UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Underground Empire 7 → Interview-├ťbersicht → SUPERIOR (D, Kaiserslautern)-Interview last update: 05.11.2020, 18:45:40  

”UNDERGROUND EMPIRE 7”-Datasheet

Contents:  SUPERIOR (D, Kaiserslautern)-Interview

Date:  14.11.1993 (created), 02.06.2012 (revisited), 24.01.2015 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 7

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue sold out! Several earlier issues still available; find details here!

Comment:

Wie passend - im Hause SUPERIOR ist mittlerweile eine neue Version der alten Besetzung auferstanden, um ┬╗Moral Alliance┬ź zu huldigen, w├Ąhrend wir nun zum Anfang der dazwischenliegenden Periode kommen. Da diese Inkarnation der Band Ende 2007 ihr Ende fand und die Homepage schon l├Ąngst offline ist, haben wir uns als Link am Ende der Story f├╝r die zugeh├Ârige MySpace-Seite entschieden, auch wenn dort schon seit 2008 nichts mehr passiert ist. Letzten Endes sollte von ┬╗Timeshift┬ź ohnehin nur ÔÇ║Tomorrow's EveÔÇ╣ auf der '96er ┬╗Behind┬ź-Platte landen, aber immerhin stellt besagte MySpace-Seite die einzige Onlinem├Âglichkeit dar, Songs aus dieser Periode der Bandgeschichte anzutesten.

Konsequenterweise stiegen wir in das Interview ein, indem wir die Zeit seit dem vorhergehenden Interview abdeckten - wobei hier zur Kl├Ąrung die erste Aussage von Michael M├╝ller etwas erl├Ąutert werden mu├č: Bassist Martin Reichhart kam n├Ąmlich zu SUPERIOR, als Mike Bellum noch der Drummer der Band war, weshalb es auch ein Promophoto aus dieser Zeit gibt, auf dem beide zu sehen sind - und auf dem Mike, damals US-Soldat und somit kurzhaarig, mittels eines galanten Eddingstrichs die metalkompatible Matte dranretouchiert wurde. :-) Der Wechsel durch die angesprochenen Probleme von Mike zu Charly, den wir beispielsweise als Drummer bei AYERS ROCK begleiten konnten, erfolgte dann aber erst einige Monate nach dem Einstieg von Martin. Auf dem sp├Ąter erw├Ąhnten ┬╗Bright As Night┬ź-Demo sollten SUPERIOR etwas kommerzieller und glattgeb├╝gelter - nebst "arschgeilem" Konzertplakat... - zur Sache gehen.

Vom Layout her war die vierseitige SUPERIOR-Story achsensymmetrisch aufgebaut (Geometrie rules - Algebra sucks!): Auf der ersten Seite war links oben das Logo und unten das "Mister Po"-Photo zu sehen, auf der anschlie├čenden Doppelseite war das Photo vom Democover, das heuer den Abschlu├č der Story darstellt, in dezentem Raster hinlegt, und auf der letzten Seite war das Logo nun auf der rechten, oberen Seite zu sehen, w├Ąhrend unten das Photo mit den lachenden Musikern die Story abschlo├č.

Das Logo war mit eben jenem Verlaufsraster versehen, den wir auch heute ersp├Ąhen, allerdings war er im Erstdruck das Ausgabe rot, w├Ąhrend wir uns in der Zweitauflage f├╝r einen gr├╝nen Farbton entschieden.

Leider sind mir die Originale der beiden abgedruckten Bandphotos abhandengekommen, so da├č ich die Bilder heuer aus dem Heft abscannen mu├čte. Zwar waren die Photos seinerzeit allesamt gescannt und ins DTP-Programm eingebaut worden, doch es handelte sich um eine f├╝r die damalige Zeit derart unvorstellbare Menge an Daten, da├č ich sie irgendwann vom PC runterl├Âschen mu├čte, und die Backups sind leider schon l├Ąngst nicht mehr lesbar. Doch immerhin konnte meinereiner im ┬╗Timeshift┬ź-Demoinfo noch ein Bandphoto entdecken, das wir als Bonus dazugelegt haben.

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

SUPERIOR (D, Kaiserslautern)-Logo

Es ist mittlerweile locker ├╝ber vier Jahre her, da├č UNDERGROUND EMPIRE 1 erschien. Titelstory dieser Ausgabe war die Kaiserslauterer Band SUPERIOR. Seit jener Zeit wurde es nach und nach immer stiller um diese Band, und des├Âfteren stellte man mir in Gespr├Ąchen oder Briefen Fragen nach dem Verbleib von SUPERIOR. W├Ąhrend das Schicksal der Band lange Zeit in der Schwebe war, hat man in Michael Tangermann (v), Michael M├╝ller (g, k), Bernd Basmer (g), Martin Reichhart (b), Jan-Marco Becker (k) und Thomas Mayer (d) endlich wieder ein schlagkr├Ąftiges Team beisammen. So existiert seit etwa einem halben Jahr ein neues Demo mit dem Titel ┬╗Timeshift┬ź, so da├č es genug Themen gab, die es systematisch abzugrasen galt. Darum also Grund genug, SUPERIOR im Proberaum zu besuchen und auszuquetschen.

SUPERIOR (D, Kaiserslautern)-Photo 1

Das Interview in unserer ersten Ausgabe, deckt die Zeit vor Eurem ┬╗Moral Alliance┬ź-Demo komplett ab, so da├č wir damit beginnen sollten, da├č Euer alter Bassist Bernhard Leist kurz vor den Aufnahmen zu ┬╗Moral Alliance┬ź durch Peter "Sweety" S├╝├č ersetzt wurde. Doch auch Sweety verlie├č einige Zeit sp├Ąter wieder die Band!

Michael M├╝ller: F├╝r ihn kam dann Martin in die Band. Doch schon zuvor hatte es auch mit unserem Drummer Mike Bellum Differenzen gegeben, und er wurde gegen Charly M├╝ller ausgetauscht, was zugleich ├änderungen in der Musik mit sich brachte. Auch mit Charly hat es nicht funktioniert, und wir entschlossen uns, endlich wieder "unsere" Musik zu machen. Also begannen wir, die richtigen Leute zu suchen. So fanden wir Thomas als neuen Drummer, und vor zwei Jahren kam Jani als Keyboarder dazu. Danach stieg J├╝rgen Walzer aus, weil er mittlerweile ganz andere Musik machen wollte. Als neuen Gitarristen w├Ąhlten wir Bernd aus, weil er am besten zu uns pa├čte. Diese ganzen Besetzungswechsel haben uns nat├╝rlich immer zur├╝ckgeworfen, so da├č man eigentlich sagen kann, da├č wir vor etwa eineinhalb Jahren praktisch wieder neu begonnen haben. Wir gingen schon relativ bald ins Studio und nahmen ┬╗Timeshift┬ź auf.

Erz├Ąhlt' bitte etwas zu den Aufnahmen von ┬╗Timeshift┬ź!

Martin: Eigentlich wollten wir ├╝berhaupt nicht in ein Studio gehen, sondern uns eine 8-Spur-Maschine in den Proberaum stellen und so ein Tape aufnehmen, weil wir einfach kein Geld hatten. Es war ├╝berhaupt nicht geplant, ein Tape zu machen, das auch verkauft werden kann.

Thomas: Wir wollten eigentlich nur ein Tape f├╝r Veranstalter, um Gigs auszumachen.

Michael Tangermann: ┬╗Moral Alliance┬ź spiegelte nicht mehr unsere Musik wider, so da├č wir einfach neue Aufnahmen brauchten, um unseren neuen Sound den Veranstalter vorstellen zu k├Ânnen.

Michael M├╝ller: Wir haben von Willi M├╝ller ein sehr gutes Angebot gekriegt, um in seinem Studio in Reichenbach aufnehmen zu k├Ânnen. Wir konnten dort unter guten Bedingungen aufnehmen, und es hat Spa├č gemacht, dort zu arbeiten, so da├č man das Studio wirklich weiterempfehlen kann. Er hat uns viel Zeit gegeben, und wir konnten viel an dem Demo feilen und in Details gehen, so da├č das Resultat sehr gut wurde. Also haben wir uns entschlossen, ┬╗Timeshift┬ź auch zu verkaufen.

Warum habt Ihr dann ┬╗Timeshift┬ź nicht als CD ver├Âffentlicht, wie das viele Bands mittlerweile handhaben?

Michael M├╝ller: Weil es daf├╝r nicht gut genug ist. F├╝r eine CD setzen wir uns die Ma├čst├Ąbe noch h├Âher. Es sind kleine Unebenheiten auf ┬╗Timeshift┬ź, die wir niemals auf CD bringen w├╝rden!

Martin: Au├čerdem mu├č man einfach sagen, da├č wir einfach kein Geld daf├╝r hatten!

Jani: F├╝r eine CD h├Ątten wir uns nat├╝rlich noch mehr Zeit genommen. Das Demo ist aus der Zwangslage entstanden, da├č wir Aufnahmen brauchten und ist von einem Tape f├╝r Veranstalter zu einem "richtigen" Demo gewachsen.

Michael M├╝ller: Es war der erste Schritt mit der neuen Besetzung. Wir hatten ohnehin nicht vor, so viele Lieder zu ver├Âffentlichen, sondern wollten alle sieben St├╝cke aufnehmen und die besten ausw├Ąhlen.

Jani: Da uns die Resultate von allen sieben St├╝cken gefielen, kamen alle auf ┬╗Timeshift┬ź, so da├č bei dem Demo das Preis-Leistungsverh├Ąltnis fair ist.

Die Musik hat sich gegen├╝ber fr├╝her deutlich ver├Ąndert! Beschreibt diese Ver├Ąnderungen doch bitte mal!

Jani: Die Musik ist vielseitiger und durchdachter geworden - vor allem vom Arrangement her.

Michael M├╝ller: Wir wollten uns nicht wiederholen, so da├č wir etwas Neues machen wollten.

Jani: Etwas v├Âllig Neues kann man ohnehin nicht machen, denn harmonisch ist in der Musik schon alles passiert. Wir versuchen einfach, in unserem Rahmen so weit wie m├Âglich zu gehen.

Michael M├╝ller: Man h├Ârt immer noch die "alten" SUPERIOR heraus, aber es hat sich mit uns ver├Ąndert und weiterentwickelt.

Kann man absehen, wohin das f├╝hren wird?

Michael M├╝ller: Nein! Wir machen wie fr├╝her einfach wieder das, wozu wir Bock haben. Wir haben viele Sachen in der Schublade, an denen wir arbeiten. Zum Beispiel haben wir Ideen f├╝r eine total orchestrale Nummer, richtig Filmmusik-m├Ą├čig. Andererseits sind auch Ideen f├╝r straighte Abgehnummern da, die aber nicht zu einfach ausfallen werden.

Wenn man sich ┬╗Timeshift┬ź anh├Ârt, stellt man eine Tendenz zu langsameren Nummern fest!

Michael M├╝ller: Langsamer, aber brutaler! Wir haben einfach keinen Bock mehr auf Speed, weil da keine Power drin steckt. Mit Sicherheit kommt irgendwann, wenn wir die entsprechende geile Idee haben, auch mal wieder etwas schnelleres in einem Song. Wir beschr├Ąnken uns in keinster Weise!

R├╝hren diese Ver├Ąnderungen in Eurer Musik von ├änderungen Eures pers├Ânlichen Geschmackes her?

Michael M├╝ller: Wir h├Âren uns auch heute noch Musik an, die wir auch schon vor Jahren geh├Ârt hatten, aber es kommen immer neue Sachen hinzu, und man ver├Ąndert sich!

Bernd: Au├čerdem kam dieser Wandel dadurch zustande, da├č Thomas, Jani und ich zur Band kamen und damit ganz neue Einfl├╝sse mitbrachten.

Martin: Es hat sich auch die Art, Songs zu schreiben, ver├Ąndert. Heute kommt niemand mehr mit seinen fertigen Riffs oder Songs in die Probe. ÔÇ║Tomorrow's EveÔÇ╣ beispielsweise entstand komplett hier im Proberaum. Niemand hatte eine Idee von zu Hause mitgebracht. Es gab Trouble mit jemand au├čerhalb der Band, und im Anschlu├č daran, aus dieser Frustration heraus, entstand dieses Lied, was man ihm auch deutlich anh├Ârt.

Auf ┬╗Timeshift┬ź arbeitet Ihr ganz bewu├čt mit dem ├ťberraschungsmoment! So findet man in Euren Songs einige unerwartete und nicht vorhersehbare Breaks und ├ťberg├Ąnge!

Jani: Genau, aber wir wollen nicht mit aller Gewalt die abgedrehtesten Breaks machen. Es mu├č Spa├č machen und gut durcharrangiert sind. Moderner Jazz beispielsweise ist musikalisch total hochstehend, aber eben manchmal schon zu viel. Oft sind total geniale Sachen ganz einfach gestaltet.

Michael M├╝ller: Man soll bei den Liedern auch beim f├╝nfzigsten H├Âren noch etwas Neues entdecken, so da├č die St├╝cke nicht langweilig werden.

Martin: Im Hinterkopf steckt bei diesen Breaks auch der "Kopierschutz"; da├č man an solchen Breaks SUPERIOR erkennen kann. Das ist jedoch nur ein hintergr├╝ndiger Gedanke. Im Vordergrund steht, da├č wir Spa├č dran haben, solche Sachen auszut├╝fteln. Bei ÔÇ║DaterapeÔÇ╣ beispielsweise haben wir uns eine Menge Arbeit gemacht und haben lange gebraucht, aber wir haben zugleich einen riesigen Schritt nach vorne getan. Wir wollen an uns selbst immer hohe Anspr├╝che stellen, damit der Spa├č bleibt.

Thomas: Die Musik mu├č auf jeden Fall anh├Ârbar bleiben. Auch ein Nichtmusiker mu├č damit klar kommen und die Lieder erkennen k├Ânnen.

Obwohl die Produktion von ┬╗Timeshift┬ź sehr gut ist, mu├č man doch feststellen, da├č sie ziemlich weich ausgefallen ist!

Michael M├╝ller: Studio- und zeitbedingt. Auf CD wird es sicher brutaler klingen, so wie es auch live kommt.

SUPERIOR (D, Kaiserslautern)-Photo 2

Ich zitiere Euch nun aus Eurem Info, "Texte: boshaft, sarkastisch, frech, ironisch, bissig". Ich bitte um Belege!

Michael M├╝ller: Prinzipiell kann man zu den Texten sagen, da├č wir Geschichtchen mit gro├čen Hintergr├╝nden machen. ├ťber irgendwelche Themen, die uns besch├Ąftigen - klein oder gro├č. Aber keine direkten politischen Aussagen, sondern eben in kleine Geschichtchen verpackt. Wir wollen unsere Intentionen schon zum Ausdruck bringen, aber nie so vordergr├╝ndig oder mit dem erhobenen Zeigefinger.
ÔÇ║Vice Of KillingÔÇ╣ beispielsweise ist eine Geschichte von einem Mann, dem man alles genommen hat, seine Familie, seinen Besitz, einfach alles. Das einzige, was er daf├╝r erh├Ąlt, sind Waffen. Am Ende des Textes dreht der Mann durch, l├Ąuft Amok und holt sich mit Gewalt alles wieder. Das spielt nat├╝rlich auf den Nord-S├╝d-Konflikt an. All' das, was wir uns zuschulden kommen gelassen haben, werden sich diese Leute irgendwann wieder holen. Das hat ja schon begonnen, wenn man die Zuwanderungsstr├Âme sieht, die aus diesen L├Ąndern kommen. Die Menschen hier wollen das nicht, obwohl es moralisch gerechtfertigt ist, weil die Menschen in der Dritten Welt in den letzten 150, 200 Jahren, seit der Kolonisation, nur gefickt wurden, und daher kommen sie nun und holen es sich.
ÔÇ║TimeshiftÔÇ╣ ist eine Geschichte von einem Kind, das von seinem Vater mi├čhandelt wird. Die Geschichte wird in zwei Schichten erz├Ąhlt. Zun├Ąchst, beim ersten Teil des Songs "a) The Year In Review", h├Ąlt der Vater am Jahresende einen R├╝ckblick auf das Jahr, und man merkt noch nicht, um was es genau geht. Man merkt nur, da├č ihn etwas besch├Ąftigt, da├č er etwas ├╝berspringt. Der zweite Teil, "b) Rain Or Shine" schildert dann die Mi├čhandlung aus der Sicht des Kindes. Letztendlich greift das Kind zum ├äu├čersten und bringt seinen Vater um, was ihm aber auch nichts bringt, weil es nun allein dasteht. Das ist auch die Symbolik des Covers: Der K├Ânig ist gefallen, der Bauer steht. Der Bauer allein ist auf seinem Schachbrett jedoch verloren und kann nichts mehr machen. Dahinter soll sich jedoch keine Aufforderung verbergen, alle V├Ąter umzubringen, sondern es ist nur eine Geschichte, die zum Nachdenken anregen soll.
ÔÇ║Cry OutÔÇ╣ ist nichts besonderes. Es ist ein Antikriegssong, und er ist nicht so sch├Ân verpackt. Daher hasse ich den Text irgendwie. Es ist so was, wie der obligatorische Umweltsong. Der ├Ąlteste Song auf dem Demo.
ÔÇ║BetrayerÔÇ╣ hat einen ganz aktuellen Bezug, obwohl der Text nicht darauf abzielte, als wir ihn schrieben: die Scientology-Sekte. Es handelt von Leuten, die Sekten verfallen, ihnen all' ihr Geld schenken oder wie bei Scientology, wo Leute aus Sekten einfach nicht mehr rauskommen. Aber im Prinzip sind die Leute selbst dran schuld. Wenn sie das wollen und brauchen, dann sollen sie es sich eben nehmen. Auch dieser Text schildert eine Problematik von zwei Seiten. Es ist die Geschichte von jemand, der in den F├Ąngen einer Sekte ist und nicht mehr rauskommt. Aber im Prinzip ist die Geschichte sehr geh├Ąssig und zeigt mit dem Finger auf ihn, um zu sagen, da├č es ihm recht geschieht.
ÔÇ║DaterapeÔÇ╣ ist noch viel geh├Ąssiger. Es bezieht sich auf Frauen, die Prominente abschleppen, sich nageln lassen und die Prominenten hinterher wegen Vergewaltigung anzeigen. Das l├Ąuft in Amerika schon seit mehreren Jahren und hat inzwischen die Bezeichnung "dateraping" erhalten. Unsere Geschichte handelt von einer Frau, die sich einen TV-Star angelt, der am n├Ąchsten Tag aufgrund ihrer Anzeige verhaftet wird und in den Knast kommt. Zehn Jahre sp├Ąter kommt er wieder raus und trifft die gleiche Frau in der gleichen Kneipe wieder. Die Frau kennt ihn aber nicht mehr. Er nimmt sie mit nach Hause und bringt sie um. Der Text beschreibt das jedoch nicht plump, sondern ganz geh├Ąssig.

Martin: Es zeigt eben, wie toll man sich heutzutage untereinander vertrauen kann. Genau das ist n├Ąmlich ein gewisser Grundtenor von allen Liedern.

Michael M├╝ller: ÔÇ║Tomorrow's EveÔÇ╣ ist eigentlich ein Frustsong, ├╝ber die Dummheit der Menschen. Da├č sie sich alles verkaufen lassen, da├č sie Chancen zur Ver├Ąnderung nicht nutzen. Es ist keine Geschichte, sondern einfach ein Ausdruck des Frustes.

Martin: Es ├Ąrgert einem eben, wenn man sieht, wo ├╝berall Verdr├Ąngung stattfindet, wo etwas vertuscht wird. Und die Menschen st├╝rzen sich in irgendwelche Vergn├╝gungen, um nicht mitzukriegen, was rund um sie passiert.

Michael M├╝ller: So bin ich neulich zu einer Textidee gekommen, als ich im Fernsehen eine Umfrage sah, zu dem Thema "Zoo", im Hinblick darauf, ob Zoos Tierqu├Ąlerei sind oder eher helfen, da├č bedrohte Tierarten ├╝berleben k├Ânnen, ob sie also abgeschafft oder erhalten werden sollen. Eine Frau sagte ganz aufgebracht, da├č sie sich die Zoos nicht nehmen lassen wolle, weil es ihre letzte Freude sei und raste schier aus. Also habe ich mir vorgestellt, wie es w├Ąre, wenn man sie in einen K├Ąfig stecken w├╝rde und jeder w├╝rde sie bei allem begaffen. Dazu habe ich dann einen Text geschrieben, in dem ich diese Geschichte witzig verpackt habe. Der Text wird f├╝r einen unserer neuen Lieder verwendet werden!

ÔÇ║Always Love YouÔÇ╣ schlie├člich ist ein Song ├╝ber Ha├č und Gewalt...

Jani: Der Text stammt von einem ehemaligen Bandkollegen von mir, John Guenther, der S├Ąnger bei PHALANX war. Es ist eine sehr pers├Ânliche Geschichte von ihm und seiner Ex-Freundin ├╝ber ein Wochenende in Paris, und ist nat├╝rlich ein typischer Liebessong.

Also werfe ich Euch vor, da├č Ihr Zyniker seid...

Martin: Ha, nein, falsch!!! Dagegen wehren wir uns total! Wir verabscheuen Zyniker, denn sie stellen alle Werte in Frage, w├Ąhrend wir eindeutig unsere pers├Ânlichen Werte haben.

Jani: Es ist in unserer Gesellschaft schwer, nicht irgendwann zynische Anwandlungen zu kriegen.

Michael M├╝ller: Es sind sicher zynische Z├╝ge in manchen Texten, aber prinzipiell pa├čt da ein Wort wie "sarkastisch" oder "boshaft" besser.

Habt Ihr also Angst, in Euren Texten Stellung zu beziehen?

Michael M├╝ller: Nein, aber es ist so grauenhaft, wenn man sieht, wie alle Bands von gro├č bis klein ihre obligatorischen "Anti-Gewalt"-Lieder, "Ausl├Ąnder rein"-Lieder, "Natur erhalt'"-Lieder haben - was eben gerade in ist. Das ist total unglaubw├╝rdig und billig! Das kann jeder sagen, ohne ├╝berhaupt zu wissen, wovon man redet.

Martin: Wir nehmen nicht einfach nur einen Sachverhalt und erz├Ąhlen, da├č uns das nicht gef├Ąllt, sondern gehen etwas mehr an die Psyche.

Michael M├╝ller: Wir beziehen in den Texten ganz eindeutig Stellung, allerdings nicht offensichtlich, sondern man mu├č sich mit den Texten auseinandersetzen und sie analysieren. Wobei es uns jedoch auch recht ist, wenn jemand nur die Musik h├Âren und darauf abfahren will. Wer mehr davon will, kann es kriegen.

Wie sieht's mit den Texten der neuen Songs aus, die nicht auf ┬╗Timeshift┬ź stehen?

Bernd: Ein Song hei├čt ÔÇ║Inner VoiceÔÇ╣, der damals entstand, als sich in Kalifornien dieser Sektenf├╝hrer mit seinen Anh├Ąnger in seiner Villa verschanzte. Ich regte mich tierisch dr├╝ber auf und konnte es einfach nicht begreifen, wie Menschen sich so etwas hingeben k├Ânnen und dabei ihre eigene Pers├Ânlichkeit total aufgeben. Mein Text handelt von einem Mann, der von seiner Frau verlassen wird und sich dar├╝ber einer Sekte anschlie├čt. Dort kriegt er einen Trank, der ihn total benebelt, und in diesem Rausch bringt er seine Frau um. Erst als er wieder klar wird, kapiert er eigentlich, was er getan hat.
ÔÇ║Chime In HateÔÇ╣ ist musikalisch unser bislang brutalster Song und entstand, weil ich mich dr├╝ber aufrege, da├č man bei den Nachrichten sieht, da├č auf der Welt prinzipiell st├Ąndig die gleiche Schei├če abgeht, sich eigentlich nur die Bilder ├Ąndern.

Martin: Und daran sieht man auch, da├č wir keine Zyniker sind. Wir regen uns ├╝ber solche Dinge auf, w├Ąhrend ein Zyniker sich nicht mehr aufregt, sondern sogar lacht.

Michael M├╝ller: Ein Zyniker freut sich ├╝ber die Dummheit der Menschen und freut sich dr├╝ber, da├č er recht behalten hat. Wir jedoch h├Ątten es gern, da├č es anders liefe. ÔÇ║Tainted SilenceÔÇ╣ beispielsweise geht genau in die andere Richtung und ist eigentlich ziemlich traurig. Es geht darum, da├č man als Kind eine heile Welt hat, die einem nach und nach kaputtgemacht wird. Man ist als Kind noch nicht durch die Gesellschaft und das Drumherum gepr├Ągt. Deshalb sehen Kinder die Welt ganz anders, und oft wird ihre Meinung total untersch├Ątzt. Sie sehen am einfachsten die Wahrheit, wo uns das Urteilsverm├Âgen schon fehlt, weil wir viel zu sehr gepr├Ągt sind. Wir haben st├Ąndig den Kopf voll und selbst, wenn man mal ein wenig seine Ruhe hat, kommt man nicht raus. Deshalb hei├čt das Lied ÔÇ║Tainted SilenceÔÇ╣, die "verdorbene Stille". In dem ruhigen Mittelteil kommt dann ein R├╝ckgriff auf die Kindheit, als man diese Stille noch hatte.

Jani: Bezeichnenderweise geht es nach diesem Mittelpart wieder in den h├Ąrteren Teil, in die Realit├Ąt, zur├╝ck. Deshalb ist der ├ťbergang sehr abrupt, ern├╝chternd.

Bei ÔÇ║Timeshift - a) Rain Or ShineÔÇ╣ habt Ihr von einem alten SUPERIOR-Song, ÔÇ║FirechildÔÇ╣, den Chorus mit anderem Text ├╝bernommen!

Michael M├╝ller: Das war ein nostalgischer Moment... Wir Du gemerkt hast, arbeiten wir st├Ąndig an den Songs herum und spielen mittlerweile live einige Lieder von ┬╗Timeshift┬ź anders als sie auf der Kassette zu h├Âren sind. Dies ist genau so ein Teil, der vielleicht schon bald ge├Ąndert werden k├Ânnte...

Wie steht Ihr heute zu solch' alten Sachen wie ┬╗Moral Alliance┬ź?

Michael M├╝ller: Geil! Es war eine saugeile Zeit! Es war f├╝r die damalige Zeit okay, und es war das, was wir machen wollten. Aber irgendwie ist es eben Vergangenheit, und live spielen wir heute keine alten Sachen mehr. Lediglich in der Umgebung von Kaiserslautern, wo die Leute uns noch von fr├╝her kennen, spielen wir ein Medley aus mehreren alten SUPERIOR-Songs.

Bernd: F├╝r mich ist das total strange, denn ich war zu jenen Zeiten der totale Fan von SUPERIOR und heute spiele ich die Sachen selbst...

Und wie steht's mit den Sachen zur Phase "Charly", wie ich mal sagen m├Âchte?

Michael M├╝ller: Abgehakt!

Martin: Das hat nichts mit Charly zu tun, sondern das war einfach nicht unsere Musik. Es ist, als h├Ątte uns zu jener Zeit jemand ausgeknipst, obwohl SUPERIOR immer noch aktiv waren.

Michael M├╝ller: Charly war ein guter Drummer, und wir haben einiges von ihm gelernt, aber er hat nicht in die Band gepa├čt. Wir haben nicht harmoniert, und es war nicht die Musik, die wir wirklich machen wollten. Daher haben wir das ┬╗Bright As Night┬ź-Demo, das wir damals aufgenommen hatten, nie ver├Âffentlicht.

Es gibt zwei Songs von ┬╗Timeshift┬ź, an denen ich etwas zu meckern habe. Zum einen finde ich, da├č ÔÇ║Cry OutÔÇ╣ im Vergleich zum anderen Material etwas simpel ausgefallen ist!

Michael M├╝ller: Es ist auch mit Abstand das ├Ąlteste St├╝ck, das auf ┬╗Timeshift┬ź steht. Es entstand schon Anfang 1990. Allerdings haben wir das Lied, das anfangs noch einfacher gehalten war, in der jetztigen Besetzung stark abge├Ąndert, so da├č es total anders klingt als in der Rohfassung.

Martin: Andererseits ist es aber auch nicht schlecht, ein etwas einfacheres Lied auf dem Demo zu haben, weil es Abwechslung bringt. Viele Leute haben schon zu mir gesagt, da├č ihnen gerade ÔÇ║Cry OutÔÇ╣ am besten gef├Ąllt. Jedoch w├╝rde ÔÇ║Cry OutÔÇ╣ in dieser Form niemals auf einer CD stehen!

Desweiteren finde ich die Ballade ÔÇ║Always Love YouÔÇ╣ etwas belanglos.

Jani: Das sehe ich heute fast genauso. Als ich das Lied 1989 schrieb, war ich 15 Jahre alt, und das merkt man. Heute schreibe ich ganz anders. Der Klavierlick an sich gef├Ąllt mir auch heute noch gut, aber es st├Ârt mich, da├č er st├Ąndig durchl├Ąuft. Heute w├╝rde ich das Lied ganz anders schreiben und ÔÇ║Always Love YouÔÇ╣ wird auch mit Sicherheit auf keinen neuen Tontr├Ąger kommen.

Thomas: Man mu├č aber ganz deutlich sagen, da├č wir das Demo immer noch geil finden, nur haben sich die Songs seither weiterentwickelt, so da├č das Demo heute anders klingen w├╝rde. Wir stehen aber immer noch zu jedem Lied auf dem Demo!

Was durchaus eine coole Idee war, ist, da├č man Euch auf dem Photo im Democover von hinten sieht. War das Euer Bewerbungsphoto f├╝r die Wahl zum "Mister Po '93"?

Michael Tangermann: Ja! Und wir haben alle gewonnen... Nein, Du mu├čt das so sehen: nicht wir haben falsch gestanden, sondern die Kamera... Da gab es dann allerdings das Problem, da├č wir keine flugf├Ąhige Kamera hatten...

Martin: Ich habe das Bild in recht selbstherrlicher Manier aufs Cover drucken lassen und hatte die anderen nur beil├Ąufig gefragt. Ich fand es unheimlich witzig, und zudem ist es etwas anderes. Au├čerdem war es der sch├Ânste Hintergrund, der auf allen Photos zu sehen war.

Michael Tangermann: Die Session fand n├Ąmlich in den Rocky Mountains statt...

Ja, ja, in den Rocky Mountains vom Steinbruch Rammelsbach... Mir ist zudem aufgefallen, da├č sich Michaels Gesang tierisch ge├Ąndert hat. Fr├╝her wirkte alles etwas gek├╝nstelt und oft hatte man den Eindruck, Du wolltest eigentlich prim├Ąr beweisen, was alles in Deiner Stimme steckt. Heute gehst Du nicht mehr so in die Extreme, pa├čt Deinen Gesang besser den St├╝cken an, und es wirkt nat├╝rlicher!

Michael Tangermann: Ich singe heute so, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Ich wollte eigentlich auch damals nicht beweisen, da├č ich tierisch hoch komme, sondern es war mehr so der Trend in der Musik, wie man das beispielsweise bei QUEENSR┼ŞCHE oder HELLOWEEN sah. Daher wurde man dann auch immer gleich verglichen, und ich wollte nicht mehr in irgendwelche Schubladen hineingeschoben werden. Heute mache ich solche Sachen rein vom Gef├╝hl her. Wenn ich sp├╝re, da├č es sich anbietet, hoch zu gehen, dann singe ich hoch.

SUPERIOR (D, Kaiserslautern)-Photo 3

Die deutlichste Ver├Ąnderung in Eurer Musik ist beim Keyboard zu suchen! Da f├Ąllt zun├Ąchst mal der ungew├Âhnliche Klang auf und auch die Tatsache, da├č es bei Euch als eigenst├Ąndiges Instrument fungiert und nicht nur Teppich legt!

Jani: Ich hatte schlicht keinen Bock darauf, nur Teppich zu legen, weil mir das zu langweilig gewesen w├Ąre. Wenn es im Song Sinn macht, weil beispielsweise die Gitarren im Vordergrund stehen, dann beschr├Ąnke ich mich auch aufs Teppichlegen oder gehe ganz weg und lasse eine L├╝cke. Von den Sounds her stehe ich haupts├Ąchlich auf Klavier- und Fl├╝gelsounds oder auf Streichersounds. Prinzipiell gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Sounds, die zu dieser Musik passen. Allerdings sind wir offen f├╝r Experimente, und wenn sich dadurch etwas ergibt, dann werden wir das auch machen.

Michael M├╝ller: Wir werden in Zukunft bestimmt noch mehr ausnutzen, da├č wir zwei Keyboarder in der Band haben. Wir werden dann nicht auf Keyboardmusik umsteigen, sondern gezielt bei bestimmten Parts die beiden Keyboards einsetzen.

Ich denke, man kann sagen, da├č die fetten Gitarrenriffs in Kombination mit den ausgefallenen Keyboards ein Markenzeichen der 'neuen" SUPERIOR sind!

Martin: Absolut, jedoch werden sie immer dem Gesang untergeordnet. Es will sich niemand exponieren.

Jani: Unsere Musik ist nicht auf einen von uns ausgerichtet, sondern es geht immer um ein vern├╝nftiges Gesamtbild. Homogenit├Ąt ist wichtig!

Eigentlich hatte im Umkreis von Kaiserslautern keiner mehr einen Pfifferling auf den Namen SUPERIOR gegeben. Ihr habt in den letzten Jahren auch eine Menge Probleme und Tiefschl├Ąge durchgemacht! Warum macht man dennoch weiter?

Michael Tangermann: Wir haben durch diese Tiefschl├Ąge viel gelernt. Wir haben viele Fehler gemacht, die wir nie wieder machen werden.

Michael M├╝ller: Es war f├╝r mich absolut klar, da├č ich weiterhin Musik machen w├╝rde. Ich hatte mir vor zwei, drei Jahren wirklich mal ├╝berlegt, mit SUPERIOR Schlu├č zu machen. Als ich dann aber dr├╝ber nachdachte, mit wem ich dann zusammenspielen wolle, kam ich wieder zu den gleichen Leuten. In dieser toten Gegend gibt es auf diesen Positionen niemand sonst, der so gut harmonieren w├╝rde, wie wir zusammen. Wir haben ewig lang gesucht und das zahlt sich nun aus. So lange der Spa├č an der Musik da ist, werden wir weitermachen!

Nach ┬╗Moral Alliance┬ź wurdet Ihr in der Szene als echter hei├čer Tip gehandelt, von wegen Deal und Karriere, etc. Wie's gelaufen ist, wissen wir ja. Seid Ihr angesichts dieser Erfahrungen heute ├╝berhaupt noch auf Dealsuche, oder habt Ihr Euch mental schon drauf eingestellt, da├č Ihr die ganze Sache auf eigene Faust durchzieht?

Michael M├╝ller: Wir werden unser Material verschicken und warten ab, was dabei rauskommt und sehen, was wir kriegen k├Ânnen. Aber ohne den Druck, der fr├╝her geherrscht hat. Und nur unter der Voraussetzung, da├č alles in unserer Hand bleibt. Wir haben wieder ein tierisches Selbstvertrauen, und wir wissen, was wir wollen. Wir haben es mitgemacht, wie das ist, wenn jeder meint, er m├╝sse einem erz├Ąhlen, wie etwas abzugehen hat. Wir sind jetzt so lange dabei, da├č wir es nicht n├Âtig haben, uns irgendetwas erz├Ąhlen lassen. Wenn irgendwelche Angebote kommen, werden wir sie pr├╝fen und, wenn sie uns nicht zusagen, einfach ablehnen. Wenn keine Angebote kommen, was realistischer ist, dann bricht uns dabei nichts ab, und wir werden die Sache selbst in die Hand nehmen.

Thomas: Aber auf jeder Fall werden wir in n├Ąchster Zeit etwas machen, das wir unseren Kinder zeigen k├Ânnen!

Gutes Stichwort! Kann man zu dieser geplanten CD schon etwas Konkreteres sagen?

Michael M├╝ller: Es wird mit Sicherheit im Laufe des Jahres 1994 passieren!

Martin: Aber bei Bands soll man nie "mit Sicherheit" sagen, denn man wei├č nie, was passiert. Wir w├╝rden auf jeden Fall sehr gern, und es ist fest geplant, aber wir setzen uns nicht unter Druck.

Gibt es schon irgendwelche Pl├Ąne, Ideen bez├╝glich des Rundlings?

Michael M├╝ller: Nein, absolut nicht! Wir werden uns zun├Ąchst bem├╝hen, etwa 13 relativ gleichwertige Songs zusammenzukriegen, und dann werden wir beginnen zu filtern. Es wird die Vorauswahl stattfinden, wozu wir uns vielleicht auch mal ein paar Leute in den Proberaum einladen werden, um deren Meinung zu h├Âren. Wir wissen noch nicht, ob wir im Endergebnis nur eine CD mit f├╝nf oder sechs Songs machen werden oder gleich auf eine gr├Â├čere Songanzahl gehen werden.
Wir werden f├╝r die CD auf jeden Fall den Grundstock, Drums, Ba├č und Gitarren, zusammen einspielen, weil bei uns die Lieder live immer besser kommen! Dann wird das Teil auch vom Feeling her stimmen. Da waren wir bei ┬╗Timeshift┬ź etwas unzufrieden.

W├Ąre es f├╝r Euch eventuell ein Thema, eine Konzept-CD zu machen, beispielsweise zu einem Thema wie "Kindesmi├čhandlung", das Ihr, wie erw├Ąhnt, schon in Eurem Song ÔÇ║TimeshiftÔÇ╣ bearbeitet hattet!

Michael M├╝ller: Dar├╝ber haben wir schon gesprochen. Aber wenn wir wirklich eine Konzept-CD machen w├╝rden, dann m├╝├čte es den absoluten Hammer geben.

Martin: Wir haben einige Ideen in dieser Richtung, aber das sind sicher Sachen, an denen wir nur nebenher arbeiten. Die erste CD wird sicherlich keine Konzeptalbum werden, aber dennoch ist es m├Âglich, da├č wir eines Tages mal so etwas machen.

Doch bevor wir uns einer f├╝r die Zunkunft geplanten CD von SUPERIOR zuwenden, will ich noch etwas ├╝ber das aktuelle ┬╗Timeshift┬ź-Demo sagen. Die Musik der Formation zeichnet sich weiterhin durch die exzellente, noch mehr gereifte Stimme von Michael Tangermann aus, die Rhythmusgruppe ist tight und die Gitarren rotzen wie eh' und je. Jedoch ist da mittlerweile einfach vielmehr in der Musik. Das Keyboard bringt eine neue Dimension in die Songs, verleiht ihnen mehr Atmosph├Ąre und Eindruck. Dadurch klingen SUPERIOR extrem eigenst├Ąndig, so da├č es unm├Âglich ist, irgendwelche Bands als Vergleiche anzuf├╝hren. Man kann aber definitiv ganz objektiv sagen (sofern mir dies ├╝berhaupt m├Âglich ist - Red.), da├č ┬╗Timeshift┬ź zu den zehn besten Demoproduktionen von deutschen Bands des Jahres 1993 zu z├Ąhlen ist. Wer hochwertige Musik voller Melodien und Emotionen, powervoll und zugleich verspielt, liebt, kriegt f├╝r einen Betrag von 14,- DM aus dem Hause SUPERIOR 35 Minuten lang, das serviert, was er sich erhofft und wird zugleich oft genug verbl├╝fft werden.

http://myspace.com/superiortheband

Vorbereitung:
Thomas Mitschang + Andreas Thul + Heinz-G├╝nter Weber + Stefan Glas

Interview & Bearbeitung:
Stefan Glas

SUPERIOR - ┬╗Timeshift┬ź-Democoverdesign

 

SUPERIOR (D, Kaiserslautern) im ├ťberblick:
SUPERIOR (D, Kaiserslautern) – Ancient Tapes (Do It Yourself)
SUPERIOR (D, Kaiserslautern) – Ultima Ratio (Rundling)
SUPERIOR (D, Kaiserslautern) – UNDERGROUND EMPIRE 1-Interview
SUPERIOR (D, Kaiserslautern) – UNDERGROUND EMPIRE 7-Interview
SUPERIOR (D, Kaiserslautern) – METAL HAMMER 13-14/90-"Living Underground"-Artikel
SUPERIOR (D, Kaiserslautern) – ONLINE EMPIRE 5-"Shirt Story"-Artikel
SUPERIOR (D, Kaiserslautern) – ONLINE EMPIRE 10-"Living Underground"-Artikel
SUPERIOR (D, Kaiserslautern) – ONLINE EMPIRE 13-Interview
SUPERIOR (D, Kaiserslautern) – ONLINE EMPIRE 48-"Living Underground"-Artikel
SUPERIOR (D, Kaiserslautern) – ONLINE EMPIRE 51-"Eye 2 I"-Artikel: ┬╗Moral Alliance - Live┬ź
SUPERIOR (D, Kaiserslautern) – News vom 01.06.1990
SUPERIOR (D, Kaiserslautern) – News vom 24.10.2002
SUPERIOR (D, Kaiserslautern) – News vom 08.09.2008
SUPERIOR (D, Kaiserslautern) – News vom 24.09.2008
SUPERIOR (D, Kaiserslautern) – News vom 26.08.2009
SUPERIOR (D, Kaiserslautern) – News vom 30.11.2009
Playlist: SUPERIOR (D, Kaiserslautern)-Album »Bright As Night (Demotrack '90)« in "Playlist Metal Hammer 21-22/90" auf Platz 2 von Stefan Glas
Playlist: SUPERIOR (D, Kaiserslautern)-Liveshow Kaiserslautern, Kammgarn 18.12.2009 in "Jahrescharts 2009" auf Platz 5 von Stefan Glas
siehe auch: SUPERIOR auf dem Cover von UNDERGROUND EMPIRE 1
andere Projekte des beteiligten Musikers Bernd Basmer:
CARISSA – News vom 06.03.2008
KOMA (D) – News vom 24.10.2002
RED RAVEN – Chapter Two: Digihell (Rundling)
RED RAVEN – News vom 08.11.2014
andere Projekte des beteiligten Musikers Michael M├╝ller [I]:
Playlist: ASGARD (D, Kaiserslautern)-Album »Time To Go (Demosong '84)« in "Playlist Metal Hammer 02/91" auf Platz 1 von Stefan Glas
Playlist: ASGARD (D, Kaiserslautern)-Album »Time To Go (Demosong '84)« in "Playlist Metal Hammer 23-24/90" auf Platz 1 von Stefan Glas
KOMA (D) – News vom 24.10.2002
andere Projekte des beteiligten Musikers Martin Reichhart:
KOMA (D) – News vom 24.10.2002
RED RAVEN – Chapter Two: Digihell (Rundling)
RED RAVEN – News vom 26.07.2012
RED RAVEN – News vom 08.11.2014
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