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”UNDERGROUND EMPIRE 7”-Datasheet

Contents:  ANGRA-Interview

Date:  16.05.1994 (created), 03.11.2021 (revisited), 22.01.2022 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 7

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue sold out! Several earlier issues still available; find details here!

Comment:

Es war wohl die am schönsten gestaltete Story in UNDERGROUND EMPIRE 7: Im oberen Bereich waren zunächst links und rechts zwei Bandphotos zu sehen (genau gesagt: Das erste hier zu sehende Photo links, das dritte rechts). Dazwischen lag eine Spalte mit der Einleitung und dem Logo, die zusammen genauso hoch waren wie jedes der beiden Photos. Darunter begann der Interviewtext, hinter den das »Angels Cry«-Cover auszugsweise hinerlegt war: So füllte der dort zu sehende Engel quasi die erste Seite, das Weizenfeld füllte den unteren Rand komplett von links nach rechts. Der Interviewtitel erstreckte sich schräg über die Seitenbegrenzung hinweg.

In der rechten Spalte der Doppelseite war dann unser Anti-Rassismus-Statement zu sehen.

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

ANGRA-Logo

Wer etwas enttäuscht war, daß die Brasilianer VIPER mit ihrer neuen Scheibe »E·V·O·L·U·T·I·O·N« die Schiene des klassisch beeinflußten Melodic Metals verlassen haben, um sich wieder dem ursprünglichen Power/Speed zuzuwenden, für den ist ANGRA wie geschaffen! Die Band um Ex-VIPER-Sänger Andre Matos verfolgt genau den Weg weiter, den VIPER auf ihrer herrlichen »Theatre Of Fate«-Platte eingeschlagen hatten. Ihre Musik stellt eine Weiterentwicklung, Steigerung und Perfektionierung dessen dar, womit VIPER schon zu begeistern wußten. Mit ihrem »Reaching Horizons«-Demo haben die Südamerikaner zudem ein dermaßen formvollendetes, begnadetes Werk hingelegt, daß UNDERGROUND EMPIRE Nummer 7 ohne ein ANGRA-Interview einfach unvollständig gewesen wäre! Sanger Andre Matos half uns aus der Klemme und nahm sich unserer Fragenliste mit Begeisterung an!

ANGRA-Bandphoto

Erläutere uns bitte Euren Bandnamen. In Eurem Info schreibt Ihr, daß "Angra" in der Mythologie der brasilianischen Eingeborenen Tupynikins der Name der Göttin des Feuers ist und daß es auf Portugiesisch übersetzt "Bucht" bedeutet. Gibt es eine spezielle Bedeutung oder ein Konzept zu Eurem Bandnamen?

Abgesehen von dem, was Du schon gesagt hast, war unser hauptsächlicher Grund, diesen Namen zu wählen, die Tatsache, daß er in jeder Sprache einfach auszusprechen ist, ohne daß er dann auch notwendigerweise etwas bedeuten muß. Das verleiht uns einen mysteriösen Hauch, der die Leute dazu bringt, den Namen auf unterschiedliche Arten zu interpretieren. Abgesehen davon paßt die eigentliche Bedeutung unseres Namens sehr gut zu den imagemäßigen und musikalischen Absichten der Band.

Wieviel anders würden ANGRA klingen, wenn Ihr nicht aus Brasilien stammen würdet? Bitte schildere uns, inwiefern Eure Mentalität und/oder die traditionelle brasilianische Musik Euren Sound beeinflußt!

Abgesehen von klassischer Musik ist die traditionelle brasilianische Musik wahrscheinlich unser größter Einfluß! Wir glauben, daß wir nicht eine weitere brasilianische Band sein sollen, die den amerikanischen oder europäischen Stil kopiert, sondern wir wollen etwas Neues zur internationalen Szene hinzufügen. Unsere volkstümliche Musik ist reichhaltig und mannigfaltig, nicht nur an Melodien, sondern auch an Rhythmen. All diese exotischen Dinge interessieren uns, weil sie auf unserem Planeten aufgrund der massiven Vermehrung von Kommunikationsmitteln immer mehr verlorengehen. Daher stellt es nicht nur einen Einfluß dar, sondern ist auch etwas, dem wir uns zur Erhaltung verpflichtet fühlen.

Wie sind ANGRA zusammengekommen? Ihr habt zuvor alle in anderen Bands gespielt!

Die Gründung ANGRAs geht auf eine Reihe von Zufällen zurück. Wir kannten uns alle und hatten auch schon mehrfach zusammen gejammt, jedoch ohne den Gedanken, eine Band zu gründen. Wir merkten dabei jedoch, daß wir, wenn wir zusammen musizierten, besser unsere wirkliche Identität zeigen konnten, als bei unseren früheren Bands. Diese waren zwar alle sehr gut, aber sie konnten uns nicht den notwendigen Freiraum bieten, um unsere Kreativität bis zum Maximum auszuschöpfen. Daher haben wir unsere ehemaligen Bands verlassen, um unsere Kräfte für ANGRA zu konzentrieren.

Wie war es möglich, nur wenige Monate nach Gründung von ANGRA schon ein Demo einzuspielen, und warum wurde dieses erst ein halbes Jahr nach den Aufnahmen veröffentlicht?

Wir hatten viele kompositorische Ideen, so daß wir schon kurz nach Bandgründung unser Demomaterial eingeübt hatten. Die Verzögerung kam daher, weil wir mit dem Mix nicht zufrieden waren und die Aufnahmen noch mindestens zweimal abmischten. Das Coverartwork, die Bilder, etc. haben ebenfalls Zeit beansprucht, so daß sechs Monate vergingen, bis »Reaching Horizons« fertig war.

Jeweils der erste Song einer Seite des Demos hatte deutlich hörbar einen anderen Mix. Warum?

Es liegt daran, daß wir einige Songs nochmal gemischt hatten. Wir haben verschiedene Arten zu Mixen ausprobiert, so daß es möglicherweise stellenweise etwas unterschiedlich klingt, aber wir glauben, daß das nicht so wichtig für das Gesamtwerk ist!

In Eurem Info unterstreicht Ihr die Fähigkeiten eines jeden Musikers! Gibt es deswegen Probleme, bei ANGRA eine Einheit zu schaffen; gibt es Ego-Probleme? Man sollte besonders dran denken, daß Du, Andre, in Europa und Japan dank VIPER schon recht bekannt bist. Bist Du daher die Hauptperson der Band?

Es gibt absolut keine Schwierigkeiten zwischen uns, denn wir sind vor allem Freunde. Ich denke, daß es eine gute Sache ist, daß ich wegen VIPER in Europa und Japan schon etwas bekannt bin, denn daher sind dort auch ANGRA keine vollkommen unbekannte Band mehr! Deswegen bin ich jedoch nicht der wichtigste Mann in der Band, denn unser Wert entsteht nur durch unser Zusammenwirken.

Wie ist es möglich, daß Ihr in Eurem Alter von gerade mal 20 und 21 Jahren eine solche klassische Schulung habt?

Ich zum Beispiel studiere Musik seit ich zehn Jahre alt war. Wir haben eigentlich mehr zufällig herausgefunden, daß man mit unseren klassischen Ausbildung auch Rock machen kann. Aber Musik ist eine Einheit, und Du kannst all Deine Kenntnisse für alles einsetzen, was Du willst.

Wenn Ihr Songs schreibt, vertraut Ihr dann mehr auf Eure Gefühle oder auf musiktheorethische Gesetze?

Die Gefühle sind wichtiger, aber wir müssen natürlich auf gewisse Gesetze achten, denn sie sind die Basis, auf der so viele Giganten bauten!

Warum habt Ihr das "Allegro Moderato" aus Schuberts unvollendeter Achter Symphonie als Intro für ›Carry On‹ gewählt?

ANGRA-Bandphoto 1

Abgesehen von meiner Leidenschaft für Schubert, hat gerade dieses Stück eine besondere Bedeutung für mich, da es eines der ersten war, das mein Interesse für die Musik erweckt hat. Außerdem ist ›Carry On‹, wie der Titel andeutet, der Versuch, das fortzusetzen, was unvollendet ist.

Es ist offensichtlich, daß Ihr klassische Musik liebt! Ist es möglich, daß Ihr eines Tages mal ein komplett klassisches Stück arrangiert?

Ja, das hoffe ich sehr! Das würde natürlich davon abhängen, ein komplettes Orchester zur Verfügung zu haben und vor allem das nötige Geld, um etwas in dieser Größenordnung produzieren zu können. Wir denken, daß wir für die erste LP zumindest ein Streichorchester haben können, das einige Parts für uns spielt. Wenn alles funktioniert, können wir vielleicht mit der zweiten Platte ein solches Projekt verwirklichen. Eine großartige Idee!

Könntest Du Dir vorstellen, eines Tages keinen Metal mehr zu machen und beispielsweise Opernsänger zu werden?

Wer weiß? Wir kennen die Zukunft nicht... Die Wahrheit ist, daß wir immer bereit sein wollen, klassische Musiker zu werden, obwohl wir Metal machen. Wir sind immer auf der Suche nach Perfektion, und wir werden das tun, was wir lieben, gleich, was es ist!

Ist ANGRAs Musik die moderne klassische Musik des 20. Jahrhunderts?

Das ist eine Frage, die die Biographen in den nächsten 100 Jahren beantworten können! Wir wissen es nicht. Es ist jedoch sicher, daß es der Sinn unseres Zusammentreffens ist, großartige Musik zu schreiben.

Wie kommt man von Pop oder Jazz, was einige von Euch zuvor gespielt haben, zum klassischen Metal?

ANGRA ist nicht nur eine klassisch beeinflußte Band, sondern wir sind jeder Musikart gegenüber aufgeschlossen. Jazz und Pop bringen uns etwas, das für uns essentiell ist: Feeling. Daher können wir nicht wie die heavieste Band des Planeten klingen, aber wir suchen sicherlich stets eine größere Vielschichtigkeit.

Habt Ihr Songs Eurer alten Bands in Eurem Liveset? Ich denke, daß besonders Songs von »Theatre Of Fate« passen würden!

Derzeit proben wir nur einen Song von VIPERs »Theatre Of Fate« und zwar ›Moonlight‹, welches meine Komposition ist. Vielleicht werden wir noch andere Songs spielen, aber das hängt von der Länge unseres Sets und vom Publikum ab.

Eure Musik ist sehr präzise ausgearbeitet, wie man auf »Reaching Horizons« hören kann. Wie könnt Ihr das live verwirklichen?

Wir versuchen, live alles identisch rüberzubringen. Daher komponieren wir keine Dinge, die wir mit natürlichen Methoden nicht spielen können.

Auf »Reaching Horizons« wird das Keyboard häufig eingesetzt! Wie löst Ihr dieses Problem live? Habt Ihr schon mal dran gedacht, einen Keyboarder in die Band zu nehmen, um so Eurer Musik eine weitere Dimension zu verleihen!

Wir haben einen Keyboarder, der bei Liveauftritten als Special Guest mitspielt. Er spielt den Großteil der Parts, aber die Hauptstücke spiele ich auch live. Wir werden jedoch keinen Keyboarder engagieren, denn die Band braucht kein sechstes Mitglied. Bei den Aufnahmen der Keyboards bin ich sehr wohl fähig, ihnen den Sound eines richtigen Orchesters zu verleihen, denn die Studios, besonders die digitalen, haben alle Voraussetzungen dafür.

Das Demo habt Ihr mit Antonio D. Pirani aufgenommen. Außerdem hat er für Euer Info die Begleittexte zu den Songs geschrieben. Wird Antonio auch bei der Platte mit von der Partie sein?

Antonio ist unser erster Manager. Antonio hat die Begleittexte geschrieben, da er sich als ehemaliger klassischer Gitarrist mit Musik sehr gut auskennt.

Was denkst Du über die Umweltpolitik, wie beispielsweise die Zerstörung des Regenwaldes, Deines Landes?

Das ist ein wirklich schwerwiegendes Problem, das uns alle sehr erregt. Wir haben die größten Wälder der Welt, und als Bürger müssen wir uns gegen wirtschaftliche Interessen, die unsere Lebensquellen vernichten, zusammenschließen. Daneben haben wir das gleichgroße, wenn nicht sogar noch größere Problem der wachsenden Armut und des Hungers. Der Großteil der Kinder der Dritten Welt hat noch nicht mal die Möglichkeit aufzuwachsen. Ich denke, das sind zwei gleichwiegende Fragen!

Was war der großartigste und was der schlimmste Moment für Euch als Musiker?

Derer gab es viele, aber wir kämpfen darum, daß wir noch viele haben. Großartige Momente, an denen wir uns erfreuen können und schlimme Momente, an denen wir viel lernen können. Wir denken und hoffen, daß unser Weg niemals enden wird.

ANGRA-Headline

Soviel zur Demophase von ANGRA! Doch mittlerweile ist auch das erste Album greifbare Realität, so daß ich Andre einige Monate später weitere Fragen zu »Angels Cry«, so der Titel des ANGRA-Erstlings, stellte.

Ihr habt »Angels Cry« hier in Deutschland in Kai Hansens Studio mit Charlie Bauerfeind und Sascha Paeth (Gitarrist von HEAVENS GATE - Red.) aufgenommen. Was kannst Du über die Studiozeit erzählen?

Neben »Reaching Horizons« nahmen wir noch weitere Tapes für Plattenfirmen auf, und so erhielten wir einen Deal mit JVC VICTOR in Japan. Also kamen wir nach Deutschland und machten eine Pre-Production für das Album. Als es dann daran ging, die Scheibe einzuspielen, gab es plötzlich Probleme mit unserem Drummer, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr spielen konnte. Als sich keine Besserung abzeichnete, beschlossen wir, daß jemand anderes auf »Angels Cry« spielen sollte. Also spielte Alex Holzwarth von SIEGES EVEN die Platte ein. Er ist einfach ein superber Drummer. Er hatte die Songs nach nur einer Woche drauf, und wir sind mit dem Resultat sehr zufrieden, denn er ist powervoll und technisch zugleich. Mittlerweile haben wir einen neuen Drummer namens Ricardo Confessori, der früher bei KORZUS spielte. Es folgten also die Overdubs und ein Teil meines Gesanges. Die Aufnahmen wurden im "Horus"-Studio in Hannover abgeschlossen. Letztlich hat uns das Schlagzeug-Problem eine Menge Zeit gekostet, so daß es gegen Schluß ziemlich streßig wurde. Zum Glück konnten wir alles so abschließen, wie es uns vorgeschwebt hatte, und wir sind mit dem Resultat sehr zufrieden. »Angels Cry« wurde im November letzten Jahres in Japan veröffentlicht und ist dort sehr erfolgreich. Es ist bis an die Spitze der Charts gestiegen, womit wir nie gerechnet hätten.

›Angels Cry‹ wird nun auch über DREAM CIRCLE bei uns erscheinen. Wird es irgendwelche Veränderungen gegenüber den Japanversion geben?

Ich bin zur Zeit in Deutschland, um einige Lieder neu einzusingen. JVC VICTOR will in Japan eine Maxi mit remixten Songs veröffentlichen. Ich habe gerade ›Evil Warning‹ neu eingesungen und für ›Carry On‹ und ›Angels Cry‹ die Keyboards nochmal eingespielt. Außerdem haben wir einige Backing Vocals verändert und die ganzen Songs remixt und remastered, so daß sie jetzt besser, powervoller klingen. Es ist möglich, daß wir für den Eurorelease die Versionen der Maxi verwenden werden. Wir sind gespannt, wie die CD in Deutschland ankommen wird!

»Angels Cry« enthält vier der Demosongs, die jedoch überarbeitet wurden und besonders im Arrangement deutliche Veränderungen erfahren haben. Sehr auffällig ist, daß sich keyboardmäßig viel getan hat und die Stücke alle über einen bemerkenswerten Keyboardhintergrund verfügen, der ein Repertoire von Streichern bis hin zu Bläsern umfaßt. Long live Sampler and Sequenzer - wenn sie so toll eingesetzt werden!

Ich denke, daß dies unvermeidlich ist, denn eine Band muß sich stets weiterbewegen. Ich möchte damit nicht sagen, daß die Demoversionen nicht gut gewesen wären, aber auf dem Album haben die Songs an Kraft gewonnen. Wir haben einige nutzlose Parts rausgenommen, die die Songs nur aufgeschwemmt haben und stattdessen neue Parts hinzugefügt, um die Songs treffender zu machen! Gegenüber dem Zeitpunkt als wir das Demo aufnahmen hat sich in unseren Arrangementkonzepten natürlich eine Menge verändert.

ANGRA-Bandphoto 2

Die Veränderungen spürt man extrem an Deinem Gesang! Die Vocallines haben sich gegenüber den Demoversionen teilweise sehr stark verändert und außerdem wurden diverse Textstellen umgeschrieben, ja ›Angels Cry‹ hat sogar einen neuen Text erhalten. Wenn man die Demosongs nahezu in- und auswendig kennt, so wie das bei mir der Fall ist, dann wird man bei den neuen Versionen zunächst vielleicht etwas stutzen, aber es ist unüberhörbar, daß die Kompositionen in der Neubearbeitung an Dynamik und Farbe gewonnen haben!

Oh, vielen Dank! Weißt Du, wenn wir auf dem Album noch so wie auf dem Demo klingen würden, dann wäre das nicht gut. Eine Band muß sich immer weiterentwickeln, selbst innerhalb einer kurzen Zeitspanne. Würden wir das Album jetzt nochmal aufnehmen, dann würde es sicher wieder total anders klingen!

Andre, es gibt eine Sache, die ich Dich einfach fragen muß! Bei der Kate Bush-Coverversion ›Wuthering Heights‹ empfindest Du den Gesang dermaßen perfekt nach, daß man Dich nahezu mit der Meisterin selbst verwechseln könnte, wenn da nicht gewisse offensichtliche biologische und anatomische Fakten auf der Hand lägen. Wie machst Du das???

Denkst Du wirklich? Wirklich? Ich bin sehr stolz, das zu hören! Ich würde es nie wagen, mich mit Kate Bush zu vergleichen, denn sie ist eine Göttin! Unsere Coverversion ist eine Hommage an sie!

Die Aufnahmen von »Angels Cry« liegen schon fast ein Jahr zurück. Also der Zeitpunkt, an dem Bands oft wieder ins Studio gehen, um den Nachfolger aufzunehmen. Wie weit sind ANGRA?

Wir werden noch etwas warten, wegen der weit auseinander liegenden Veröffentlichungstermine von »Angels Cry«. In Japan ist die CD schon im November erschienen, während sie Brasilien erst im letzten Monat veröffentlicht wurde und in Europa wird sie nun nächsten Monat kommen. Für Amerika ist es noch nicht klar, ob und wann »Angels Cry« auf den Markt kommen wird. Wir haben schon einige neue Songs, aber andere Dinge sind nun vorrangiger! Wir arbeiten momentan daran, unsere Liveshow zu perfektionieren, um dann auf Tour gehen zu können. Ich denke, besonders in Japan erwartet man nach diesen großartigen Pollergebnissen im BURRN!, wo wir beispielsweise als größte Hoffnung ausgezeichnet wurden, sehr viel von uns. Anschließend werden wir die Zeit haben, uns wieder dem Songwriting zu widmen.

Einziger Nachteil von »Angels Cry« ist das Fehlen von ›Reaching Horizons‹, jenem Song, der mir auf dem Demo mit am besten gefallen hatte. Wird er auf der zweiten Scheibe zu finden sein?

Natürlich! ›Reaching Horizons‹ ist fest für das zweite Album geplant. Ich denke, wir werden, ein riesiges Orchesterarrangement dafür schreiben. ›Queen Of The Night‹, der andere unveröffentlichte Demosong, werden wir vielleicht noch für die Maxisingle in Japan aufnehmen.

Du sprichst wieder die klassischen Elemente an. Sie sind auf »Angels Cry« häufig zu finden, besonders beim letzten Song ›Lasting Child‹. Wird sich dies auf der zweiten Platte verstärken?

Mit Sicherheit! Mein Traum ist es, einmal mit einem klassischen Orchester zu singen. Die Japaner hatten sogar die Idee, ein Album aufzunehmen, auf dem ein Orchester die Songs von ANGRA spielt und ich dazu singe. Auch wenn es sicher interessant geklungen hätte, unsere Heavy Metal-Harmonien von klassischen Instrumenten gespielt zu hören, denken wir, daß es dafür einfach noch zu früh ist.

Da »Angels Cry« schon bald auch bei uns erhältlich sein wird, sollte es sich niemand entgehen lassen, dieses erstklassige Album anzutesten, das bei mir für grenzenlose Begeisterung gesorgt hat. Außerdem besteht derzeit die letzte Chance, sich schnellstens noch ein Exemplar des phantastischen »Reaching Horizons«-Demos zu sichern, das noch verkauft wird, solange Vorrat reicht. Man ordere für 15,- DM bei:

http://www.angra.net/

Vorbereitung:
Gerald Mittinger + Stefan Glas

Interviews & Bearbeitung:
Stefan Glas

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VIPER (BR) – Y-FILES »UE«-Special
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VIPER (BR) – News vom 21.04.2012
VIPER (BR) – News vom 07.04.2017
Playlist: VIPER (BR)-Album »Theatre Of Fate« in "Cavelist Metal Hammer 01/92" auf Platz 2 von Stefan Glas
VIRGO (BR/D) – Virgo (Rundling-Review von 2001)
siehe auch: Andre Matos verstirbt am 8. Juni 2019
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