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  UE-Home → History → Online Empire 37 → Rubriken-Übersicht → Special-Übersicht → THE DEVIL'S BLOOD-Special last update: 20.11.2022, 22:24:48  

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Nach dem Lust- und Appetithappen »The Graveyard Shuffle«, der vor noch nicht einmal einem halben Jahr veröffentlicht wurde, hoffte ich zwar, daß die niederländischen Okkult-Psychedelic-Rocker THE DEVIL'S BLOOD nun endlich mit einem Langeisen am Start wären, doch offenbar läßt »Horror Soul«, wie selbiges betitelt werden soll, doch ein noch ein wenig auf sich warten. Um ihren Fans die Wartezeit angenehmer zu gestalten, kredenzt uns die Truppe aus Eindhoven nun eine EP, die jedoch wesentlich essentieller ausgefallen ist, als daß man von einem sogenannten "Pausenfüller" sprechen dürfte. Einmal mehr wissen die Jungs rund um "Mouth Of Satan", sprich Sängerin F., mit ihrer obskuren, eigenwilligen, aber zugleich ungemein faszinierenden und betörenden, regelrecht hypnotisch wirkenden Melange zu beeindrucken. Auch diese EP lebt von herrlich antiquierter Rockmusik, die aber keineswegs "retro", schon gar nicht aber "altbacken" klingt, sondern den Zuhörer schlicht und ergreifend auf eine Zeitreise in die frühen 70er Jahre mitnimmt. Ebendort lassen sich wohl sämtliche Einflußquellen auf das künstlerische Schaffen dieser NiederländerInnen eruieren, die vom Quintett abermals in imposanter Form dargeboten werden. An Vergleichen fallen mir vom strukturierten Aufbau am ehesten diverse Krautrocker ein, zudem müssen allerdings auch die Großmeister der psychedelischen Rockmusik, die sich ebenso mit der okkulten Seite des Lebens beschäftigt hatten, erwähnt werden. Über alldem aber thront F. mit ihrer eigenständigen, ihrem Pseudonym absolut gerechtwerdenden Stimme.

THE DEVIL'S BLOOD-Bandphoto

Wer sagt denn, daß Satans Stimme eine keifende war? Ich bin sicher, der gute Mann wußte seine "Opfer" viel eher mit betörender Stimme in seinen Bann zu ziehen. Und mal ganz ehrlich, wie läßt sich denn ein Mann zum Zuhören bewegen und in Folge gefügig machen? Klar doch, durch becircende Klänge aus dem Munde einer Dame!

Zumindest meine Wenigkeit hat sich einmal mehr von F. "verzaubern" lassen, allerdings weiß selbstredend auch die "Hintergrundbeschallung" ihrer Stimme mächtig zu beeindrucken. »Come, Reap« macht klar, daß THE DEVIL'S BLOOD konsequent ihren Weg verfolgen und sich um etwaige andere Strömungen einen feuchten Kehricht scheren. Obendrein ist ihnen mit dem zehnminütigen ›Voodoo Dust‹ eine wahre Perle des Genres geglückt.

Bitte, bittteeee, mmmeeeeeeeeehhhhhhhhhhrrrrrrrrrr davon...

Der Suchtfaktor dieser Band ist nach wie vor gewaltig, die Erwartungen an »Horror Soul« (zumindest meinerseits) dadurch ebenso.

http://www.thedevilsblood.com/


Walter Scheurer

THE DEVIL'S BLOOD im Überblick:
THE DEVIL'S BLOOD – The Graveyard Shuffle (Rundling-Review von 2008)
THE DEVIL'S BLOOD – The Thousandfold Epicentre (Rundling-Review von 2011)
THE DEVIL'S BLOOD – ONLINE EMPIRE 37-Special
THE DEVIL'S BLOOD – ONLINE EMPIRE 52-"Living Underground"-Artikel
THE DEVIL'S BLOOD – News vom 25.01.2013
Playlist: THE DEVIL'S BLOOD-Album »Come, Reap« in "Jahrescharts 2008" auf Platz 10 von Walter Scheurer
Playlist: THE DEVIL'S BLOOD-Album »Come, Reap« in "Jahrescharts 2008" auf Platz 9 von Stefan Glas
Playlist: THE DEVIL'S BLOOD-Album »The Time Of No Time Evermore« in "Jahrescharts 2009" auf Platz 8 von Walter Scheurer
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