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Wer auf Pagan Metal schwört, jedoch nur wenig Bock auf jene Form der Unterhaltung hat, die bei den diesbezüglichen Festivals vorwiegend geboten wird, ist bei ELVENKING an der richtigen Adresse und das schon seit langen Jahren. Sänger und Band-Sprachrohr Damna (der sich zuvor "Damnagoras" nannte und mit bürgerlichen Namen Davide Moras heißt) zeigt sich von meiner positiven Resonanz auf den aktuellen, gleichsam die Essenz des bisherigen Schaffens beinhaltenden Drehers »The Pagan Manifesto« klarerweise überaus erfreut und erweist sich darüber hinaus auch als auskunftsfreudiger Geselle.

ELVENKING-Bandphoto 1

Ihr scheint über ein perfekt ausgeklügeltes Zeit-Management zu verfügen, schließlich erscheinen Eure Alben seit Jahren in fast schon beängstigender Regelmäßigkeit. Folgt Ihr diesbezüglich einem "Plan"?

Nicht wirklich. Ich sehe die Sache eher als Ergebnis unserer langjährigen und harten Arbeit. Allerdings ist uns klar, daß es einfach notwendig ist, unseren Fans nach einer gewissen Zeit immer wieder neues Material anbieten zu können. Der Abstand von knapp 24 Monaten hat sich dafür zwar eher zufällig ergeben, auf jeden Fall aber bewährt. Auch weil so immer ausreichend Zeit für Konzerte bleibt.

Für Euer aktuelles Album »The Pagan Manifesto« scheint Ihr obendrein noch die Essenz Eures bisherigen Schaffens in einen Topf geworfen zu haben, weshalb man den Titel wohl als Programm betrachten darf, oder?

Absolut! Damit triffst Du den Nagel sogar exakt auf den Kopf! Es hat eben alles gestimmt im Vorfeld, und von daher war es geradezu logisch, daß unser neuestes Werk zu dem ultimativen ELVENKING-Album werden konnte, das wir schon lange auf den Markt bringen wollten. Das Line-up ist stabil, die Motivation war größer denn je, und obendrein sprudelten die Ideen nur so aus uns heraus. Dadurch fühlte es sich immer wieder an, als ob wir einen Neustart auf dem jetzigen Level tätigen würden, und zudem konnten wir unsere Erfahrung mit den Ursprüngen kombinieren. Dadurch haben wir in der Tat unser eigenes Manifest vor uns liegen und sind selbstverständlich mehr als nur stolz darauf.

Die eigentliche Intention und Motivation sollte sich aber gar nicht so stark verändert haben?

Nein, denn unser Ziel ist es immer schon gewesen, die bestmöglichen Songs abliefern zu können. Allerdings ist uns das in unserer bisherigen Laufbahn durch diverse Umstände von außen nicht immer ganz so einfach von der Hand gegangen wie aktuell. Dadurch hat jedes ELVENKING-Album auch ein ganz eigene, unterschiedliche Stimmung und Atmosphäre. Dieses Mal waren wir aber allesamt bestens drauf und durch die Tournee zu »Era« topmotiviert.

Wie geht Ihr eigentlich generell an das Songwriting heran?

Uns geht es eigentlich "nur" darum, jene Art von Musik zu kreieren, die uns gefällt und die auch unsere Fans glücklich macht. Auch dabei, denke ich, sollten wir mit unserem neuen Album ordentliche Arbeit geleistet haben. An sich stehen bei uns zunächst die Songs, und erst danach geht es ans Texten, mitunter kommt es auch durchaus auch vor, daß wir ein Konzept im Kopf haben, das es zu vertonen gilt. Allerdings haben wir dafür mittlerweile eine Art "Vorrat" an halbfertigen Songs, auf die wir je bei Bedarf zurückgreifen können.

ELVENKING-Headline

Ganz besonders gelungen ist Euch das Monumental-Epos ›King Of The Elves‹, für das Ihr obendrein eine prominente Gastsängerin rekrutieren konntet. Wie seid Ihr mit Amanda Somerville in Kontakt gekommen?

Mit Glück, da sie eben "frei" war und durch Beziehungen, denn wir sind inzwischen bei derselben Booking-Agentur unter Vertrag. Selbstverständlich erfüllt es uns mit Stolz, Amanda auf dem Album zu haben, noch vielmehr aber sind wir mit dem Song an sich, der unser bis dato längster und wohl auch anspruchsvollster geworden ist, zufrieden.

Apropos Zusammenarbeit: Zuletzt habt Ihr Martin Walkyier auf der Bühne unterstützt, um bei "seiner" SKYCLAD-Inkarnation mitzuwirken.
Inwiefern hatte denn diese Kooperation Einfluß auf das neue Album?

Selbst wenn es nicht beabsichtigt gewesen ist, können wir es einfach nicht vermeiden, daß man uns anhört, daß wir mit SKYCLAD quasi aufgewachsen sind. Dadurch ist es wohl auch logisch, daß eine Zusammenarbeit mit einer der für unsere Entwicklung wichtigsten Bands überhaupt sowie mit einem unserer persönlichen Lieblingssänger mächtig aufbaut und obendrein dessen Einfluß in gewisser Weise immer abfärbt. Von daher wird uns das wohl auch niemand verübeln, zumal diese Kooperation auf der Bühne perfekt funktioniert hat.

Das war in Eurer bisherigen Geschichte leider nicht immer so, zuletzt hattet Ihr Euch sogar mit dermaßen inakzeptablen organisatorischen Problemen herumzuschlagen, daß Ihr Eure Tour in Großbritannien absagen mußtet.

Das war eine echt miese Geschichte, an der uns allerdings keinerlei Schuld trifft. Es lag einzig und alleine an den Promotoren vor Ort, die sich nicht an die vereinbarten Deals gehalten haben. Für unsere Fans auf den britischen Inseln werden wir uns daher beim nächsten Mal ganz besonders ins Zeug legen. Ein dermaßen unprofessionelles Verhalten haben sie nämlich auch nicht verdient!

Ich bin mir sicher, daß Ihr von GAMMA RAY und RHAPSODY OF FIRE, mit denen Ihr in Bälde unterwegs sein werdet, deutlich professioneller behandelt werdet.

Bestimmt. Wobei diese Tour nur einen Teil unserer kommenden Bühnenaktivitäten darstellt. Bei uns in Italien werden wir danach erneut einige Headliner-Shows absolvieren, und zudem sind wir auch noch bei diversen Festivals zu sehen, unter anderem in Israel. Und vielleicht schaffen wir es darüber hinaus endlich auch einmal, für unsere Fans in Mexiko und Brasilien aufgeigen zu können.

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Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Walter Scheurer

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