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  UE-Home → History → Online Empire 67 → Interview-├ťbersicht → MASSIVE (AUS)-Interview last update: 05.11.2020, 18:45:40  

MASSIVE (AUS)-Logo

MASSIVE (AUS)-Headline

Seinen Namen tr├Ągt das australische Quartett MASSIVE v├Âllig zu recht. Zwar hat der Vierer bislang nicht nur mit seiner Musik f├╝r Aufsehen gesorgt, diese ist aber immer noch der Grund daf├╝r, da├č die aus Melbourne stammenden Burschen auch bei uns ins Gerede gekommen sind.
Brad Marr, S├Ąnger und Gitarrist in Personalunion, stellte sich unseren Fragen.

MASSIVE (AUS)-Bandphoto 1

Zwar dauert es noch einige Zeit ehe auch wir in den Genu├č des zweiten Drehers der Band kommen, die ersten Pressereaktionen auf Euer brandhei├čes Teil mit dem bedeutungsschwangeren Titel ┬╗Destination Somewhere┬ź d├╝rftet Ihr aber schon erhalten haben, richtig?

Jawohl, und welche! Es ist ├╝berhaupt unglaublich, was wir bis dato schon alles erleben durften. Daf├╝r sind wir einfach nur dankbar! Als wir 2012 die Band gr├╝ndeten, waren wir nichts weiter als vier Jungs, die versucht haben, Musik im Sinne ihrer Helden zu spielen. Mehr als Spa├č am Rocken hatten wir damals nicht im Sinn. Daran hat sich auch nichts ge├Ąndert, sehr wohl aber unsere Einstellung. Manchen Unfug, den wir in unserer Jugend anstellten, w├╝rden wir uns heutzutage n├Ąmlich nicht mehr erlauben. Zum einen, weil es der weiteren Karriere nicht unbedingt f├Ârderlich w├Ąre und zum anderen, weil wir begriffen haben, da├č es reicht, mit Songs allein auf seine Band aufmerksam zu machen.

Das klingt nicht nur reif, sondern in einem gewissen Ma├če auch erwachsen, das Album dagegen rotzt und rockt in ungest├╝mer, jugendlicher Frische wie Euer Debut ┬╗Full Throttle┬ź. Gab es irgendeine Intention, wie die Scheibe klingen sollte?

Nein, ganz im Gegenteil. Als wir mit den Aufnahmen starteten, stellten wir fest, da├č wir zwar viele Ideen gesammelten hatten, diese jedoch teilweise stilistisch v├Âllig unterschiedlich waren. Von daher war uns von Beginn an bewu├čt, da├č wir durchaus auch ein Ergebnis vorliegen haben k├Ânnten, das in eine v├Âllig andere Richtung tendieren w├╝rde als unser Debut. Da├č es doch nicht so weit gekommen ist, sondern wir mit ┬╗Destination Somewhere┬ź doch den logischen Nachfolger zu ┬╗Full Throttle┬ź auf die Menschheit loslassen werden k├Ânnen, liegt wohl an der einzigen Vorgabe, die wir uns selbst auferlegten: Es gibt keine Limits - au├čer den Himmel vielleicht. Das Material sollte einfach nur rocken und den Zuh├Ârer in seinen Bann ziehen!

"Auftrag erf├╝llt" kann man da nur anerkennend hinzuf├╝gen. Allerdings klingt der Titel auf den ersten Eindruck hin doch ein wenig orientierungslos...

Der Titel soll sinngem├Ą├č folgendes zum Ausdruck bringen: Egal, wohin die Reise geht, wichtig ist nur, da├č wir m├Âglichst viele Begleiter finden k├Ânnen. Offenbar haben wir aber erneut vieles richtig gemacht, denn bis dato hat uns noch niemand mitgeteilt, wir h├Ątten uns eventuell irgendwo verirrt. Im Gegenteil, wir f├╝hlen uns durch die ersten Kommentare in unserer Herangehensweise wie auch in unserer Intention sogar noch best├Ąrkt. Einzig wie die Fans darauf reagieren, wei├č man noch nicht. Platz f├╝r Gedanken ist aber definitiv vorhanden. Und au├čerdem haben wir die Scheibe ja auch nicht "Destination Nowhere" getauft! [lacht]

MASSIVE (AUS)-Bandphoto

Das kann man durchaus so stehen lassen, wobei der Titelsong definitiv den breitesten Interpretationsspielraum bietet. Dieser vermittelt den Eindruck, es ginge vorwiegend, da├č Ihr nun auch in US of A Fu├č fassen wollt. Folgt da jetzt ein Gest├Ąndnis?

Nein, weil ganz so das nun auch wieder nicht ist. Schon klar, wenn in einem Text die Worte "The city that never sleeps" vorkommen, denken viele an New York City und Frank Sinatra. Allerdings k├Ânnte damit auch jeder andere Ort, an dem es f├╝r eine Band m├Âglich ist, live aufzutreten, gemeint sein. Das ist Teil dieses Programms namens Rock'n'Roll!
Ohne B├╝hne geht es einfach nicht. Daher versuchen wir auch schon seit unseren Anf├Ąngen, so oft wie nur irgendwie m├Âglich, unsere Songs vor Publikum zu intonieren. Da├č es dabei mitunter wesentlich heftiger zur Sache geht als im Studio sollte klar sein. Das liegt einfach in der Natur der Dinge und d├╝rfte bei jeder Hard Rock-Band der Fall sein, v├Âllig egal woher diese auch stammt.

Die Geographie mag zwar mitunter durchaus ein Problem darstellen, f├╝r MASSIVE dagegen tut die Herkunft kaum etwas zur Sache. Oder ist es doch ein Nachteil aus "Down Under" zu kommen, um die Rockwelt erobern zu wollen?

Wie so oft, hat es sowohl Vorteile als auch Nachteile, aus Australien zu kommen. Daf├╝r spricht auf jeden Fall die Tatsache, da├č wir bei Euch in Europa von Anfang an Fans auf unsere Seite ziehen konnten, da viele einfach nur begeistert davon waren, da├č wir uns all die Strapazen ├╝berhaupt antun, um zu Euch zu kommen. Mitunter kommt es jedoch auch vor, da├č wir vorschnell in die AC/DC-Schablone gepackt werden und sich dadurch dann beim H├Ârer Entt├Ąuschung breitmacht. Dem Klischee einer typisch australischen Band entsprechen wir n├Ąmlich beim besten Willen - und trotz nachvollziehbarer Vergleiche in einigen Songs - keineswegs.

http://www.massiveoz.com/

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Walter Scheurer

MASSIVE (AUS) im ├ťberblick:
MASSIVE (AUS) – Rebuild Destroy (Rundling)
MASSIVE (AUS) – ONLINE EMPIRE 67-Interview
MASSIVE (AUS) – News vom 18.12.2017
┬ę 1989-2020 Underground Empire


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