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Nahezu zehn Jahre waren vergangen als die aus dem schwedischen Bollnäs stammenden Burschen von TAD MOROSE 2013 endlich wieder mit einem Album an den Start gehen konnten. Das überaus positive Feedback auf »Revenant« motivierte die Band offenbar dermaßen, daß sie keine zwei Jahre brauchten, um die neue Scheibe »St. Demonius« fertigzustellen.
Doch es gab noch einige Gründe mehr, weshalb das Quintett nun endlich wieder mit bemerkenswertem Eifer bei der Sache ist, wie uns Christer "Krunt" Andersson zu berichten wußte. Das einzig verbliebene Gründungsmitglied, das zudem immer wieder bei den "Nachbarn" von MORGANA LEFAY für Konzerte als Roadie aushilft, erörterte zunächst aber die Frage nach der vorangegangenen zehnjährigen Veröffentlichungspause.

Einer der wichtigsten Gründe, warum es jetzt endlich wieder läuft, ist mit Sicherheit das nun endlich wieder stabile Line-up. Es war verdammt schwer für uns, miterleben zu müssen, daß Urban Breed (aktuell Frontmann der Durchstarter SERIOUS BLACK - der Verf.) ab 2005 immer weniger Interesse an der Band zeigte und sich stattdessen diversen anderen Projekten widmete. Zwar war abzusehen, daß er uns eines Tages verlassen würde, als er uns jedoch tatsächlich damit konfrontierte, waren wir dennoch völlig von der Rolle. Danach hatten wir uns zwar recht bald mit dem ehemaligen LIEGE LORD- und ANNIHILATOR-Frontmann Joe Comeau auf eine Zusammenarbeit geeinigt, doch das klappte aus logistischen Gründen überhaupt nicht. Zum einen, weil er in den Staaten beheimatet ist, und zum anderen, weil Joe ein überaus vielbeschäftigter Mann ist, unter anderem als Drum-Techniker für Carl Palmer falls ASIA auf Tour sind. Erst als wir uns mit Ronny Hemlin auf eine Zusammenarbeit einigten, ging es wieder gehörig zur Sache.

TAD MOROSE-Bandphoto

Warum habt Ihr Euch denn nicht schon früher mit dem mehr oder weniger aus der Nachbarschaft stammenden ehemaligen STEEL ATTACK-Sänger zusammengetan?

Wir hatten zunächst ein wenig Bedenken und zwar vor allem deshalb, da Ronny auch bei INMORIA als Sänger mit dabei ist und die beiden Formationen zu ähnlich würden. An sich ist INMORIA die Band unseres früheren Keyboarders Danne Eriksson, doch neben Ronny sind von der aktuellen TAD MORSE-Besetzung inzwischen auch noch Bassist Tommi Karppanen, Drummer Peter Moren und ich mit dabei, wodurch es nicht ganz einfach ist, ohne Parallelitäten zu arbeiten. Da INMORIA seit einiger Zeit aber auf sehr kleiner Flamme "köcheln", haben wir uns intern darauf geeinigt, daß Ronny durchaus auch bei TAD MOROSE das Mikro innehaben kann.

Die Resonanz auf »Revenant« dürfte zufriedenstellend ausgefallen sein, oder?

Wenn man so lange im Geschäft ist wie wir, ist man längst allen Träumen entwachsen und frei von jeglichen Illusionen, von der Band allein leben zu können. Wir waren also schon allein deshalb zufrieden, weil wir unseren Fans endlich wieder ein Album auftischen können. Daß wir damit aber auch die Presse wieder in einem solchen Ausmaß auf uns aufmerksam machen konnten, hat uns wirklich begeistert und noch ein wenig mehr motiviert. Nicht zuletzt deshalb haben wir auch unmittelbar nach der Veröffentlichung mit dem Schreiben der neuen Songs losgelegt.

TAD MOROSE-Headline

Worin siehst Du denn die markantesten Unterschiede der beiden Scheiben?

Im Laufe des Songwriting-Prozesses hat sich herausgestellt, daß unsere Songs auch dann noch gut zur Wirkung kommen, wenn diese in Bezug auf den technischen Aspekt reduziert angelegt sind. Daher hatten wir uns vorgenommen, speziell darauf zu achten und stattdessen erhöhtes Augenmerk auf Hooks und Melodien zu legen. Dabei war es aber nicht so, daß wir die Songs von »St. Demonius« hätten "entschlacken" müssen, wir haben lediglich im Vorfeld darauf geachtet, weniger "Ballast" in diverse Passagen zu integrieren.

Das Album wirkt als Ganzes aber auch dunkler und düsterer, wobei man das nicht nur dem Cover und dem Titel zuschreiben kann.

Das kann man so stehen lassen, denn daß so manche Nummer nahezu ungewöhnlich dunkel für uns ausgefallen ist, ist korrekt. Allerdings denke ich, daß speziell dieser Aspekt eher darauf zurückzuführen ist, daß der Titel und erst recht das Artwork diesen Eindruck vermitteln und sich das auch auf das Hörempfinden auswirkt. Ich bin wirklich schon sehr neugierig, wie das Album aufgenommen wird. Die ersten Reaktionen jedenfalls sind abermals überaus positiv und lassen mich sehr zuversichtlich in die Zukunft blicken. Andererseits würde ich auch nicht aus den Latschen kippen, wenn dem nicht so wäre. Diese Band ist längst ein Teil von mir geworden und durch etwaige weniger positive Stimmen lasse ich mich nicht aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil, es kann sogar durchaus sein, daß ich dadurch noch motivierter an die Sache herangehe und noch mehr Gas gebe!

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Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Walter Scheurer

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TAD MOROSE – Online Empire 58-Interview (aus dem Jahr 2014)
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