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MORPHEUS RISING-Bandphoto

Auch wenn es im Verlauf der Spielzeit wirklich schwer zu glauben ist, handelt es sich bei »The Original Demos 2008« tatsächlich um ein brandaktuelles Produkt. Die aus York stammenden MORPHEUS RISING haben sich zwar den Slogan "NWoBHM - The Next Generation" ans Revers geheftet, doch zu ihren Einflüssen zählen die Jungs weiters auch noch Bands wie DEEP PURPLE, THIN LIZZY oder MARILLION, die sich auch allesamt - wenn auch nur in geringen Dosen - nachweisen lassen. In jedem Fall scheint es MORPHEUS RISING wichtig zu sein, möglichst authentisch zu wirken, was dem Quintett auch problemlos gelingen konnte, denn der Blick des Zuhörers wird wohl mehrfach in Richtung Veröffentlichungsdatum dieses Demos abgleiten. Bandgründer Pete Harwood scheint zwar ein einschlägig erfahrener Musiker zu sein, doch bei MORPHEUS RISING handelt es sich um eine noch unbekannte, junge Formation, die uns hiermit ihr, auch hinsichtlich der Aufmachung positiv überraschendes, Debut abliefert. Mit ›Fighting Man‹ legen die Herrschaften aus dem Norden Englands los und lassen mich aufgrund der epischen Atmosphäre an DEMON denken, während das Gitarrenspiel von Meister Blackmore inspiriert klingt und uns dieses in Form von herrlich heftigen, aber dennoch melodiösen Attacken gegen Ende hin sogar noch den Nacken massiert. Nicht unähnlich aufgebaut kommt auch ›Save The Day‹ aus den Boxen, wobei der Gesang von Graeme Tennick - vor allem beim Refrain - auch ein wenig Dreck im Stile von Algy Ward innehat. Die von Keyboards geprägte Nummer ›Those Who Watch‹ tendiert hinsichtlich der Vortragsweise ein wenig gen MARILLION, und zwar zu jener Phase, als Fish noch mit von der Partie war. Ein überaus markanter Refrain prägt auch diese Nummer, wobei auffällig ist, daß es sich bei MORPHEUS RISING um überaus talentierte Songschreiber handelt, da sich die Tracks allesamt innerhalb kurzer Zeit im Gedächtnis einfräsen. An DIAMOND HEAD zu »Canterbury«-Zeiten fühle ich mich dann bei ›In The End‹ erinnert, bevor in Form von ›Lord Of The North‹ ein wahrlich heftiges Riffmonster von der Leine gelassen wird. Wovon der Text handelt, sollte sich von selbst erklären, anzumerken ist jedoch, daß die Briten den unzähligen "Nachwuchs-Wikingern" damit zeigen, wie ergreifend und atmosphärisch imposant man mythologische Themen umsetzen kann, ohne dabei auf gängige Hilfsmittel zurückgreifen zu müssen.

Da die Herrschaften nicht gerade untätig sind, wird wohl in Bälde mit weiteren Werken zu rechnen sein, worauf ich mich schon jetzt freue.

http://www.morpheusrising.co.uk/

pete@morpheusrising.co.uk


Walter Scheurer

Photo: Anne-Marie Helder

MORPHEUS RISING (vorhergehende Besetzung) im Überblick:
MORPHEUS RISING – ONLINE EMPIRE 42-"Rising United"-Artikel
MORPHEUS RISING – News vom 29.05.2011
MORPHEUS RISING – News vom 07.07.2011
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