei unseren Shows, die keinen Metal mochten, uns aber sagten, daß es ihnen gefallen hat, einfach zuzuschauen.
Warum wir für solche recht große Bands eröffnen konnten, lag primär daran, daß wir die bekannteste Local-Band waren. Wir hatten diese Möglichkeiten, also nahmen wir sie wahr.

Um gleich mal bei dem Stichwort "Möglichkeiten", welches Brent gerade eben vorgegeben hat, zu bleiben, so kann man sagen, daß oracle sich mit dem Deal bei MASSACRE RECORDS gute Möglichkeiten für die Zukunft aufgetan haben. Hoffen wir also, daß »As Darkness Reigns« als LP/CD bei den Fans so gut ankommt, wie es als Demo bei der UNDERGROUND EMPIRE-Redaktion angekommen war und schauen gespannt auf weitere Taten der Band. Große Worte sind gefallen - ich wäre hocherfreut, wenn die Band sie erfüllen kann und bin eigentlich auch ganz zuversichtlich, daß ihnen dies gelingen wird. »As Darkness Reigns« offenbart so viel Potential, daß es mehr sein muß als eine Silvesterrakete. Die Scheibe ist remixt und mit neuem Cover bei MASSACRE RECORDS erschienen, so daß Ihr sie ohne Schwierigkeiten in Eurem Laden begutachten könnt. Laßt Euch die Gelegenheit nicht entgehen und gebt ORACLE zumindest die bescheidene Chance eines Listeningdurchganges!
Wer der Band schreiben will, schicke zwei IRCs und einen selbstadressierten Umschlag an:

Vorbereitung:
Heiko Simonis + Stefan Glas

Interview & Bearbeitung:
Stefan Glas


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