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OSTURA-Logo

Libanon. Nicht unbedingt das Land, dem bis dato unglaublich viele Metalbands entsprungen sind. Spontan könnte man da an die schon lĂ€ngst aufgelösten NIGHTCHAINS oder an die mittlerweile auch international bekannten KIMAERA denken. Doch der Begriff Exotenbonus ist in unserer globalisierten Welt und in Zeiten von Web 2.0-Plattformen offiziell abgeschafft geworden. Um eine solche Zugabe fĂŒr eine ungewöhnliche Abstammung zumindest noch beantragen zu können, mĂŒĂŸte eine Band schon aus Curaçao, Myanmar, Togo oder Qatar stammen.

Doch etwaige Dreingaben brauchen OSTURA ohnehin nicht. Die Band aus der NÀhe der libanesischen Hauptstadt Beirut macht auf ihrem ersten Album »Ashes Of The Reborn« nÀmlich eine fabelhafte Figur.

OSTURA-Bandphoto

Gestartet im Jahr 2009 von Gitarrist Elie Hnein, Keyboarder Danny Bou-Maroun und Drummer Chris Naimeh, sollten OSTURA schnell weitaus grĂ¶ĂŸere Dimensionen annehmen. SĂ€ngerin Youmna Jreissati sowie die beiden SĂ€nger Tony Ghanem und Elia Monsef schlossen sich OSTURA an, wĂ€hrend Elie sich wieder bei der Band zurĂŒckzog und auf »Ashes Of The Reborn« nur noch als Komponist fungierte, so daß er auf obenstehendem Bandphoto nicht zu sehen ist.

DafĂŒr kamen auf besagtem Konzeptalbum eine ganze Latte an Gastmusikern hinzu, bei denen es sich meist um weitere SĂ€nger oder Mitglieder eines Chores handelt. Diese machen allesamt einen gute Job, erstaunlich ist allerdings wie Kiske-mĂ€ĂŸig einer dieser SĂ€nger beim zweiten Song â€șSword Of Erusâ€č klingt; sicherlich hĂ€tte diesbezĂŒglich nicht nur meinereiner so manche Wette abgeschlossen, daß hier der Ex-KĂŒrbiskopf einen Gastauftritt absolviert.

Der Bandname ist das arabische Wort fĂŒr "Legende", und selbigen haben sich OSTURA wirklich verdient, denn »Ashes Of The Reborn« offenbart eine Menge musikalisches Potential, so daß man der Band zutrauen kann, auch international auf sich aufmerksam zu machen. Auf alle FĂ€lle ist die Scheibe weitaus stĂ€rker als der ĂŒberwĂ€ltigende Teil der Releases, die ganz offiziell von Plattenlabels veröffentlicht werden. Auch sound- und produktionstechnisch kann man keine Makel entdecken. Der schön gestaltete Digipack ist ein weiterer Grund, bei »Ashes Of The Reborn« zuzuschlagen. Stilistisch passen OSTURA zu Bands zwischen AVANTASIA, SYMPHONY X und NIGHTWISH.

Zwischenzeitlich haben sich bei OSTURA weitere VerĂ€nderungen ergeben, so daß sich die Band seit August letzten Jahres so prĂ€sentiert: Von links nach rechts sehen wir Danny Bou-Maroun (k), Elia I. Monsef (v), Alain Ibrahim (g), Youmna Jreissati (v), Alexander A. Chaker (d), Tony Ghanem (v) und Marcelino Said (b).

OSTURA-Bandphoto

Mit diesem Team starten OSTURA also in die Zukunft. Und selbige sollte gĂŒlden fĂŒr die Combo aus dem Libanon sein!

http://www.facebook.com/osturaband


Stefan Glas

Photos: Maher Sassine [Photo 1], Youssef Nassar [Photo 2]

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