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  UE-Home → History → Online Empire 67 → Interview-├ťbersicht → Jeff Angell's STATICLAND-Interview last update: 04.05.2021, 22:23:21  

Jeff Angell's STATICLAND-Logo

Auch wenn es auf den ersten Blick hin einen anderen Eindruck erwecken mag, betrachtet der aus Seattle stammende Jeff Angell sein neues Unternehmen STATICLAND keineswegs als Interimsl├Âsung und das in K├╝rze auf die Menschheit losgelassene ebenso betitelte Debut dementsprechend nicht als Pausenf├╝ller. Dennoch wollte der 43-j├Ąhrige eigentlich mit einer anderen Formation durchstarten...

Jeff Angell's STATICLAND-Photo 1

Jeff, das Album kommt quasi aus dem Nichts, und zudem ist der Name der Unternehmens neu. Wolltest Du nicht an sich ein zweites WALKING PAPERS-Album liefern?

Ja. Ein zweites WALKING PAPERS-Album ist mehr oder weniger fertig, und ich bin davon ├╝berzeugt, da├č wir dieses auch in absehbarer Zeit ver├Âffentlichen werden. Als Duff uns jedoch davon in Kenntnis setzte, da├č er sich abermals mit Axl und Slash zusammentun w├╝rde, war von Anfang an klar, da├č wir die Band nicht ohne ihn weiterbetreiben werden. Aufgel├Âst haben sich die PAPERS aber nicht! Zum einen, weil nicht einmal Duff es wagte vorherzusagen, wie lange und zeitintensiv die neuerliche Kooperation ausfallen wird und zum anderen, weil die WALKING PAPERS inzwischen durchaus bekannt sind. Das Debut konnte uns einige T├╝ren ├Âffnen, und wir w├Ąren nicht wirklich schlau, wenn wir uns diese selbst wieder verschlie├čen w├╝rden.

Die nachvollziehbare, relativ kurzfristige anberaumte Unterbrechung sollte also genutzt werden, oder wie d├╝rfen wir das verstehen?

Abwarten und Tee trinken war noch nie mein Ding. Daher kontaktierte ich zun├Ąchst Benjamin Anderson, der auch bei WALKING PAPERS involviert ist. Wir begannen, an ersten Songideen zu schrauben und brachten den Stein ins Rollen. Da das UDR-Label ohnehin eine Kooperation mit den PAPERS im Schilde f├╝hrten, dauerte es nicht lange, ehe wir uns auch mit dem Label einig waren. Leider war unser Schlagzeuger Barrett Martin nicht verf├╝gbar, da er sich zuletzt um diverse Produktionen - wie zum Beispiel den Aufnahmen unserer walisischen Labelmates BUFFALO SUMMER f├╝r deren zweiten Dreher - k├╝mmerte. In Joshua Fant, meinem fr├╝heren Mitstreiter bei POST STARDOM DEPRESSION, konnte ich jedoch bald darauf den geeigneten Drummer finden und wir quartierten uns in einem Proberaum ein. Offenbar war es eine F├╝gung des Schicksals, da├č wir drei uns zu just jenem Zeitpunkt zusammentaten, denn schon nach kurzer Zeit waren die ersten Songs fertig, und da diese vom Label auf Anhieb abgesegnet wurden, stand der Fertigstellung des Albums nichts mehr im Weg.

Jeff Angell's STATICLAND-Headline

Scheinbar brannte Euch einiges auf der Seele, denn das Album ist sehr tiefgr├╝ndig und pers├Ânlich ausgefallen. Gab es einen bestimmten Grund f├╝r diese, fast schon als Seelenstriptease zu bezeichnende Extrovertiertheit?

Das l├Ąuft bei mir schon immer so. Musik begleitet mich mein ganzes Leben lang, und ich bin dankbar daf├╝r, ausschlie├člich jene Art von Musik aufnehmen zu d├╝rfen, nach der mir der Sinn steht. Es w├Ąre furchtbar, eine Marionette in diesem Business sein zu m├╝ssen. Wer sich mit dem Album auseinandersetzt, wird schnell bemerken, da├č ich einiges aus meinem Leben preisgebe und den Texten viel ├╝ber meine pers├Ânliche Entwicklung zu entnehmen ist, als Aggressionstherapie habe ich das Musizieren jedoch nie betrachtet. Meine Songs w├╝rden wohl deutlich derber klingen.

Kannst Du uns zu den Texten mehr berichten? Wieviel Jeff steckt in den Titeln?

Autobiographisches verarbeitete ich schon immer, von daher war auch das Texten f├╝r ┬╗Staticland┬ź an sich nichts Au├čergew├Âhnliches. Allerdings wurde ich nie zuvor derma├čen intensiv von meinen Tr├Ąumen inspiriert. Ich hatte zwar weder Albtr├Ąume, noch erschien mir eine Gl├╝cksfee oder etwas in der Art, an so manchem Morgen bin ich aber dennoch mehr als nur irritiert aufgewacht und hatte keinen blassen Schimmer von dem, was mir da so alles an diffusen Gedanken durch den Kopf spukte. In Hinblick auf die Umsetzung einiger Songideen, die zum damaligen Zeitpunkt lediglich in roher Instrumentalfassung vorgelegen sind, war das allerdings ungemein hilfreich.

Jeff Angell's STATICLAND-Singleshot: Jeff Angell

Das klingt nach einer gewaltigen Portion Reife und auch so, als ob Du in der gl├╝cklichen Lage bist, Dein Leben bisher ausschlie├člich der Musik widmen zu d├╝rfen?

Das kann man so stehen lassen! Ich hatte tats├Ąchlich das Gl├╝ck, mich seit fr├╝hester Kindheit mit Musik besch├Ąftigen zu k├Ânnen. Zun├Ąchst vor dem Radio, bevor ich selbst begann, Musik zu machen. Meine Mom hat mich immer dabei gef├Ârdert, auch wenn ich mit meinem ersten Instrument, einer Trompete nicht lange gl├╝cklich war und recht bald eine Gitarre wollte. Durch das Radio habe ich sowohl die Entwicklung der britischen Rockmusik wie auch die der US-Szene mitbekommen. Dadurch empfinde ich bis heute f├╝r K├╝nstler wie die STONES wahrscheinlich dasselbe, wie Fans der n├Ąchsten Generation beispielsweise f├╝r die GUNners. Auch sie waren ein weltweites Ph├Ąnomen, logisch also, da├č eines Tages eine Reunion kommen mu├čte.
Um eventuell aufkommende Ger├╝chte im Keim zu ersticken, mu├č ich zum Schlu├č dazu noch etwas Wichtiges loswerden: Ich hege keinerlei Groll und versp├╝re auch keinerlei Neid Duff gegen├╝ber. Im Gegenteil, ich freu' mich f├╝r ihn! Eine solche Chance w├╝rde sich kein Musiker dieser Welt entgehen lassen!

http://www.facebook.com/staticland/

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Walter Scheurer

Jeff Angell's STATICLAND im ├ťberblick:
Jeff Angell's STATICLAND – Jeff Angell's Staticland (Rundling)
Jeff Angell's STATICLAND – ONLINE EMPIRE 67-Interview
andere Projekte des beteiligten Musikers Benjamin Anderson:
WALKING PAPERS – News vom 11.08.2012
andere Projekte des beteiligten Musikers Jeff Angell:
WALKING PAPERS – News vom 11.08.2012
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