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  UE-Home → History → Online Empire 62 → Interview-Übersicht → HEYWIRE-Interview last update: 29.11.2021, 20:53:00  

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Mit ihrem selbstbetitelten Debut kredenzten HEYWIRE vor einiger Zeit ein durchaus beachtenswertes Teil, dem man die Erfahrung der involvierten Musiker auf Anhieb anmerkte. Weshalb man von der Truppe, zu der in der Tat ausnahmslos Routiniers zählen, bis dato dennoch nur in ihrer Heimat Notiz genommen hat, erklärt uns die in kompletter Besetzung im Proberaum versammelte Band, die zwar die meiste Zeit munter drauflosplaudert und ganz offenkundig Spaß an diesem Interview hat, zumeist aber doch ihrem Frontmann Anders "Andy" Mandrup die Rolle als "Sprecher" überläßt.

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Wer klassischen Rock auf dermaßen authentische Weise darbietet wie Ihr, muß nicht nur knietief in der Szene verwurzelt sein, sondern auch über einige Erfahrung verfügen.

So ist es auch. Im Prinzip existiert unsere Band nämlich schon an die zwanzig, in der aktuellen Besetzung seit zehn Jahren. Dadurch läßt sich allerdings auch unser Alter nicht wirklich abstreiten. [lacht]

Alter wird generell überbewertet, viel wichtiger ist die Einstellung. Es ist zwar eigenartig, wie Ihr es geschafft habt, Euch bislang dermaßen "verdeckt" zu halten, aber immer scheint das nicht so gewesen zu sein. Man sagt, daß einige von Euch schon in den 80ern vom Rockvirus infiziert waren und bei SKAGARACK amtlich gerockt haben. Also los, raus damit: Weshalb die Geheimniskrämerei, und warum hat sich diese Band denn damals derart sang- und klanglos verabschiedet?

Moment mal. Dieses Gerücht haben wir schon mehrfach gehört, es scheint da allerdings einige falsche Informationen zu geben. Tatsache ist nämlich, daß keiner von uns jemals bei dieser Band gespielt hat! Allerdings - und vielleicht kommt daher dieser erfundene Geschichte - kennen wir die SKAGARACK-Musiker gut, da sie aus derselben Ecke Dänemarks stammen wie wir und deren früherer Keyboarder sogar mit unserem Drummer Taz Plummer verwandt ist. Mehr haben wir mit SKAGARACK allerdings nicht am Hut. Da muß ich Dich wohl ein wenig enttäuschen.

Danke jedenfalls für den "Aufklärungsunterricht", und jetzt wieder zurück zum eigentlichen Thema. Exisiterten HEYWIRE denn bislang nur als "Proberaum-Gesellschaft" oder gibt es doch einen anderen Grund, weshalb man von Euch auf internationaler Ebene bisher noch gar nichts mitbekommen konnte?

Das Problem dürfte in erster Linie in der Geographie zu suchen sein. Hier bei uns in Dänemark haben wir uns nämlich im Laufe der Zeit sehr wohl Fans erspielen können, in erster Linie durch unsere Liveshows. Wir hatten unter anderem bereits die Ehre, Shows von Ronnie James Dio zu eröffnen, und für DEEP PURPLE wurden wir sogar schon mehrfach als Opener für deren Dänemark-Gigs gebucht. Da wir es bislang mit Konzerten aber noch nicht über die Grenzen hinaus geschafft haben, sind wir im Ausland immer noch völlig unbekannt. Erschwerend kommt wohl auch noch dazu, daß wir bisher lediglich in Eigenregie aufgelegte Demos veröffentlicht haben und so kaum jemand auf die Band gestoßen ist. Wir sind jedoch davon überzeugt, daß sich mit unserem Label - allein durch deren Promotion-Möglichkeiten - nun viel tun wird und sind sehr zuversichtlich.

HEYWIRE-Bandphoto 1

Ein möglichst zeitnaher Nachschlag wäre wohl optimal. Gibt es denn bereits weiteres Material?

Klar doch! Wir befinden uns nicht zuletzt deshalb ja in unserem Proberaum. Da bei uns immer noch echtes "Band-Feeling" herrscht und wir uns in regelmäßigen Abständen hier treffen, kann man durchaus sagen, daß wir permanent an neuen Songideen basteln. Auf diese Weise arbeiten wir schon seit Jahren. Nicht zuletzt deshalb sind auf dem Album auch einige Songs enthalten, die mittlerweile mehr als fünf Jahre auf dem Buckel haben.

Ein Glück, daß Eure Musik "zeitlos" und bodenständig ist. Das scheint auch auf die Texte zuzutreffen, oder?

Auf jeden Fall. An Inspiration gibt allein der Alltag jedes einzelnen Menschen genug her, und wer darüber hinaus auch noch das Geschehen auf der Erde im allgemeinen betrachtet, der braucht seine Fantasie nicht zu bemühen, um einen Text zu verfassen.

Nachvollziehbar. Bleibt aber immer noch ein Thema: Was bitte wollt Ihr mit dieser Figur - oder was auch immer das sein soll - auf dem Cover ausdrücken?

Mann, das ist ein Teddy-Bär! Wir waren lange auf der Suche nach einem Band-Maskottchen und sind schlußendlich in diesem "Rock-Teddy" fündig geworden. Er wird uns von nun an ständig begleiten. Wir denken, daß wir damit etwas sehr Originelles und Eigenständiges finden konnten.

Definitiv, und vor allem als Motiv auf T-Shirts macht sich das Viech bestimmt verdammt gut.

http://www.facebook.com/heywirerockdk

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Walter Scheurer

HEYWIRE im Überblick:
HEYWIRE – Heywire (Rundling-Review von 2014)
HEYWIRE – Woven In Metal Core (Do It Yourself-Review von 2013)
HEYWIRE – ONLINE EMPIRE 62-Interview
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