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SPECTRAL (D)-Logo

In der Eifel liegt ein sagenhafter Schatz vergraben, der nur darauf wartet, von Metallern gehoben zu werden: SPECTRAL! Denn: Bedenkt man, auf welch konstant hohem Niveau die Truppe ihren Mix aus Viking, Black, Thrash und Power Metal in den letzten Jahren zelebriert, ist es unverständlich, daß sie nicht deutlich bekannter ist.
Da das im März erscheinende fünfte Album »Gateway To Death« das bisherige Meisterstück der Band darstellt, wollen wir mit der Hilfe von Gitarrist German "Teutonlord" Wollwert und Sänger Marco "Vidar" Ewertz nochmal ausdrücklich auf SPECTRAL hinweisen!

SPECTRAL (D)-Headline

Zunächst mal eine kurze Bestandaufnahme: Ihr habt nach »Evil Iron Kingdom« erstmals in der Bandgeschichte einen festen Keyboarder in die Band aufgenommen. Bis dato hast immer Du, German, die Tasten gedrückt - sofern ich das richtig verstanden habe. Warum habt Ihr nun Gabbelz zu Euch genommen? Denn generell hat sich der Sound von SPECTRAL gegenüber der letzten Platte nicht so extrem geändert. Ich würde allenfalls sagen, daß Ihr Euren Stil verfeinert habt.

German: Das ist soweit richtig. Bei Bandgründung 1995 gab es ja damals nur mich und Destructor und dementsprechend vielmehr Instrumente, als wir spielen (oder auch beherrschen) konnten. Daher könnte man sagen, mußten wir aus dieser Not eine Tugend machen und alles spielen. Es war natürlich schon recht stressig, wenn ich je nach Song fünfmal zwischen den Instrumenten wechseln mußte.
Bei den späteren komplexeren Songs, wie beispielsweise auf dem 2004 erschienenen »Dawn Of Gods«-Album, wo ich immer noch selber die Tasten bediente, konnte das Keyboard vor allem live nur noch sehr, sehr selten zum Einsatz kommen, weil ich mich ja hauptsächlich auf die Gitarre konzentrieren mußte.
Da im Sound von SPECTRAL ein dezentes Keyboard zur Unterlegung der Songs gewünscht war, lag es natürlich auf der Hand, einen neuen Keyboarder zu suchen.

Marco: Da kam uns Gabbelz gerade gelegen, da er sich eh fast jede Probe im Bandraum befand und sich betrunken hat und inzwischen schon praktisch dort wohnt. Nachdem wir herausfanden, daß er sich nicht nur königlich betrinken, sondern auch Keyboard spielen kann, wurde er sofort verpflichtet.

SPECTRAL (D)-Bandphoto 1

Auf »Gateway To Death« habt Ihr meines Erachtens gerade ein großes Augenmerk auf die Gitarrenmelodien gelegt, die oft genug sehr hymnenhaft und erhaben sind. Trotzdem geht die Härte nie verloren, sondern die Platte ist sehr schön im Gleichgewicht zwischen den Polen Heavyness und Melodie ist. Verrat' uns doch mal das Songwriting-Geheimrezept von SPECTRAL!

German: Ja, das ist richtig. Generell gibt es aber kein Geheimrezept. Wir achten darauf, daß die Songs bei aller Härte und Verspieltheit immer noch eingängig und nicht zu kompliziert klingen. Für uns muß Heavy Metal immer headbangtauglich sein. Meistens ist es so, daß unsere Gitarristen mit einer kompletten Songidee in den Proberaum kommen und diese Ideen dann ausgearbeitet werden.

Apropos stilistische Entwicklung: SPECTRAL haben da einen Weg von den relativ rohen und rumpligen, eher Black Metal-lastigen Frühtagen zu mehr Melodie, Musikalität und ausgefeilten Songs beschritten. Würdest Du mir zustimmen, daß Ihr mit »Stormriders« "Euren" Sound gefunden habt, den Ihr jetzt - wie oben schon erwähnt - verfeinert? Oder: In welche Richtung siehst Du die zukünftige Entwicklung von SPECTRAL gehen?

German: Da hast Du recht. Ich finde auch, daß »Stormriders« für uns absolut das wichtigste Album war beziehungsweise ist. Man kann wirklich sagen, daß wir mit diesem Album unsere grobe musikalische Richtung gefunden haben, was man beispielsweise in den Songs ›Stormriders‹, ›Black Viking Power‹ sowie auch den Party-Metal-Song ›Bang Your Head‹ sehen beziehungsweise hören kann.

Wie seid Ihr eigentlich zu dieser recht eigenständigen klingenden Mixtur mit Elementen aus Black, Viking, Thrash, Power und Pagan Metal gekommen?

German: Das liegt eigentlich daran, daß wir alle einen sehr breiten Musikgeschmack in Sachen Heavy Metal haben und dieser natürlich auch in unsere Musik einfließt. Wir finden es generell gut, daß man uns nicht in eine bestimmte Sparte stecken kann, da wir so auch mehr Spielraum beim Songwriting besitzen als manch andere Band. Sowieso ist dieses "in Sparten denken" eh nur Schwachsinn unserer Meinung nach. Wir spielen, hören, leben und atmen einfach nur den guten, alten Heavy Metal.

Noch einen Blick zurück in die Vergangenheit: SPECTRAL war ja anfangs ein Hobbyprojekt von Dir, German, und Eurem Drummer Destructor. Wann sollte sich herauskristallisieren, daß aus SPECTRAL mehr werden sollte als ein Projekt von zwei Pennälern, die sich mittels etwas Krach ein wenig abreagieren wollen, sondern daß daraus wirklich eine ernsthafte Band werden sollte? Gab es da einen magischen Moment?

German: Magischer Moment? [lacht] Also, seit ich 13 war und ich meine erste E-Gitarre hatte, war eigentlich schon klar, daß ich mal eine Band gründen oder beziehungsweise in einer Band spielen möchte. Da ich generell an anderen Instrumenten, wie Schlagzeug und E-Baß interessiert war und ich somit auch in den nächsten Jahren ein fast komplettes Bandequipment zusammengesammelt hatte, war dann der erste magische Moment, als mein Kumpel Meik Meiers - ja, er heißt wirklich so! - dann in meinen Proberaum kam und mit mir dann zum ersten Mal im Leben musizierte. Das war Magie! Seither sind wir unzertrennlich. Das daraus mal mehr werden sollte, würde ich mit der ersten Tonstudio-Produktion zu unserer '99er Demo-CD »Teutonic Symphony« verbinden.

Und wie kam der Umschwung von Corpsepaint zur Wikingertracht zustande? 2001 habt Ihr auf »Barbaric Assault« schon von "Black Viking Power" gesprochen, habt aber immer noch wie kleine IMMORTAL-Jünger ausgesehen - mit Ausnahme von Destructor, der anscheinend schon immer schminkresistent war. 2004 auf »Dawn Of Gods« war dann die Maskerade verschwunden. Was war der Auslöser dafür?

German: [lacht] Ja, das stimmt. Meiers, äh..., Destructor sah mit Corpsepaint immer aus wie ein Eifler Bergpanda. [lacht] Da sich trotz der Grundidee von 1995, eine Black Metalband zu gründen, bereits in den ersten drei Jahren herausstellte, daß Black Metal für uns zu eintönig war, beschlossen wir mit Ausnahme unserem damaligen Sänger Zerberus, kein Corpsepaint mehr zu tragen.

Was macht Ihr eigentlich falsch? Ihr habt jetzt die dritte herausragende Platte in Folge vollbracht, mit der Ihr nicht nur den Großteil der stilistisch ähnlich ausgerichteten Konkurrenz in Deutschland, sondern auch international gesehen, meilenweit hinter Euch laßt. Trotzdem würde ich fast noch davon sprechen, daß Ihr immer noch eine Underground-Band seid. Wie kommt dieses Mißverhältnis zwischen Eurer musikalischen Leistung und dem daraus resultierenden Status der Band zustande?

Marco: Wir müssen gestehen, daß wir alle in der Vergangenheit etwas faul waren in Sachen Promotion, Konzertbewerbungen etc. Teilweise haben wir sogar bei unseren Auftritten verpeilt, unser Merchandise mitzunehmen. [lacht] Unser neues Album »Gateway To Death« wollen wir natürlich so oft wie möglich live präsentieren und haben schon bei ein paar Festivals angefragt, wobei hier noch nichts wirklich spruchreif ist. Neuigkeiten hierzu geben wir auf unserer Homepage bekannt.

German: Was Marco sagt, ist sicherlich alles richtig. Dazukommt aber auch, daß wir hier in der Vulkaneifel weitab von allem sitzen. Es gibt zwar ein paar Bands, mit denen wir uns gut verstehen und wo man sich mal aushilft. Das war es aber auch schon. Es gibt hier keine "Infrastruktur" von Magazinen, Labels, Mailordern, Clubs, Kneipen etc., wo man mal hingehen und sich mit Gleichgesinnten, die auch im Musikbusiness arbeiten, austauschen kann. Bei solchen "Treffen" ergibt sich oft das ein oder andere. Uns fehlt schlicht und einfach auch jegliches Vitamin B oder auch nur die Möglichkeit, mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Seid Ihr dennoch zufrieden mit der Entwicklung der Band, und wo liegen die Ziele für SPECTRAL in Zukunft?

German: Zufrieden sind wir vor allem mit der musikalischen Entwicklung von SPECTRAL. Was das Songwriting sowie auch das generelle Soundgewand betrifft, was wir nach inzwischen sechs Veröffentlichungen vorzuweisen haben, sind wir mehr als zufrieden. Auf dem Livesektor bin ich selbst noch etwas unzufrieden, weil wir vielmehr Gigs spielen könnten, wenn wir uns denn nur mal irgendwo bewerben würden. [lacht] 90 Prozent von unseren Auftritten kommen dadurch zustande, daß die Veranstalter direkt bei uns anfragen, nicht aber weil wir uns beworben hätten.
Unsere Ziele werden sicherlich darin liegen, weiterhin regelmäßig gute Songs zu schreiben und auch mal wichtige Touren zu spielen.

Ein Problem ist sicherlich, daß die Band live nicht genügend präsent ist - was Ihr gerade auch schon angeschnitten habt. Ich möchte mal die These in den Raum stellen, daß Ihr - entsprechende Livequalitäten vorausgesetzt - bei einer "Paganfest"-Tour locker mithalten könntet und sogar etliche Bands an die Wand spielen würdet. Allerdings taucht Ihr eben bei keiner "Paganfest"-Tour auf, sondern hangelt Euch von Einzelgig zu Einzelgig. Liegt das daran, daß Euch aus privaten Gründen mehr nicht möglich ist, oder haben die zuständigen Leute einfach noch keine Notiz von SPECTRAL genommen?

Marco: Eine "Paganfest"-Tour mitzuspielen wäre schon ziemlich geil! Allerdings müßte man hier auch alle Mitglieder unter einen Hut bekommen, da wir alle berufstätig oder Studenten sind. Aber das dürfte sich in Anbetracht einer ersten Tour für uns mit Sicherheit irgendwie regeln lassen!
Zudem ist es gut möglich, daß die zuständigen Leute, die solche Touren organisieren, noch nichts von uns gehört haben, was sich ja aber vielleicht mit »Gateway To Death« ändern könnte. Wir werden sehen. Wir hätten jedenfalls nichts dagegen, zumal wir so unsere Musik einem größeren Publikum präsentieren könnten. Allerdings machen uns die Einzelgigs höllisch Laune, da diese meistens in kleineren Clubs stattfinden und von richtigen Metal Maniacs organisiert werden. Bei so was merkt man richtig das Herzblut dahinter, was bei größeren Touren meist nicht der Fall ist.

Interessanterweise tummeln sich bei SPECTRAL Musiker, die sonst nirgendwo in Erscheinung treten. Es gibt keine Zweitbands, Nebenprojekte oder sonstiges. Ebenso scheint SPECTRAL für alle Musiker die erste "Band-Liebe" zu sein, da sie zuvor bei keinen anderen bekannteren Bands aufgetaucht sind.
Ergo: Ist Euch diese Konzentration der Kräfte auf SPECTRAL wichtig? Und bedeutet das, daß es in der Eifel außer SPECTRAL keine anderen ernstzunehmenden Bands gibt?

German: Das ist so nicht ganz richtig! Zumindest ich selbst und unser Keyboarder Gabbelz haben seit 2008 eine weitere Band namens RANDIR, welche im gleichen Proberaum wie SPECTRAL ihr Lager hat. Die Musik von RANDIR kann man durchaus von SPECTRAL beeinflußt nennen. Es kam dazu, weil bei SPECTRAL zu dieser Zeit wenig Möglichkeit für Proben bestand, da zwei von uns Studenten sind, die zu diesem Zeitpunkt aus lerntechnischen Gründen nicht proben konnten. Man könnte also sagen, RANDIR ist aus reiner "Langeweile" gegründet worden. [lacht] Mit dieser Band gehen wir übrigens im Mai diesen Jahres zwei Wochen ins "Gernhart Studio" in Siegburg, um auch hier zu zeigen, wo der (Thors) Hammer hängt.
Es gibt dann hier in der Eifel noch weitere Metalbands, die seit längerer Zeit aktiv sind, wie beispielsweise TORMENT OF SOULS und EDGE OF THORNS.

SPECTRAL (D)-Bandphoto 2

Erstaunlicherweise macht Ihr nicht das übliche Gewese um Eure Pseudonyme. Bei manchen Black Metallern ist fast Weltuntergang angesagt, wenn man den bürgerlichen und Künstlernamen in einem Atemzug aussprecht. Bei Euch findet man beide sogar ganz friedlich vereint auf der Homepage. Warum habt Ihr Euch für Pseudonyme entschieden, warum aber seht Ihr sie nicht so verkniffen wie manch' andere Band?

Marco: Die Pseudonyme gibt es glaub ich schon seit der Bandgründung. Generell gehören diese zu dem Gesamten dazu, damit alles eine stimmige Einheit bildet. Okay, Exkrementor ist schon ein ziemlich beschissenes Pseudonym. [lacht]

German: Und unser Keyboarder hat eigentlich gar kein Pseudonym: Er heißt mit Nachnamen Göbels, und er wollte auf einer unserer Bandraumpartys im Suff jemandem erklären, wie er mit Nachnamen heißt, und dieser verstand aber nicht "Göbels" sondern "Gabbelz". Seitdem heißt Gabbelz weltweit einfach nur Gabbelz. Okay, wir haben mal kurzeitig überlegt ihm das Pseudonym Gabbelzebub zu geben, aber das fanden wir dann doch selber zu albern. [lacht]

Klär' uns doch mal über das "Kinderschreck-Intro" von ›Forces Of Evil‹ auf: Was passiert da am Anfang dieses Songs, und wovon handelt die Nummer?

German: Dieses Intro basiert ganz allein auf der Idee von Destructor. Die Handlung des in der Tat recht abstrakten Intros geht darum, daß ein kleines Mädchen was fröhlich im Wald spazierengeht, wo es dann aber von einer Art Alptraumkreatur überfallen wird, man hört Schreie, irgendwo dann eine Klinge, und was dann folgt ist, sagen wir mal, eine überraschende Wende des Schicksals... [kichert] Es ist schon sehr schwierig, das so zu erklären, am besten hört ihr Euch das selbst mal an! Die Stimme des kleinen Mädchens im Intro stammt sogar von Destructor. Sie wurde im Studio natürlich noch hochgepitcht und verändert. Wenn dieses Intro nicht genommen worden wäre, hätte er wohl möglich die Band verlassen. [lacht] In unserem kleinen Studioreportvideo kann man Destructor beim Aufnehmen des Intro sehen.

Du könntest Dich noch ein wenig mehr über die Texte von »Gateway To Death« auslassen. In Sachen ›Tank Attack‹ scheinst Du wohl von Deinem Bruder Kai, ehemaliger Herausgeber des UNITED FORCES-Fanzines und heute freier Mitarbeiter beim HEAVY-Magazin, und seinem Faible für Panzer aus dem 2. Weltkrieg angefixt worden zu sein, oder? Dann mußt Du mir allerdings erklären, wie Panzer und Wikinger zusammenpassen! :-)

German: Der Song ›Tank Attack‹ ist überhaupt der einzigste Song, wo ich selbst am Text mitgearbeitet habe. Alle anderen Texte sind von unserem Sänger Ewald, ääähm..., beziehungsweise Vidar. Und es stimmt auch, daß ich und mein Bruder Kai seit Kindesalter vernarrt in Panzer sowie die generelle Waffentechnik des 2. Weltkriegs sind. Natürlich passen Wikinger und Panzer mit Verbrennungsmotoren nicht zusammen, aber SPECTRAL machen alles möglich! Wobei ich persönlich ja sehr gerne mal ein Cover für eine SPECTRAL-Veröffentlichung aufnehmen würde, wo eine ganze Armee von Germanen beziehungsweise Wikingern inklusive Deutschen Tigerpanzern auf den Betrachter zustürmen. Mal abwarten...

Außerdem: Warum eigentlich Odin und nicht Thor? Warum Wikinger und nicht Teutonen - gerade weil bei Dir, German, Dein richtiger Name als auch Dein Pseudonym ja schon in diese Richtung deuten! Ihr hattet früher ja auch immer Eure Bandphotos im Wald gemacht, und der Wald ist bekanntlich auch etwas, das für die Deutschen sehr wichtig ist. Anders formuliert: Warum habt Ihr Euch nicht der germanischen Mythologie angenommen, sondern setzt wie die meisten Bands, die ins Viking-Genre fallen, auf die nordische Mythologie?

German: Diese Frage kann ich so gar nicht wirklich beantworten. Zum einen hast Du völlig recht damit, daß wir uns auf die nordische Mythologie konzentrieren, da wir früher einfach nicht drauf gekommen sind, uns den Germanen beziehungsweise Kelten zu widmen. Odin war einfach schneller. Aber man kann schon sagen, daß wir zwar dieses Thema weiterhin als einen Kernpunkt beibehalten werden, wir uns allerdings keineswegs als hundertprozentige Viking-Band sehen, siehe den Song ›Tank Attack‹. Die ganze Wikinger-Thematik sollte man bei SPECTRAL auch nicht überbewerten. Wir waren niemals eine reine Viking-Band und werden dies auch nie sein. Es ist eine, aber eben nur eine, Facette unseres Sounds, die wir mögen, und die wird auch erhalten bleiben.

Hängt das eventuell auch damit zusammen, daß Vorwürfe, man sei eine Nazi-Band, dann oft nicht weit sind? Immerhin hattet Ihr im »Barbaric Assault«-Booklet ein deutliches Statement gegen jede Form von politischen Extremismus abgedruckt. Hatte Ihr mal Problem in dieser Hinsicht?

German: Ja, es stimmt schon, daß man als deutsche Band leider aufpassen muß, wenn man mit Elementen aus Viking, Pagan oder Heathen Metal arbeitet. Die Deutschen haben eben ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Land, daran wird sich zu unseren Lebzeiten wohl auch nichts mehr ändern. Aber Probleme hatten wir nie gehabt, was vielleicht auch durch unser damaliges Statement zurückzuführen ist, daß wir uns auf keinen Fall in irgendeine politische Richtung entwickeln, weil wir politisch einfach nichts zu sagen haben!

Wie passen eigentlich Deine musikalischen Faves, die laut Deiner MySpace-Seite von NOCTURNUS und BATHORY über CHROMING ROSE und SCANNER bis zu GUNS N' ROSES reichen, zusammen? Inwiefern reflektieren sich diese Vorlieben auch in der Musik von SPECTRAL?

German: Ja gell? Das ist mal eine schräge Mischung. Aber ich kann wirklich sagen, daß vor allem GUNS N' ROSES und NOCTURNUS mein Leben extrem beeinflußt haben. Bei SPECTRAL allerdings spiegelt sich von diesen beiden Bands überhaupt nichts wieder. Lediglich von der Viking-Phase von BATHORY kann man Spuren bei SPECTRAL entdecken. Zu meinen Faves gehören inzwischen auch noch Slash, BAL SAGOTH und STEEL PANTHER. Paßt auch alles auch nicht zusammen, aber ich find's geil!

Gibt es irgendwas, das ich vergessen habe, zu fragen, das Ihr aber unbedingt loswerden wollt? Dann haltet Euch nicht zurück!

German: Es lebe das San Dimas-Footballteam! Nein, im Ernst. Vielen Dank für das sehr nette Interview, und wir hoffen einige Eurer Leser auf unseren Konzerten auf ein Bier anzutreffen! And we hope you all enter the Gateway to Death!

http://www.spectral-metal.de.vu/

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Stefan Glas

SPECTRAL (D) im Überblick:
SPECTRAL (D) – Gateway To Death (Rundling-Review von 2012)
SPECTRAL (D) – ONLINE EMPIRE 2-"Living Underground"-Artikel
SPECTRAL (D) – ONLINE EMPIRE 52-Interview
SPECTRAL (D) – News vom 12.12.2006
SPECTRAL (D) – News vom 17.09.2012
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Playlist: SPECTRAL (D)-Album »Gateway To Death« in "Jahrescharts 2012" auf Platz 5 von Stefan Glas
Playlist: SPECTRAL (D)-Album »Stormriders« in "Jahrescharts 2007" auf Platz 9 von Stefan Glas
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