UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 46 → Rubriken-Übersicht → ''Known'n'new''-Artikel-Übersicht → MOTHER OF SIN-''Known'n'new''-Artikel last update: 14.01.2021, 06:41:07  

MOTHER OF SIN-Design

Der Name Eduard Hovinga sollte eingeschworenen Melodic Metallern ein Begriff sein, schließlich war es dieser NiederlĂ€nder, der auf den ersten drei Alben der Melodic Progressive Power Metaller ELEGY das Mikro bediente. Nach dem 1995er Werk »Lost« war diese Kooperation allerdings beendet, so daß sich Eduard nach einen neuen BetĂ€tigungsfeld umsehen mußte und dieses auch binnen kurzer Zeit bei den DĂ€nen PRIME TIME finden konnte. Zwar war bei dieser Formation nach drei Alben auch wieder (und das nahezu unbemerkt) Schicht im Schacht, doch zumindest »The Unknown« (1998) und »The Miracle«, das im Jahr 1999 erschienen ist, wußte der zuvor unter anderem von ELEGY bedienten Zielgruppe zu gefallen. Das 2001er Werk »Free The Dream« ging dagegen leider (zusammen mit dem damaligen Label) unter, auch wenn man qualitativ abermals durchaus hochwertiges Material anzubieten hatte. Gut zehn Jahre spĂ€ter hat Eduard nun »Absolution« - das zweite Album seiner aktuellen Formation MOTHER OF SIN - am Start und hofft nun, endlich wieder ordentlich Fuß fassen zu können. MOTHER OF SIN bestehen an sich schon seit dem Jahr 2003 und konnten mit »Apathy« auch bereits ein Album ĂŒber das italienische Label STEELHEART/ADRENALINE veröffentlichen, sind bisher aber leider von der Öffentlichkeit eher ĂŒbergegangen worden. Zwischenzeitlich - genauer gesagt im Jahr 2006 - war das Unternehmen sogar kurz vor dem Zerfall, doch Eduard und sein langjĂ€hrigerer Mitstreiter, der ehemalige VENGEANCE-Schlagzeuger Gerry de Graf, haben die "Mutter" am Leben erhalten und den Glauben daran niemals aufgegeben. Da Eduard nicht nur ein begnadeter SĂ€nger ist, sondern auch ein talentierter Gitarrist und Komponist, und zudem sowohl mit dem Baß, wie auch mit Keyboards umzugehen versteht, bedurfte es lediglich der Mithilfe eines weiteren Sessionmusikers (Peter Groen), um dieses Album fertigzustellen.

Klar wird es Vergleiche zu ELEGY geben, allerdings sehe ich den Schwerpunkt an ParallelitĂ€ten in erster Linie beim Gesang, denn dieser stellt unter Beweis, daß Eduard nichts von seiner Klasse eingebĂŒĂŸt hat und auch in den Höhenregionen noch immer zu brillieren weiß. Dazu kredenzt uns der Zweier mit UnterstĂŒtzung ein sehr sattes und abwechslungsreiches musikalisches MenĂŒ, das sowohl melodischen Metal in bombastischer AusfĂŒhrung, aber auch den Progressive Metal in DREAM THEATER-Manier, sowie vereinzelte gen Malmsteen und Konsorten tendierende Zutaten intus hat. AuffĂ€llig und von daher auch eher an PRIME TIME als an ELEGY erinnernd, ist eine zusĂ€tzliche Dosis Hard Rock in traditionsreicher, melodieverliebter Variante mit 80er-Jahre-Schlagseite, durch die selbst die komplexeren Tracks eine gesunde Portion an Hooks verabreicht bekommen haben und die Nummern dadurch sowohl eingĂ€ngig, wie auch nachvollziehbar geblieben sind.

»Absolution« stellt eine ĂŒberaus kompetent vorgetragene Sammlung von Kompositionen dar, die sowohl die Klasse des Herren Hovinga als Songwriter, wie auch jene als Musiker vernehmen lĂ€ĂŸt und daß Eduard obendrein noch dazu ein begnadeter SĂ€nger ist, stellt an sich "nur" das SahnehĂ€ubchen dar. Feines Teil!

http://www.motherofsin.com/

mother-of-sin@hotmail.com


Walter Scheurer

MOTHER OF SIN im Überblick:
MOTHER OF SIN – Promotion Demo (Do It Yourself)
MOTHER OF SIN – ONLINE EMPIRE 46-"Known'n'new"-Artikel
MOTHER OF SIN – News vom 18.04.2007
© 1989-2021 Underground Empire


Ein geniales, superwitziges Buch, das jeder Metaller kennen muß!
Button: hier