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  UE-Home → History → Online Empire 12 → Interview-├ťbersicht → DARK MOOR-Interview last update: 27.11.2019, 23:10:34  

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DARK MOOR-Headline

Die Geister werden sich wieder scheiden: Mit ihrer neuen Scheibe ┬╗The Gates Of Oblivion┬ź werden DARK MOOR die Kluft zwischen denen vergr├Â├čern, die sich die Haare raufen, wenn sie nur den Namen der Spanier h├Âren, und denen, die beim Anblick der episch-symphonischen Kl├Ąnge verz├╝ckt Worte wie "beste spanische Band" in den Mund nehmen werden.
Fraglos ist der Neuling das ausgereifteste Werk der Spanier, so da├č wir uns mit Gitarrist Enrik Garcia zum E-Mail-Plausch trafen.

Wie ist die aktuelle Situation f├╝r Metalbands in Spanien? DARK MOOR existieren seit 1994, so da├č Ihr bestimmt auch Vergleiche zu fr├╝her ziehen k├Ânnt.

Die Situation hat sich sehr verbessert. Wir hatten am Anfang viele Probleme, weil die Leute und die Labels nicht sonderlich an DARK MOOR interessiert waren. Sie alle wollten eine Band, die spanische Texte macht, aber wir sind unserem Konzept treu geblieben. Daher waren wir damals nicht sonderlich popul├Ąr, heutzutage jedoch verkaufen sich unsere Alben sehr gut und wir k├Ânnen unsere Auftritte unter guten Bedingungen absolvieren.

DARK MOOR-Bandphoto 1

Warum seid Ihr f├╝r ┬╗The Gates Of Oblivion┬ź wie schon beim Vorg├Ąnger ┬╗The Hall Of The Olden Dreams┬ź nach Italien ins NEW SIN-Studio gegangen? Gibt es in Spanien keine guten Studios?

Es gibt gute Studios, aber sie sind sehr teuer und sind nicht auf Heavy Metal spezialisiert. Wir hatten unser Deb├╝t ┬╗Shadowland┬ź in unserer Heimatstadt Madrid aufgenommen, aber es war keine gute Erfahrung f├╝r uns: Der Engineer hat zwar sein M├Âglichstes getan, aber es ist einfach keine gute Aufnahme dabei entstanden. Anschlie├čend bot uns unserer Label Arise die M├Âglichkeit, ┬╗The Hall Of The Olden Dreams┬ź mit Luigi Stefanini vom NEW SIN aufzunehmen. Wir kannten ihn schon durch seine Arbeit mit LABYRINTH und waren von dem Resultat sehr begeistert. Luigi ist sehr professionell und wir haben vieles von ihm gelernt. Da bei ┬╗The Gates Of Oblivion┬ź zudem das Mastering von Mika Jussila im FINNVOX-Studio ├╝bernommen wurde, hat sich die Soundqualit├Ąt nochmal deutlich gesteigert, so da├č wir mit unserem neuen Album sehr zufrieden sind.

Erneut hat Andreas Marschall Euer Cover gemalt. Andere Bands jedoch bevorzugen einen K├╝nstler, der quasi ein Nachbar von Euch ist: Luis Royo. Habt Ihr jemals erwogen, ihn zu verpflichten, zumal sein Stil durchaus zu Euch passen w├╝rde?

Luis Royo ist ohne Zweifel sehr gut, aber wir waren immer gro├če Fans von Andreas Marschall. Daher sind wir extrem froh, sein Artwork verwenden zu k├Ânnen und werden es sicherlich nicht ├Ąndern, solange wir die M├Âglichkeit haben, denn Andreas ist der Beste.

Euer aktuelles Cover hat einen deutlichen True Metal-Touch, w├Ąhrend Eure Musik doch sehr viel mehr symphonisch und episch gehalten ist. Habt Ihr keine Bedenken, da├č das Cover eine falsche Erwartungshaltung wachrufen k├Ânnte?

Nein, ich denke, da├č unsere Cover perfekt zu unserer Musik passen. Andreas ist sehr professionell und er kann meiner Ansicht nach problemlos ganz unterschiedliche Stile umsetzen. Das Konzept f├╝r das neue Cover haben wir selbst entwickelt und ich glaube, da├č es genau das widerspiegelt, was wir mit dem Album ausdr├╝cken m├Âchten.

Gestattet mir eine dumme Frage: Meines Wissens habt Ihr eine S├Ąngerin und der Vorname "Elisa" unterstreicht das eigentlich. Wenn man dem Gesang jedoch lauscht, k├Ânnte man sich durchaus vorstellen, da├č ein Mann am Werk ist. Gibt es irgendein Geheimnis hinter Elisas Gesangstechnik? Hat sie eine besondere Ausbildung genossen?

Hahaha! Ihre Stimme ist nun mal so. Aber viele Leute denken wirklich, da├č wir einen Mann als S├Ąnger h├Ątten. Wir versuchen allerdings nicht, Elisa wie einen Mann klingen zu lassen (Es gibt bei DARK MOOR also kein Testosteron zum Fr├╝hst├╝ck... - Red.); sie hat eine sehr sch├Âne Stimme, die aber eben nicht urtypisch wie andere Frauenstimmen klingt. Es mag sein, da├č man sich ein wenig an ihren Gesang gew├Âhnen mu├č.

Gab es einen bestimmten Grund, warum Ihr Euch DARK MOOR genannt habt?

Nein, der Name klingt einfach sehr poetisch, aber er soll keine besondere Bedeutung haben.

Was antwortet Ihr Leuten, die behaupten, Ihr w├Ąret ein RHAPSODY- oder ANGRA-Rip-Off?

Diese Frage beantworten wir zum ersten Mal, hahaha... Wir m├Âgen die Musik dieser Bands sehr, aber wir versuchen, sie nicht zu kopieren. Ich empfehle allen, unsere Musik sorgf├Ąltig anzuh├Âren, und sie werden feststellen, da├č es meilenweite Unterschiede zwischen uns und diesen Bands gibt. Im Vergleich zu RHAPSODY sind viele Dinge bei uns v├Âllig anders: Gesangslinien, Backingvocals, Gitarren, das orchestrale Arrangement und wir machen keine epischen Konzeptalben. Bez├╝glich ANGRA kann ich lediglich sagen, da├č wir auch sehr melodische Backgroundch├Âre haben, aber das war's. Die Fans sch├Ątzen doch auch die PRIEST-Elemente bei PRIMAL FEAR und GAMMA RAY oder die STRATOVARIUS-Einfl├╝sse bei SONATA ARCTICA, oder?

Erz├Ąhl' doch bitte etwas ├╝ber das Konzept des Songs ÔÇ║Dies Irae (Amadeus)ÔÇ╣, der mit ├╝ber elf Minuten den Abschlu├č der neuen CD bildet. Habt Ihr Euch dem gleichnamigen Part aus Wolfgang Amadeus Mozarts ÔÇ║RequiemÔÇ╣; angenommen?

Richtig! Die Sopranparts, die Elisa singt wurden von Mozart geschrieben. Es ist mein Lieblingssong auf dem Album, allerdings war es bei den Aufnahmen zugleich der schwierigste Song - allein schon wegen der langen Spielzeit. Wir mu├čten allein einen kompletten Tag mit dem Chor arbeiten und auch der Rest war nicht gerade ein Spaziergang. Aber ich bin sehr zufrieden mit dem Endergebnis.

Wie kam eigentlich die Zusammenarbeit mit dem italienischen Valcavasia-Chor zustande?

Wir brauchten den Chor eigentlich nur f├╝r ÔÇ║Dies IraeÔÇ╣, aber letztendlich haben sie noch bei einigen anderen Songs mitgemischt. Die Zusammenarbeit war super, aber das witzigste war, den Chormitgliedern zuzuschauen, als sie zum ersten Mal den Doublebass bei ÔÇ║Dies IraeÔÇ╣ h├Ârten: Ihnen sind die Gesichter regelrecht entgleist, weil sie dieses unglaubliche Tempo nicht begreifen konnten. Doch unterm Strich hat alles hervorragend geklappt und wahrscheinlich werden wir auch auf dem n├Ąchsten Album wieder mit dem Chor zusammenarbeiten.

Es ist offensichtlich, da├č DARK MOOR von klassischer Musik beeinflu├čt sind. Welche Komponisten sind f├╝r Euch besonders wichtig?

Unsere Lieblingskomponisten neben Mozart sind Tschaikowskij und Beethoven.

DARK MOOR-Bandphoto 2

Wird es nach dem dritten Album endlich mal die Chance geben, DARK MOOR live in Deutschland zu sehen. Bislang ist aus den Ank├╝ndigungen noch nichts geworden. Wie sehen eigentlich Eure Shows in Spanien aus?

Wir hoffen, da├č wir nach dem Sommer in Deutschland spielen k├Ânnen oder zumindest Anfang 2003, denn f├╝r den Juni n├Ąchsten Jahres ist der Studiotermin f├╝r das vierte Album anvisiert. Ich wei├č, da├č wir viele Fans in Deutschland haben, die uns live sehen wollen und ich hoffe, da├č wir ihren Wunsch erf├╝llen k├Ânnen. In Spanien spielen wir normalerweise vor etwa 500 bis 600 Leuten, allerdings sind wir auch schon bei Festivals oder gro├čen Events aufgetreten, bei denen mehr Zuschauer da waren.

Wie verh├Ąlt es sich mit der Sprachbarriere bei DARK MOOR? Wenn TIERRA SANTA in Deutschland auftreten, wirkt es doch immer reichlich peinlich, wenn die Musiker kein Wort mit dem Publikum kommunizieren, sondern nur ein paar spanische Wortfetzen ins Mikro murmeln.

Wir werden versuchen, ein paar deutsche Worte zu lernen, denn es ist wichtig, da├č die Zuschauer sehen, da├č die Band sie respektiert und Interesse an ihnen hat. Wenn wir beispielsweise im Baskenland spielen, versuchen wir immer, ein paar baskische Worte aufzuschnappen, so da├č wir sie auf der B├╝hne benutzen k├Ânnen.

Einige spanische Bands sind in S├╝damerika sehr popul├Ąr. Sind DARK MOOR "Big in Brazil & Co."?

Unsere Alben wurden in S├╝damerika ver├Âffentlicht und die Verkaufszahlen sind zufriedenstellend. Daher w├╝rden wir gerne auch dort touren, aber im Moment denken wir nur an unsere bevorstehende Spanientour mit VH├äLDEMAR und RED WINE. Danach werden wir checken, in welchen anderen L├Ąndern wir noch spielen k├Ânnen. Japan w├╝rde uns auch sehr am Herzen liegen, da wir dort auch sehr viele Fans haben.

Es ist bekannt, da├č Eure Texte sehr von JRR Tolkiens Werken beeinflu├čt sind. Wie hat Euch der "Herr der Ringe"-Film gefallen, der Ende letzten Jahres angelaufen war und alle Kassenrekorde gesprengt hat?

Tolkien ist einer meiner Lieblingsautoren! Der Film hat mir sehr gut gefallen und die Special Effects waren fantastisch. Wenngleich der Film nicht die komplette Geschichte widergegeben hat, war die Adaption dennoch sehr gut.

http://www.dark-moor.com/

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Stefan Glas

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