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Von wegen, "am dritten Tage auferstanden von den Toten". Das schwedische Abriß-Kommando UNANIMATED weilte gut 13 Jahre unter den Verblichenen, bevor endlich ein erneutes Lebenszeichen zu vernehmen war. Zwar brauchen wir deshalb jetzt die Bibel nicht umzuschreiben, zumindest aber kann die Schweden-Death Metal-Glaubensgemeinde ihre dahin ausgerichteten Gebete getrost einstellen, denn die Truppe ist nun endlich leibhaftig zurück.

UNANIMATED-Bandphoto

»In The Light Of Darkness« nennt sich ihr Comebackalbum, und dieses läßt uns eindrucksvoll wissen, daß den Herrschaften in ihrer "Ruhepause" (die sich bekanntlich nur auf UNANIMATED bezieht, denn aktiv waren alle involvierten Musiker und das in nicht zu geringem Ausmaße) keineswegs die Intention hinter dem Unternehmen und noch weniger die Kompetenz abhandengekommen ist, reichlich "angeschwärzten" Todesmetall edelster Form ins Leben zu setzen. Zwar durfte man aufgrund der vergangenen Großtaten durchaus mit einem mächtigen Album rechnen, doch das, was uns die aktuelle Besetzung von UNANIMATED (Richard Cabeza, Peter Stärnvind, Johan Bolin und Micke Jansson) vor den Latz geknallt hat, braucht sich vor etwaigen Vergleichen zu anderen Formaten - weder aus der Vergangenheit, die im Sound von UNANIMATED mehr als nur "wiederbelebt" wird, noch aus der Gegenwart - zu verstecken.

Vielleicht mag der ein oder andere Zeitgenosse den Jungs unterstellen, "altbacken" zu klingen, oder auch ein nicht unbedingt "zeitgemäßes" Werk abgeliefert zu haben - scheiß' drauf, hier wird der Geist des schwedischen Death Metals derart authentisch dargeboten, daß man sich nicht nur einmal die Frage stellen muß, ob es sich denn wirklich um ein brandneues und nicht doch um jenes Album handeln würde, das UNANIMATED Mitte der 90er Jahre - also unmittelbar als Nachfolger zu »Ancient God Of Evil« - abliefern hätten müssen.

Aber Jahreszahlen sind ohnehin nur Schall und Rauch, und auch wenn man die Geschwindigkeit im Großen und Ganzen im direkten Vergleich zu den Vorgängerwerken ein klein wenig zurückgeschraubt hat und den Tracks eine dezente Prise an Melancholie eingehaucht wurde, wird hier nichts anderes dargeboten als die Essenz des dunkelschwarzen Death Metal.

Keyboards? Fehlanzeige! Sonstige Spielereien oder Firlefanz? Nicht einmal im Ansatz! "Death Metal as fuck" ist hier Programm! Die Gitarre von Johan Bolin macht Druck ohne Ende und ist zudem auch für die mitunter beklemmende, tiefschwarze Atmosphäre beinahe im Alleingang verantwortlich. Beinahe deshalb, weil UNANIMATED ja auch über eine sehr solide Rhythmusfraktion verfügen und zudem mit Micke Jansson einen Frontmann, der den Tracks mit seiner regelrecht ketzerisch anmutenden Stimme das i-Tüpfelchen zu verabreichen imstande ist.

Welch ein Comeback! Mehr braucht man zu »In The Light Of Darkness« nicht zu sagen.

http://myspace.com/unanimated08


Walter Scheurer

UNANIMATED im Überblick:
UNANIMATED – Online Empire 40-Special (aus dem Jahr 2009)
UNANIMATED – News vom 18.07.2006
UNANIMATED – News vom 20.02.2008
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