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  UE-Home → History → Online Empire 3 → Rubriken-Übersicht → Special-Übersicht → Rumänien-Szene-Report-Special last update: 05.11.2020, 18:45:40  


Rumänien-Szene-Report


Von vielen als das "Armenhaus Europas" deklassifiziert, bietet Rumänien doch weit mehr als diese Phrase vermuten lassen würde. Oder sind es Gruselmärchen über einen Mann aus Transilvanien namens Vlad Tepec alias Dracula, die man mit diesem Land im Aufbruch assoziiert? Mit Sicherheit liegt in all diesen Vorurteilen ein gewisser Grad Wahrheit, jedoch sollte man dabei nicht übersehen, daß Rumänien ein Teil von Europa ist, der wie seine Nachbarstaaten Anerkennung und Austausch erfahren möchte.

In kultureller Hinsicht wurde durch die ehemals kommunistische Staatsform ein internationaler Austausch blockiert. So ist es verständlich, daß lange Zeit das staatliche Label ELECTRECORD bestimmte, was veröffentlicht wurde. Demzufolge kann man die Rockszene Rumäniens in drei Bereiche einteilen, Zum einen in die Gründer und Pioniere der Hard Rock- und Heavy Metal-Szene, die IRIS, HOLOGRAF und COMPACT heißen und alle unter der Obhut dieser Plattenfirma standen.

Doch zuvor sollte man noch einige Worte zu den Wegbereitern der rumänischen Rockszene PHOENIX verlieren. Bereits Mitte der sechziger Jahre gegründet, veröffentlichte die Band trotz Repressalien durch das Chaucesco-Regime mehrere herausragende LPs. Das Ganze gipfelte gegen Ende der Siebziger in dem Meisterwerk »Cantofabule«, einer Doppel-LP, die man getrost zu den Meisterwerken harter progressiver Rockmusik rechnen kann. Geschickt verstanden es die Musiker von PHOENIX, folkloristische Elemente mit progressiver Rockmusik zu vereinen. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, daß diese Pioniere ganze Generationen von Rockfans entscheidend geprägt haben und ihr Einfluß mitunter auch bei heutigen rumänischen Top-Heavy Metal-Bands wiederzufinden ist.

Diese erste Generation rumänischer Rockbands glänzt auf der metallischen Seite durch IRIS, dem rumänischen Heavy Metal-Flagschiff. Bis dato hat die Band sechs LPs veröffentlicht und frönt dem traditionell auf PRIEST/MAIDEN ausgelegten Sound.

HOLOGRAF-Bandphoto

Das zweite Aushängeschild sind HOLOGRAF. Auch diese in Bukarest beheimatete Band hat es auf sechs Veröffentlichungen gebracht. Insbesondere die '93er LP »Barni Vorbesci« besticht mit fantastischem Hard & Heavy-Rock. Unter dem Titel »World Full Of Lies« wurde die Scheibe mit englischen Lyrics auch in Italien via CAPITAN RECORDS veröffentlicht. Vor allem die tollen Melodien solcher Übersongs wie ›Mafia‹ und ›Istanbul‹ hätten auch bei Hörern hiesiger Märkte mitunter Chancen. Via ELECTRECORD wurde das Werk »Stai In Poala Mea« dem rumänischen Publikum zugänglich gemacht. Wie schon der Vorgänger ein starkes Album, das zeitweise Erinnerungen an WHITESNAKE erweckt.

Die Herren von COMPACT haben vor kurzem gleich zwei CDs durch den Indie VIVO RECORDS auf den Markt geworfen. Dabei handelt es sich zum einen um das neue Album »Transilvania«, das zwar die eine oder andere gute Melodie birgt, aber insgesamt ein laues Hard Rock-Album ist. Die vier vorangegangenen Alben, welche im Original bei ELECTRECORD veröffentlicht wurden, sind auf einer Compilation-CD verwurstet worden. Am Rande sei noch bemerkt, daß es kurioserweise neben den hier genannten "Dinos" eine weitere rumänische Band namens COMPACT gibt, wobei jedoch keine von beiden auf den Namen verzichten möchte.

Mit einem Bandprojekt allein gibt sich COMPACT-Gitarrist Adrian Ordean nicht zufrieden. In Rumänien steht er im Ruf einer der besten Gitarristen zu sein und das hat ihn bewogen, eine instrumentale Soloplatte einzuspielen. Wo es COMPACT etwas an Power fehlt, fetzt der Meister solo manisch los. Am besten zu beurteilen bei dem Track ›Highway To Nowhere‹, wo ausschließlich Bleifuß gefahren werden darf.

Die Geburtsstunde der zweiten Generation von Heavy Metal-Bands schlug wie auch in anderen europäischen Metropolen Mitte der Achtziger und brachte solche Kleinode wie CARGO, CELELALTE CUVINTE oder OKTAVE hervor.

CARGO [RO]-Bandphoto

Bei CARGO kann man stellenweise eine Parallele zu der bereits angesprochenen Fusion aus folkloristischer Musik und traditionellem Heavy Metal erkennen. Man könnte es auch als eine zeitgemäßere Fortführung des von PHOENIX beschrittenen Weges bezeichnen. CARGO stammen aus Timisoara. Im Deutschen Temesvar genannt, hat Timisoara historische Bedeutung erhalten, als vor einigen Jahren die Revolution gegen die Chaucesco-Diktatur von dieser Stadt aus ihren Anfang nahm. So handelt das Debut »Povestiri Din Garai« (was übersetzt "Geschichten vom Gleis" heißt) von diesen dunklen Tagen. 1995, knapp fünf Jahre später, erschien auf dem neugegründeten Indie VIVO RECORDS endlich das zweite Werk »Destin«. Diese CD ist ein kleines Meisterwerk, da die darauf enthaltenen Songs nahezu perfekt die zuvor genannten Stilmittel verknüpfen. Solltet Ihr Interesse haben, kontaktet den CARGO-Manager:

CARGO
c/o Sorin Bocerean
Bd. C.D. Loga 39
RO - 1900 Timisoara
Rumänien

Der ehemalige CARGO-Keyboarder Dinel Tollea ist mittlerweile in die Schweiz ausgewandert. Dort hat er bei ZENO im Studio mitgeholfen und arbeitet zur Zeit an einem Soloalbum. Die Schnuppertracks offenbaren weiterhin das Faible für folkloristische Klänge, die Dinel mit hartem Rock kombiniert. Für unsere Ohren anfangs ein sehr ungewohntes Klangerlebnis, dessen Reiz man sich als toleranter Listener auf Dauer aber nur schwer entziehen kann.

CELELALTE CUVINTE-Bandphoto

Eine Band, die sich "Die Anderen Worte" nennt, erweckt zwangsläufig hohe Erwartungen. Diese kann man auf dem aktuellen Album »Armaghedon« voll erfüllen. Dieses via VIVO RECORDS veröffentlichte Progressive Power Metal-Album ist bereits die dritte Veröffentlichung von CELELALTE CUVINTE. Die beiden vorangegangen LPs deckten dagegen noch mehr den Bereich ProgHardRock ab, so daß den Jungs mit dieser CD ein gewaltiger Schritt nach vorne in der rumänischen Szene gelang.

Oktavian Teodorescu (der sein Projekt nach seinem Vornamen OKTAVE getauft hat) ist so etwas wie der rumänische Yngwie Malmsteen. Nur bin ich geneigt zu behaupten, daß er die besseren Kompositionen vorweist. Die drei bislang erschienenen Konzeptalben von OKTAVE, die zusammen eine Trilogie mit futuristischer Handlung bilden, wurden nochmals in einer aufwendigen CD-Box veröffentlicht.

Die FormationANTRACT bemüht sich schon längere Zeit um den verdienten Plattendeal. Auch hier haben VIVO RECORDS zugeschlagen und das Debut »Blesten« der breiten Hörerschicht preisgegeben. Der Silberling enttäuscht nicht und bietet mehr oder weniger theatralischen Melodic Metal, wobei das eine oder andere verbesserungswürdig erscheint.

Desweiteren wurden mehr oder weniger gelungene Hard & Heavy-LPs von Gruppen wie CONEXIUNI, COMMANDO, RIFF und SUNET TRANSILVAN veröffentlicht, ohne jedoch den gewünschten Erfolg zu erzielen.

Nach einem Samplerbeitrag auf dem staatlichen Label ELECTRECORD veröffentlichten KRYPTON vor knapp zwei Jahren eine erstaunliche Doppel-LP auf dem LANTURILE-Label. Dieses Konzeptwerk behandelt ebenfalls die Vorkommnisse der rumänischen Revolution und bewältigt den geschichtlichen Abriß jener Ereignisse in Form eines Hörspiels. Dabei werden die Überleitungen zwischen den einzelnen Songs wahlweise durch Radiosprecher, das Volk oder die Armee gefüllt, wodurch die Dramatik effektvoll gesteigert wird. Die Band versucht zur Zeit, einen neuen Deal an Land zu ziehen, was nicht einfach sein wird, da die Band progressiv ausgerichteten Melodic Metal spielt.

TECTONIC-Bandphoto

Die Mannen von TECTONIC waren die ersten Thrasher in Rumänien und läuteten gewissermaßen das dritte metallische Zeitalter in ihrer Heimat ein. Heute werden TECTONIC wie eine Legende verehrt und ihr Gitarrist und Sänger Liviu Hoisan ist eine echte Kultfigur. Jedoch erschien das Debut »Anomalia« erst 1995, bietet brutalen und brachialen Thrash, der mitunter auch auf Elemente aus dem Death- und Hardcore-Bereich zurückgreift. Überraschend, daß die Platte über das staatliche Label ELECTRECORD veröffentlicht wurde.

THE ORDER [RO]-Bandphoto

Auch METROCK haben vor längerer Zeit mit »A Kind Of Hell« eine etwas härtere Metal/Power Metal-Scheibe herausgebracht. Diese LP hatte zwar vereinzelt gute Momente, jedoch überwog das dümmliche Image und die peinlichen Texte deutlich. Kein Wunder, daß die Band auseinanderbrach. Jedoch reformierte sich die Band mit Ausnahme des Sängers und agiert jetzt unter dem Banner THE ORDER. Bis dato existiert von dieser Thrashband jedoch erst ein Demotape.

NEUROTICA [RO]-Bandphoto

Sehr viel interessanter ist da schon das Debut von NEUROTICA. Ihr recht eingängiger Power/Thrash Metal weiß über weite Strecken zu gefallen. Die LP besticht zudem nicht nur durch eine gute Produktion, sondern vor allem durch eine urwitzige Version von ›Don't Worry Be Happy‹.

NEUROTICA
Casa Studentilor Timisoara
Bv. Tineretii Nr. 9
RO - 1900 Timisoara
Rumänien

SECRET [RO]-Bandphoto

Wesentlich diskreter geht es da bei der All Female-Band SECRET zu. Auf ihrer gleichnamigen LP gibt es guten Metal mit dem einen oder anderen alternativen Sprengsler zu hören. Neben dem eigenen Material hatten die Mädels gleich zwei Coverversionen auf dem Album: ›Smoke On The Water‹ von DEEP PURPLE und IRON BUTTERFLYs ›In-A-Gadda-Da-Vida‹. Die Band hielt sich bereits mehrmals aus Karrieregründen einige Monate in Italien auf, wo man fleißig neue Songs schrieb, die bislang noch unveröffentlicht sind. Ob die leichte Wandlung beim Songmaterial auf die veränderte Umgebung zurückzuführen ist, mag dahingestellt sein. Auf keinen Fall sollte man sich von einem Songtitel wie ›Disco Dance‹ in die Irre führen lassen. Eher in die Ecke zwischen trockenen VIXEN und härteren PRECIOUS METAL und nicht ganz so attraktiven GYPSY QUEEN haben sich die fünf Mädels bewegt, von denen weiterhin besonders die Sängerin Akzente zu setzen versteht.

QUARTZ [RO]-Bandphoto

Nicht so überzeugend ist hingegegen das Debut »Bang, Bang« der in Brasov beheimateten Band QUARTZ ausgefallen. Auf dieser CD bei VIVO RECORDS, soll der Schlüssel zum Erfolg "US-orientierter Kommerzmetal" sein, was trotz des guten Englisch seitens des Sängers nur ansatzweise gelingt.

Bei dem Debut von TIMPURI NOI hingegen sollte man frei von Vorurteilen sein. Man muß schon sehr aufgeschlossen oder fest in der alternativen Szene verwurzelt sein, um sich diesen Silberling an einem Stück zu geben. Jedoch soll diese CD bei der rumänischen Jugend einen ähnlichen Effekt gehabt haben wie NIRVANA oder ALICE IN CHAINS in der westlichen Hemisphäre.

ALTAR [RO]-Bandphoto

Recht neumodisch gehen auch ALTAR zur Sache. Man veröffentlichte das Debut »The Last Warning« über ELECTRECORD, worauf normaler Thrash zu hören war. Das '96er Werk »Respect« auf POKER RECORDS läßt diese transylvanian-based Band jedoch mehr in die Neunziger-Metal-Ecke à la PANTERA wandern. Mitunter kommt das nicht schlecht rüber, aber eine Kopie bleibt eben eine Kopie.

Ähnliches gilt für AXIDENT, die auf ihrem dritten Kassettenalbum zwar etwas differenzierter zu Wege gehen, aber letztendlich doch in dieselbe Kerbe schlagen. Die Band formierte sich aus den beiden Combos ACCIDENT und L.S.D. Als Kompromiß entschied man sich für den Namen AXIDENT und veröffentlichte eine Kassette mit dem Titel »LSD«, auf der neben alten L.S.D.-Nummern Covers von den DEAD KENNEDYS, DANZIG oder MOTÖRHEAD verewigt wurden. Eigentlich gehört diese Band nur bedingt in dieses Special, da sie aus Moldavien stammt. Da die Jungs aber ihre neueste Kassette »Sugarfree« auch in Bukarest vertreiben und dort live präsent sind, sei dieses Werk allen Kopfsockenträgern ans Herz gelegt.

AXIDENT
c/o SUGAR FREE MUSIC
Bld. Dacia 47, ap. 84
MOL - 277060 Kishinen
Moldawien

Die Republik Moldawien gehörte bis 1940 zu Rumänien und wurde nach Beendigung der fünfzigjährigen Besetzung durch die UdSSR vor wenigen Jahren in die Selbständigkeit entlassen. Wie AXIDENT stammt auch die Formation mit dem schrägen Namen ZAUB & ZAOB aus diesem Land. Songtitel wie ›Dead Chicks Don't Sweat‹ oder ›Sucker No More‹ lassen erahnen, daß hier keine aalglatte Kost verbreitet wird. Bingo, alternativer Core wie Froschschenkel mit glühend-heißen Chilipfeffer-Stückchen abgeschmeckt.

Wenn wir schon beim Ausland und der Abteilung "Seltsamsounds" sind, drängen sich HYPERTHALAMUS geradezu auf. Dabei handelt es sich um zwei Rumänen, die in die USA ausgewandert sind. In Chicago gestrandet haben sie ihr Projekt gestartet, dessen Musik dem Hypothalamus keinerlei Freude bereitet. Knatter-Death-Industrial sozusagen und - Alter - klingt das Schei...

Nach solch' einer Noise-Orgie sehnt man sich nach einem Eisbecher Metal voller genüßlichen Melodien. Damit können MASS-MEDIA dienen, die trotz vorhandener Power sogar über ein wenig Ohrwurmigkeit verfügen.

Aus einer ähnlichen Richtung scheint auch für BLUE FLOWER der Mond und so recken sie ihre Köpfe dorthin. Die Band versteht es hervorragend, Stimmungen in ihren Songs aufzubauen. Gleichsam haben sie den Bogen raus, eine unbeschreibliche Dramatik zu entwickeln, so daß der Song die perfekte Filmmusik für einen Gruselthriller abgeben würde. BLUE FLOWER sind sehr abwechslungsreich und liegen in der Gegend von Klassebands wie SAVATAGE oder PENDRAGON.

Ein weiterer heißer ROM-Tip waren INTERVAL, die sich leider vor einiger Zeit aufgelöst haben. Schade um ihren spitzenmäßigen Riffmetal!

Gleichsam riffig gehen BLOOD & PAIN zu Werke. Jedoch führt der Name dieser Band, die sich früher THINGS TO COME nannte, in die Irre. Auf ihrem Tapedebut »The First« spielen sie AOR mit einer starken Gitarre, die leider von einem ungeschickt aufdringlichen Keyboard zu sehr zugebuttert wird.

Am Rande seien ULTIMATUM erwähnt, die mit »Cerebral Perversions« ihre zweite Demokassette veröffentlicht haben. Aus instrumentaler Hinsicht finde ich dieses Tape nicht schlecht, in etwa eine Mischung aus ATHEIST, OBITUARY, PESTILENCE, also recht technisch. Der Basser von ULTIMATUM spielt übrigens hauptamtlich bei CARGO. Der Schwachpunkt der Band ist aber eindeutig der Sänger. Auf einer US-Compilation von APHASIA RECORDS aus Kalifornien wird ein Song von diesem Tape zu finden sein. Bei Bedarf kontaktet

ULTIMATUM
c/o Ramon Radosav
Str. C-tin cel Mare nr. 15
RO - 1900 Timisoara
Rumänien

Eine der interessantesten rumänischen Bands heißt FORCEPS. Interessant allein schon deswegen, weil die Band einen ganz eigenen Stil hat. Sie schaffen das, indem sie unterschiedlichste Elemente miteinander verbinden. Da stehen Power, Thrash, Bombast, Funk, Prog, Melodic, Alternative, HipHop, Symphonic für Augenblicke einträchtig Seite an Seite und trotzdem klingt es nie wie ein wild zusammengewürfelter Haufen von Stilrichtungen, allein schon weil das Keyboard einen so flauschigen Teppich unterlegt, der stets das Muster des Songs verdeutlicht - so sehr, daß FORCEPS unglaublicherweise total eingängig klingen. Leider haben FORCEPS momentan nur ein Demo, aber eine Split-LP zusammen mit CANGREN ist in Planung, die bei ELECTRECORDS erscheinen soll.

Die Truppe CANGREN ihrerseits versteht sich erstklassig auf's lässige Rupfen der Saiten. Der Bass läßt Funken fliegen, und die Gitarre shuffelt sich ihr eigenes Grab. Ein bißchen zu cool ist dieser alternative Mix ausgefallen, denn auf die Dauer kommt mangels Abwechslung Langeweile ins Spiel.

Sehr viel interessantere Acts aus der Brachialecke haben zwei junge rumänische Labels zu bieten. Jedoch sind ihre Produkte nahezu ausschließlich in Kassettenform erhältlich, da sich die meisten Menschen in Rumänien kostspielige CDs schlicht nicht leisten können. Das erste der beiden Labels trägt den Namen BESTIAL RECORDS und entsprechend bestialisch werkeln die Bands, die man unter Vertrag hat.

Der erste Release von BESTIAL war die Kassette »Zirnidu-sa« von NEGURA BUNGET, der führenden Black Metal-Band in Rumänien, die in ihrer Heimat bereits echten Kultstatus erreicht haben. Mittlerweile haben NEGURA BUNGET eine weitere Mini-CD namens »Sala Molksa« veröffentlicht und sind Ende März erneut im Studio verschwunden, um für BESTIAL ihre dritte Scheibe einzuspielen. Mehr über die Band, die prügelt wie Pinguine beim Pfennigfuchsen und deren Sänger immer nur etwas von "wärrr, abärrr, nadärrr, übärrr" erzählt, findet Ihr auf der Homepage:

http://www.geocities.com/SilliconValley/Park/1066/negura.htm

Leider können nicht alle Bands dieses Niveau vorweisen: So spielen MAKROTHUMIA auf »The Rit Of Individuation« völlig belanglosen Death Metal und GRIMEGOD aus Arad machen auf »Dreamside Of Me« nur mäßigen deathlastigen Thrash und können lediglich durch ein sehr schönes Design des Tape-Booklets überzeugen. Bleibt zu hoffen, daß sie sich mit ihrem kommenden, im bandeigenen Studio aufgenommenen Album »With Broken Wings« werden steigern können.

http://witch.drak.net/grimegod/

Der größte Erfolg von BESTIAL sind die deutschen AGATHODAIMON, die für unsere Breiten bei NUCLEAR BLAST unter Vertrag stehen. Deren Release »Tomb Sculptures« bietet jedoch nur normalen Black Metal, der kaum Aufsehen erregt und sich nicht von der Konkurrenz abheben kann. Die Band ist zwar wie erwähnt in Deutschland beheimatet, doch Sänger weist mit seinem Künstlernamen Vlad Dracul (bürgerlicher Name Rusu Andrei) darauf hin, daß er in Rumänien geboren ist, so daß die Band in diesem Special auf alle Fälle eine Erwähnung verdient.

Ganz anders klingen ARCHAOS: Bei dem Projekt, das sich aus Dan Serbanescu und Radu "Putrfactorus" formiert, stehen Tasteninstrumente eindeutig im Vordergrund. Dennoch haben sie auf »Vestes Terrae« eine dämonische Aura geschaffen, bei der es einem nicht selten eiskalt den Rücken runterläuft. Dominant sind hypnotische Keyboardklänge, die nicht selten an die Filmmusikern des Genies John Carpenter erinnern, und prägen die Klänge, die die beiden Macher als "dark, archaic, mystic, ambient" bezeichnen.

http://www.geocities.com/SilliconValley/Park/1066/archaos.htm

Meilen davon entfernt sind DIES IRAE, die sich ganz der Old School ergeben: Genüßliches Geprügel feiern sie auf »Gargoyles« ab, das zwischen Thrash, Death und reinrassigem Grindcore steht und sich nicht die Bohne um die Moderne kümmert. Vielleicht wurden CRYPTIC SLAUGHTER ja von einem Vampir ausgesaugt, von ihm in dessen Heimat verschleppt und sind nun wiederauferstanden. Daher muß man verstehen, daß sie aufgrund ihrer derzeitigen Blutarmut nicht mehr ganz so hyperschnell rasseln wie in der Vergangenheit. Dennoch - welcome back, boys. Vorsicht - die Kassettenhülle hat gerade versucht, mich zu beißen...

GOD [RO]-Bandphoto

Eine schlicht göttliche Band sind GOD, die ebenso wie AXIDENT aus Moldawien stammen; Dementsprechend lautet der Titel ihres Kassettenalbums »From The Moldavian Ecclesiastic Throne«. Der Rundling, nö..., müßte eigentlich Rechteckling heißen..., bietet auf sieben Songs (von denen zwei gar in der Muttersprache GODs verfasst sind) exzellenten symphonischen Death Metal und wird durch eine Coverversion von LACRIMOSAs ›Copycat‹ abgeschlossen. Die Band versteht es auf ihrem Release, eine gespenstische Atmosphäre aufzubauen, die vor allem durch die Viola von Elena Dorostei belebt wird: Ihre Streicherparts erinnern desöfteren an Klassiker wie Smetana. Es ist unverständlich, weshalb diese Band noch nicht hierzulande veröffentlicht wurde, vor allem wenn man bedenkt, welche Veröffentlichungsschwemme auf diesem Sektor herrscht - und daß GOD locker die Chance hätten, aus dieser herauszuragen! Mehr über die Band auf der GOD-Site:

http://www.geocities.com/SilliconValley/Park/1066/god.htm

INTERITUS DEI [RO]-Logo

Gerne hätten wir Euch auch etwas über die atmosphärischen Deathster INTERITUS DEI erzählt, aber die Band hat es über Monate nicht geschafft, das versprochene Promopäckchen zu schicken. Daher trösten wir uns mit dem hübsch gestalteten Logo der Band...

Einen Überblick über das Programm von BESTIAL bietet der »1997-1998 Bestial Sampler«. Doch damit ist die Arbeit von BESTIAL noch nicht zu Ende, denn die Firma lizensiert ebenfalls ausländische Produkte für Rumänien: So erschien beispielsweise das »An Irony Of Fate«-Album von LOVE LIKE BLOOD als Kassette via BESTIAL in Rumänien. Weitere Infos zu dem Label, das ebenfalls einen Mailorderservice betreibt (und auf deren Homepage Ihr online bestellen könnt,) erhalten Ihr bei:

BESTIAL RECORDS
c/o Adrian Mihailov
Str. Caras no. 8
RO - 1900 Timisoara
Rumänien

http://bestialrecords.virtualave.net/

bestialr@banat.ro

...geiles Motto, wa?

Das andere aufstrebende rumänische Label, PROMUSIC RECORDS, hat ebenfalls einen Sampler veröffentlicht: »Romanian Metal Underground« lautet der Titel und war die erste Veröffentlichung der Firma. Darauf sind zehn Newcomer aus Rumänien zu hören (unter anderem auch Bands wie DIES IRAE, GOTHIC oder DEIMOS, die auch Releases bei BESTIAL vorweisen können - es scheint, als sei das Konkurrenzdenken in Rumänien nicht gar so extrem groß.) Mittlerweile haben PROMUSIC drei Bands unter Vertrag genommen (von denen allerdings keine auf dem »Romanian Metal Underground«-Sampler gestanden hatte) und ihnen die Produktion ihrer Debutalben ermöglich. Wie jedoch die meisten rumänischen Releases sind auch die Werke von CRONOS, PROTEST und ANARHIA nur in Kassettenform erhältlich. Das schmälert jedoch die Leistung der Bands nicht:

Nope, CRONOS sind keineswegs die Neuauflage des Soloprojektes des gleichnamigen VENOM-Frontteufels, sondern eine fünfköpfige Formation die sich dem atmosphärischen, leicht gothicangehauchten Metal zuwendet. Eine echte Zuordnung der Musik ist nicht möglich - so wie man oft bei rumänischen Bands merkt, daß sie nicht so recht in eine Schublade passen wollen - allerdings bietet »...şi voi ucide timpul« sehr interessante Melodien und gutes Songwriting. Wie am Titel des Albums abzulesen, werden sämtliche CRONOS-Songs in Rumänisch gesungen, was der ganzen Kassette einen sehr faszinierenden Touch verleiht.

Sehr viel standardgemäßer sind PROTEST: handfester Deathrash mit kurzen atmosphärischen Einlagen bestreitet das Threepiece. Jedoch gleitet »Beyond Tomorrow« nie ins 08/15-Dasein ab, sondern versteht sich songwritingtechnisch problemlos gegen die weltweite Konkurrenz zu behaupten. Eine Besonderheit der PROTESTler sind exzellente kurze Gitarrenbreaks, die beweisen, daß die Jungs nicht nur drauflosholzen können. So bleibt unterm Strich nur ein Problem bestehen: Der Gesang von Basser Tibi Vadean ist schlicht zu farblos und stinknormal.

ANARHIA-Bandphoto

Von einer Band mit Namen ANARHIA würde man vielleicht Anarcho-Punkcore erwarten, doch weit gefehlt: ANARHIA sind die ungewöhnlichste neue Band aus Rumänien, die sich absolut nicht kategorisieren läßt. Auf der Basis von normalem Metal werden alle nur erdenklichen Einflüsse verwurstet: Da gibt's MACHINE HEAD-Gitarren, aber ebenso völlig normale Bratpfannen, dann mal wieder deutliche FAITH NO MORE-Referenzen, um im nächsten Moment wie ein Progressive Track zu klingen und dann wieder mit Mitshoutchören oder atmosphärischen Keyboards gespickt zu werden. Zur Krönung singen auch ANARHIA auf »Nici O Vina« in ihrer Muttersprache. Nennen wir's doch einfach Exzentrik-Metal und zucken verzückt die Schultern.

Wer zumindest in Sachen PROMUSIC noch etwas besser aufgeklärt werden möchte, wende sich an:

PROMUSIC RECORDS
c/o Ioan v. Brîndusan
P.O. Box 1421
RO - 3400 Cluj-Napoca
Rumänien

promusicrec@hotmail.com

ROCRIS DISC ist eine weitere rumänische Firma, die jedoch nur am Rande interessant ist, weil man keine Bands signt, sondern sich darauf spezialisiert hat, fertige Produkte für Rumänien zu lizensieren - in Kassettenform, versteht sich. Aber immerhin - so wie es CNR, der französischen Plattenfirma von VANDEN PLAS zu verdanken ist, daß es die Band auch auf kühlem Vinyl gibt, existiert dank ROCRIS eine offizielle Kassettenversion von »The God Thing«.

rocris@gmb.ro

Die im Ausland bekannteste rumänische Band sind ON THORNS I LAY, obwohl die Band streng genommen nicht unbedingt nach Rumänien gehört. Zumindest nahm die Band ihren Anfang in Athen mit den beiden Griechen Stefanos Kintzoglou (v, b) und Chritos Dragamectianos (g). Doch nach zwei Alben trennte sich das Duo von ihren Mitstreitern und zog nicht zuletzt dank ihres rumänischen Managements nach Bukarest um. Dort fand man schnell passende Mitmusiker und so haben ON THORNS I LAY als rumänisch-griechische Gemeinschaftsproduktion das Album »Crystal Tears« fertiggestellt.

ON THORNS I LAY-Bandphoto

»Crystal Tears« ist ein hervorragendes, harmonisches Gothic-Album, das in erfrischender Weise nicht an andere "Goten" erinnert. ON THORNS I LAY haben mit ihrem Album eines der besten Gothicwerke des letzten Jahres geschaffen. Dank ihres Deals mit HOLY RECORDS ist es ON THORNS I LAY relativ problemlos möglich, außerhalb Rumäniens zu operieren, so daß sie ihren Status auch international untermauern konnten.

http://www.hades.ro/hmm69/

lenti@bigfoot.com

Ein Bonbon haben wir zum Schluß aufgehoben: SOUND & VISION. Himmlischer Bombast-Symphonic Metal, der stellenweise an das legendäre Debut der Ungarn CLASSICA erinnert. Eine Orgel, für die Johann Sebastian einen Bach von Tränen der Freude vergossen hätte, duelliert wie von Sinnen mit einer entfesselten Gitarre. Sie steigern sich bis zur Rage und werden zu einer einzigen Hymne.

SOUND & VISION-CD-Cover

Die Band hat gerade eine Promo-CD fertiggestellt, mit der sie in der europäischen Plattenfirmenszene hausieren geht. Drücken wir sämtliche Daumen, daß dieses Cover demnächst in hiesigen Plattenläden zu sehen ist!

biba@conpress.tomrad.ro

Zur Schlußrunde wollen wir kurz einige Worte über weniger metallische Bands verlieren.

Ein besonders interessanter Vertreter nennt sich DIGITAL ART. Es handelt sich dabei um das Bruder-Duo Cristian und Florian Nanu, das live - nach Kräften - eine Lasershow zur Unterstützung präsentiert. Dies ist nicht das einzige Element, das an Jean-Michael Jarre denken läßt. Auch die Musik auf ihrer '94er Debut-Kassette ist komplett Synthesizern entsprungen. Zwischen Sphärenklängen und schrägen Elektrosounds bewegt man sich in Richtung New Age, wie die beiden gerne von sich selbst behaupten.

Weitaus bodenständiger und lebensgetreuer gehen da die NIGHTLOSERS auf ihrer Debut-Kassette »Sitting On The Top Of The World« vor und präsentieren ein ganzes Battalion bluesiger Rock'n'Roller.

Auch A. G. Weinberger schwingt seine Gitarre ausschließlich die Bluestonleiter rauf und runter, womit er bereits eine beachtliche Fanschar um sich versammeln konnte. So sollte einem Erfolg, der gerade fertiggestellten Debutscheibe nicht im Wege stehen.

Ebenfalls dem Blues Rock haben sich QUO VADIS verschrieben. Sie haben gerade zusammen mit der Formation FLOARE ALBASTRA ein Split-Album veröffentlicht.

Besagte FLOARE ALBASTRA präsentieren auf ihrer Seite mit ihrer stilübergreifenden Offenheit und Vielfalt passend die umfangreiche rumänische Szene, welche all die Lügen straft, die dieser Szene mit Vorurteilen begegnen.

Der Musiker Adrian Berceanu schiebt eine ruhige Nummer in Rumänien. Seine Stücke klingen so ungefähr wie die Balladen von MEATLOAF, nur nicht ganz so fleischig. Allerdings hat Mr. Berceanu ebenfalls eine ziemlich mächtige Stimme.

Komplett unmetallisch und zugleich trendverseucht klingen CLASS. Alle modernen westlichen Unsitten, gleich ob Rave, Hip Hop, Rap oder Tekkno, backen sie gleichzeitig zu einem Keks zusammen. Das Resultat ist eine Mischung aus CAPELLA vor der Zahnungsphase und einem imagemäßigen "Yo!" aus der rumänischen Bronxxx, und jetzt wird's Zeit aufzuhören, bevor Ihr uns mit Prügel droht...

Doch dies soll nicht geschehen, ohne daß der EMPIRE'sche Dank an Doru Ionescu weitergereicht wurde. Doru sitzt in Rumänien an der Quelle, denn er gibt zum einen das ROCKER-Magazin heraus. Er ist außerdem der Fachmann für den Sektor Musik bei der wöchentlich erscheinenden rumänischen Rundfunk- und TV-Zeitschrift. Schließlich moderiert er noch eine metallische Fernsehsendung. Er hat uns bei der Recherche geholfen und tausende wertvolle Insiderinfos zur Verfügung gestellt, um den verlängerten Arm zur Demobesprechung von PANSAMENT und der Vorstellung des Tapesamplers »Total Confusion« in der letzten Papierausgabe zu bekleiden.

Für Bands, die Promotion in Rumänien suchen oder wenn Ihr Euch etwas tiefer in dieses Thema reinwühlen wollt, gibt es verschiedene rumänische Szene-Institutionen: Zum einen gibt es bei RADIO SKY eine Metalsendung namens "#1 Radio Show", die bereits seit fünf Jahren on air ist. Sie läuft jeden Donnerstag von 22.00 Uhr bis 2.00 Uhr und widmet sich neben dem "normalen" Programm sowohl der rumänischen Szene als auch Underground-Bands.

#1 RADIO SHOW
c/o Radu Razvan
Hortensiei 8, BL. F-79, OP. 10
RO - 8700 Constanta
Rumänien

undersky@relay.modarex.ro

Außerdem macht NEGURA BUNGET-Drummer Negru ein Magazin namens NEGURA - MAGAZIN IDEOLOGIC AL DACIEI (Hat sich bei der Namensgebung in jeglicher Hinsicht nicht arg viel Mühe gegeben, der Gute... - Red.). Größtes Problem dabei ist weniger der Themenschwerpunkt, der eindeutig bei Death und Black Metal liegt, sondern daß das Magzin in Rumänisch verfaßt ist. Dennoch:

NEGURA - MAGAZIN IDEOLOGIC AL DACIEI
C.P. 8-747
RO - 1900 Timisoara, Timis
Rumänien

mafa@mail.dnttm.ro

Oder aber schaut Euch doch mal DRAKULA FANZINE ON LINE unter

http://linux21.roknet.ro/iskander/

an. Die Site wird von zwei Rumänen gemacht (die auch per E-Mail erreichbar sind:

iskander@x-net.ro

und bietet neben den üblichen Standards eine Abteilung über die rumänische Szene. Außerdem findet Ihr dort eine Story über Vlad Tepec, die angeblich die ganze und schonungslose Wahrheit über diesen Mann erzählen soll, womit wir den Kreis geschlossen haben.


Gerald Mittinger + Stefan Glas


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