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  UE-Home → History → Online Empire 44 → Rubriken-├ťbersicht → Special-├ťbersicht → NIGHTCHAINS-Special last update: 05.11.2020, 18:45:40  

NIGHTCHAINS-Logo

Ich wei├č, weder die Tatsache, da├č bislang v├Âllig unbekannte Bands in Form von Re-Releases ihrer fr├╝heren Demos und/oder Alben mit einer "zweiten Chance" gew├╝rdigt werden, ist sonderlich neu oder gar sensationell, noch der Umstand, da├č eine Band mit Namen NIGHTCHAINS auf einem Album ┬╗Metal To The Bone┬ź eine amtliche Ladung Old School-Thrash Metal in bester Tradition abliefert, die von DEAD MASTER'S BEAT neu aufgelegt wurde und beim Label direkt erh├Ąltlich ist:

http://www.myspace.com/deadmastersbeat

Dennoch wage ich es, im vorliegenden Fall von einer wirklich bewundernswerten und herausragenden Band zu sprechen. Und das nicht nur, weil NIGHTCHAINS schon zu Beginn dieses Jahrtausends die "alte Thrash-Schule" hochgehalten haben und diese auf sympathisch authentische Art dargeboten haben. Viel bemerkenswerter an dieser Formation ist jedoch - v├Âllig unabh├Ąngig von der durchaus gelungenen, wenn auch unter heutigen Gesichtspunkten mitunter etwas zu rumpeligen Art von Musik an sich - der Umstand, da├č NIGHTCHAINS aus dem Libanon (!) stammen.

NIGHTCHAINS-Bandphoto

Nein, hier geht es nicht mehr blo├č um die Tatsache, da├č man ├╝ber die dortige Szene hierzulande auch heutzutage nicht viel wei├č, es sind die ├Ąu├čeren Umst├Ąnde f├╝r Metalbands in jener Region, die mich stolz machen, diese Band hier ├╝berhaupt vorstellen zu d├╝rfen. Was f├╝r uns geradezu selbstverst├Ąndlich ist, ist wohl selbst heute noch nicht ganz so einfach ├╝berall "auszu├╝ben", noch immer m├╝ssen Musiker ihr Leben riskieren, um sich dieser Art von Kunst hingeben zu k├Ânnen. Von daher kann man Bands wie NIGHTCHAINS, deren Geschichte im Booklet auf durchaus unterhaltsame Art preisgegeben wird, selbst wenn die Anf├Ąnge der Szene in Beirut des Jahres 2005 ├Ąu├čerst brutal gewesen sein m├╝ssen, nur innigsten Dank aussprechen. H├Ąlt man sich vor Augen, da├č es damals in jener Region f├╝r unz├Ąhlige Menschen tagt├Ąglich um das pure ├ťberleben ging, ist es um so bemerkenswerter, da├č die Jungs von NIGHTCHAINS es geschafft haben, all ihre Probleme, ihren Frust, wie auch ihre Angst, auf diese Weise zu kanalisieren. Meiner Meinung nach geb├╝hrt der Band daf├╝r gesondert Respekt, da├č durch ┬╗Metal To The Bone┬ź - einem Album, das seinen Titel ├╝brigens v├Âllig zu Recht tr├Ągt - im Vergleich zu den ├Ąu├čerst unsicheren Umst├Ąnden im gesamten Land wenige Zeit nach dem B├╝rgerkrieg, keineswegs ein Mensch zu Schaden gekommen ist, als vielmehr einer kleinen Gruppe an Personen, die sich als Fans der Band (und dieser Art von Musik generell) bekannten, ein - zumindest emotionales - Gef├╝hl der Freiheit und des Mutes gegeben werden konnte.

┬╗Metal To The Bone┬ź-Coverphoto: NIGHTCHAINS mit Freunden

Daf├╝r geb├╝hrt den Protagonisten und Originatoren der Szene im Libanon auch f├╝nf Jahre nach der Erstauflage dieses Albums mehr als nur Anerkennung.

Danke, NIGHTCHAINS, und zwar f├╝r alles, was Ihr f├╝r unsere Musik in Eurer Heimat getan habt!

http://myspace.com/nightchains


Walter Scheurer

NIGHTCHAINS im ├ťberblick:
NIGHTCHAINS – ONLINE EMPIRE 44-Special
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