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Die Welt der progressiven Musik ist einzigartig und faszinierend. Trotz der Tatsache, daß jene KlĂ€nge, die unzĂ€hlige Bands als "progressiv" bezeichnen, oder um genauer zu sein, deren KlĂ€nge von ebenso vielen Schreiberlingen so bezeichnet werden, mitunter nicht ganz einfach zu konsumieren sind, schafft es der geneigte Hörer mit der nötigen Hingabe, in derlei musikalische Kleinode einzutauchen und diese dann so richtig zu genießen.
Vor allem aus dem Hause LION MUSIC tauchen immer wieder Veröffentlichungen auf, die erst nach einigen DurchlĂ€ufen so richtig zĂŒnden wollen. Kein Wunder, schließlich weiß dieses Label immer wieder, mit Alben aufzuwarten, die gespickt sind mit verspieltem, sehr komplex arrangiertem Prog-Metal.
Genau solcher ist es auch, den uns eine bis dato unbekannte Truppe namens SPHERE OF SOULS auf ihrem Debut »From The Ashes...« offeriert. Ein kurzer Blick auf das Line-up zeigt uns aber, daß wir es hier mit einer Liaison bekannter Musiker zu tun haben, die allesamt ihre Lehrjahre in dieser Szene schon lĂ€ngst hinter sich haben: Auf »From The Ashes...«, dem Debutalbum der Band, sind SĂ€nger AndrĂ© Vuurboom, Bassist Kees Harrison, Tastenhexer Joost van den Broek, Drummer Ruud van Diepen und die Gitarristen Rob Cerrone und Anand Mahangoe zu hören.
Was zunĂ€chst als Solo-Projekt von SĂ€nger AndrĂ© begann, entwickelte sich im Laufe einer recht kurzen Zeit zu einer sehr gut harmonierenden Band, die es offensichtlich auch in Sachen Interview mit dem Begriff "Kollektiv" sehr ernstmeint und es sich nicht nehmen ließ, meine Fragen innerhalb der Band weiterzuleiten und auf diese Art zu beantworten.
Bevor es so richtig mit dem Thema SPHERE OF SOULS zur Sache ging, komme ich aber nicht umhin, den Herrschaften auch die wichtigsten Fakten aus ihrer persönlichen musikalischen Historie zu entlocken.

Bei SPHERE OF SOULS sind Musiker aktiv, deren ehemalige BetĂ€tigungsfelder in der Progressive Metal-Szene ebenfalls fĂŒr Furore sorgen konnten: Den Anfang machte dabei ein Quintett namens IMPERIUM, deren einziges Album »Too Short A Season« anno 1993 leider nicht wirklich das gebĂŒhrende Lob einheimsen konnte. Weshalb war bei IMPERIUM schon sehr bald wieder Schicht im Schacht?

AndrĂ©: Wir haben uns aufgelöst, weil nichts mehr gegangen ist. Wir waren schlicht ausgebrannt. Obwohl wir unser bestes gegeben hatten, war fĂŒr IMPERIUM nichts zu gewinnen. Es gab fĂŒr uns keinen Grund mehr weiterzumachen, und außerdem waren wir damals in mehrere Projekte gleichzeitig verstrickt, so daß uns die Konzentration auf diese eine Band schwer gefallen ist.

Rob: Ich habe IMPERIUM schon zwei Monate nach der Veröffentlichung des Albums verlassen. Allerdings waren es keinerlei musikalische ZerwĂŒrfnisse, die mich dazu veranlaßten, sondern private GrĂŒnde. Ich steckte mitten in meiner Ausbildung und konnte meine Energie nicht gleichzeitig in Ausbildung und Band investieren. Nach einigen Versuchen haben es die anderen Bandmitglieder dann bleiben lassen und meine Position erst gar nicht nachbesetzt, sondern beschlossen, nur noch mit einer Gitarre weiterzumachen. Daraus ist dann SOULS OF INBETWEEN geworden und IMPERIUM waren Geschichte.

SOULS OF INBETWEEN sagen mir persönlich gar nichts. Ich dachte bislang, André wÀre erst spÀter bei SUN CAGED wieder in Erscheinung getreten.

AndrĂ©: Nach Robs Abgang bei IMPERIUM war SOULS OF INBETWEEN der nĂ€chste Schritt. Allerdings existierte diese Formation noch nicht einmal eineinhalb Jahre lang. Danach hatte ich erst einmal genug von Musik und legte eine Pause ein, bis ich mit JERA einen neuen Versuch startete. Dabei hatten wir eines Tages die Chance, einen Gig im Vorprogramm von SUN CAGED zu spielen. Da bei denen gerade ein SĂ€nger gesucht wurde, fragten sich mich und ich willigte spontan ein. Da SUN CAGED in jener Zeit - es muß gegen Anfang 2002 gewesen sein - eine viel versprechende Band waren, stieg ich bei ihnen ein und erwartete mir sehr viel davon.

Allzu lange wÀhrte aber auch diese Liaison nicht, da André, wie auch Joost van den Broek, SUN CAGED recht bald wieder verlassen haben.

AndrĂ©: Joost und ich sind in dieser Zeit zu guten Freunden geworden. Deshalb war fĂŒr mich klar, daß ich nach Joosts Ausstieg in dieser Band nicht wirklich lange verbleiben werde. Mit Marcel Coenen kam ich nie wirklich klar, mit dem Rest der Band bin ich aber noch heute in Kontakt, da diese Jungs schwer in Ordnung sind.

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Da bei SPHERE OF SOULS in Ruud und Kees auch zwei ehemalige Mitglieder einer mir ebenso unbekannten Formation namens AUTUMN EQUINOX am Start sind, sollten wir auch darĂŒber etwas in Erfahrung bringen.

Ruud: AUTUMN EQUINOX nannte sich eine Progressive Metal-Band aus Hoorn, die ich im Jahre 1999 zusammen mit Michael Leeninga (g, STILLBORN) and Bassist Boudewijn van Nooijen gegrĂŒndet habe. Wir spielten sehr hĂ€ufig hier in der Umgebung, also im Norden Hollands. ZunĂ€chst starteten wir als Trio, um unsere Instrumental-Kompositionen zum besten zu geben, spĂ€ter kam mit Sebastiaan Koenen auch noch ein Keyboarder dazu. Danach suchten wir einen geeigneten SĂ€nger, doch das war nicht so einfach. Erst im letzten Line-up war mit Michael Hos, der jetzt bei ULYSSES singt, ein wirklich begnadeter Vokalist bei uns. Kees kam dann als Ersatz fĂŒr Boudewijn im Jahre 2002 zur Band. Von AUTUMN EQUINOX existieren lediglich einige Demos und ein Live-Bootleg, den es aber nur sehr selten gibt.

Kees: Viel mehr gibt es zu dieser Band nicht zu erzĂ€hlen. Obwohl ich erst gegen Ende der Existenz zu dieser Formation gestoßen bin, war es eine tolle Erfahrung fĂŒr mich. Zuvor war nĂ€mlich in eher traditionellen Metal-Bands aktiv und hatte keine Ahnung von progressiven Sounds. AUTUMN EQUINOX war so etwas wie mein EinfĂŒhrungsunterricht in dieses Genre. Wir waren damals wesentlich mehr darauf erpicht, technisch anspruchsvolles Material zu komponieren als wir es bei SPHERE OF SOULS sind, wahrscheinlich auch ein Teil der Lernphase einer Band. Aber erst jetzt sind Ruud und ich so weit, daß wir uns als Rhythmusabteilung kreativ entfalten können, ohne dabei zwingend anspruchsvoll klingen zu mĂŒssen.

Womit wir nun beim eigentlichen Thema dieser Unterhaltung angelangt wÀren. Wurden SPHERE OF SOULS als Band gestartet oder war es eher ein Projekt?

AndrĂ©: Zuerst hatte die Angelegenheit Projekt-Charakter. Einige Songs unseres Debutalbums stammen aus jener Zeit, als ich mich mit dem Songwriting fĂŒr ein weiteres SUN CAGED-Werk beschĂ€ftigt hatte. Da daraus bekanntlich nichts mehr geworden ist und es mir ein Anliegen war, diese Songs zu veröffentlichen, ist SPHERE OF SOULS daraus entstanden. In der Zwischenzeit hat sich dieses Projekt jedoch zu einer Band entwickelt, was mich sehr freut.

Dann laß' uns mal etwas von den AnfĂ€ngen wissen!

AndrĂ©: Wie gesagt, den Startschuß gaben im Prinzip Joost und ich, als wir uns von SUN CAGED verabschiedeten. Joost konnte danach bei AFTER FOREVER ein neues BetĂ€tigungsfeld finden, aber ich stand ohne Band da. Aber ich war nicht untĂ€tig und hatte im Prinzip die ersten Ideen fĂŒr das Konzept von »From The Ashes...« bereits entworfen und machte mich daran, dieses auch fertigzustellen. Da meine VorschlĂ€ge bei SUN CAGED auf taube Ohren gestoßen sind, versuchte ich eben, ein Solo-Projekt auf die Beine zu stellen.

Kees: Zu diesem Zeitpunkt kannte ich AndrĂ© zwar erst ein gutes Jahr, aber dennoch war ich einer der ersten Musiker, die er fĂŒr ein eventuelles Solo-Projekt kontaktierte.
Da ich ohnehin gerade ohne feste Band war und etwas Neues starten wollte, kam mir diese Möglichkeit gerade recht. Zudem Ă€ußerte auch Joost sein Interesse daran, und schließlich konnten wir auch noch den ehemaligen IMPERIUM-Drummer Patrick Gerritzen, der ja auch schon bei SOULS OF INBETWEEN mit AndrĂ© zwischen 1990 und 1996 zusammenspielte, rekrutieren.
AndrĂ© hatte bereits einige Songs in der TĂŒte, die wir dann, trotz der Tatsache, daß wir innerhalb der ersten neun Monate der Existenz kaum vernĂŒnftige Proben auf die Reihe bekamen, fertigstellten und arrangierten. Die Baßtracks habe ich dann spĂ€ter bei AndrĂ© zu Hause wĂ€hrend eines Besuches eingespielt.

Rob: Auch ich war bei IMPERIUM aktiv, weshalb wir uns alle ganz gut kannten und von daher wußten, worauf wir uns einlassen wĂŒrden. Ich war geradezu enthusiastisch als mir AndrĂ© von seinem, damals noch als Solounternehmen "getarnten", Projekt erzĂ€hlte. Ich war dermaßen von den ersten Songideen angetan, daß ich sofort zusagte.

Kees: Somit war das erste Line-up praktisch fertig, aber Joost hat uns aus zeittechnischen GrĂŒnden kurz danach auch schon wieder verlassen. Im Februar 2005 mußten wir dann auch noch feststellen, daß Patrick es nicht schaffen wĂŒrde, seine TĂ€tigkeiten so zu koordinieren, daß auch genĂŒgend Zeit fĂŒr die Musik ĂŒbrig bleiben wĂŒrde, weshalb wir uns im Vorfeld der Aufnahmen fĂŒr das Album im Mai wieder trennen mußten.

Ruud: Wie schon kurz erwĂ€hnt, war ich mit Kees zusammen bei AUTUMN EQUINOX und habe zudem auch mit ihm zusammen gewohnt. Als mir Kees von diesem Projekt erzĂ€hlte und mir einige Songs im Vorfeld der Produktion vorspielte, war ich regelrecht beeindruckt. Da ich ohnehin nach einer neuen Band suchte, bei der ich mich so richtig entfalten konnte, drĂ€ngte ich mich förmlich auf, um vorspielen zu dĂŒrfen. Nach den ersten Auditions war es zum GlĂŒck auch schon entschieden, daß ich fortan zur Band zĂ€hlen wĂŒrde. Der Rest ist Geschichte, denn gut sechs Wochen spĂ€ter waren die Drum-Takes im Kasten.

Kees: Ich hoffe, daß wir jetzt niemanden verwirrt haben. Das Line-up zum Zeitpunkt der Aufnahmen bestand also aus AndrĂ©, Rob, Joost, Ruud und mir.

Anand: Tja, da mir AndrĂ©, den ich auch schon lĂ€nger kenne, irgendwann einmal mitgeteilt hatte, wie schwierig es sein wĂŒrde, einen weiteren guten Gitarristen fĂŒr diverse Soli zu finden, kam ich mit ins Spiel. ZunĂ€chst gab ich ihm aber nur die Zusage, mich zu melden, wenn ich jemanden gefunden hĂ€tte. Nun, AndrĂ© hatte recht, es sollte tatsĂ€chlich nicht einfach sein, aber letztendlich habe ich mich selbst an diese Sounds herangewagt. ZunĂ€chst dachte, es wĂ€re nichts fĂŒr mich, da ich eher nur der 4/4-Takt-Spieler wĂ€re, aber plötzlich hatte ich mir auch das Spielen von 7/8-Takten beigebracht, ohne es zu bemerken.

Kees: Zusammengefaßt kann man also feststellen, daß wir allesamt irgendwann irgendwie schon einmal zusammengespielt hatten, oder uns zumindest zum großen Teil schon kannten. Unter einer solchen Vorraussetzung ist es natĂŒrlich wesentlich einfacher, eine neue Band zu formieren.

So ganz einfach scheint es aber doch nicht nimmer gelaufen zu sein, wie im doch recht unĂŒbersichtlichen Zusammenstellen des Line-ups nachzuvollziehen ist.

Kees: So schwierig war die Sache an sich nicht. Joost hatte zu wenig Zeit, um fix bei uns zu spielen und im Prinzip hatten wir erst einen Wechsel zu verzeichnen. Denn Patrick war zwar zehn Monate in der Band, aber damals war die Angelegenheit noch eher ein Projekt und wir hatten es gerade einmal auf eine Handvoll Proben gebracht. Erst als Ruud zu uns gestoßen ist, ging es auch mit dem kontinuierlichen Proben los. Da AndrĂ© das Material der Scheibe mit Ausnahme des von ihn mit Joos zusammen komponierten â€șEpilogueâ€č im Alleingang geschrieben hatte, ist der Wechsel am Schlagzeug auch ohne Folgen auf das Songwriting geblieben.

Im Vergleich zu Euren frĂŒheren BetĂ€tigungsfeldern kommt bei SPHERE OF SOULS der "Prog-Faktor" wesentlich deutlicher zum Tragen. War es Eure Intention bei SPHERE OF SOULS, etwas völlig EigenstĂ€ndiges entstehen zu lassen und Sounds zu kreieren, zum Teil erst nach einiger Zeit greifbar erscheinen?

AndrĂ©: Nicht unbedingt. Ich war mir aber von Anfang bewußt, daß diese Songs allesamt als "Prog" bezeichnet werden wĂŒrden. Der Gitarrensound geht eindeutig in diese Richtung, hat aber dennoch etwas, was ein Großteil an Bands nicht besitzt. Diese extrem verzerrten KlĂ€nge, die doch desöfteren manche anderen Töne verschlucken, wird man bei uns nur sehr selten finden. Dadurch ergeben sich einfach andere Klangdimensionen, da man so wesentlich mehr Untertöne heraushören kann.

Wie wĂŒrdet Ihr die Entwicklung der Band bis jetzt betrachten? Ich meine, es klingt ja ziemlich beeindruckend, wenn aus einem Soloprojekt in recht kurzer Zeit eine Band wird und zudem innerhalb dieser Zeit auch ein Album auf den Markt kommt. UntĂ€tig könnt Ihr also nicht sein.

Rob: Obwohl die Sache an und fĂŒr sich AndrĂ©s Gehirn entsprungen ist und zunĂ€chst als Soloprojekt angelegt war, hat alles - wohl nicht zuletzt durch die Tatsache, daß hier fast ausschließlich Bekannte zusammenspielen - eine ungeheure Eigendynamik entwickelt. Da das BandgefĂŒge wirklich perfekt paßt, kann man mit der Entwicklung mehr als nur zufrieden sein. Obwohl es zu Beginn eher nach einer nicht wirklich professionell betriebenen Band ausgesehen hat, sind wir seit einigen Monaten mit Vollgas unterwegs.

Ruud: Da es sich aber nichtsdestotrotz um eine erst recht kurzzeitig bestehende Beziehung handelt, ist der Entwicklungsprozeß aber noch lange nicht vorbei.
Interessant ist vielleicht noch zu erwĂ€hnen, daß sich auch so manche Zusammenarbeit innerhalb der Band erst so richtig entwickeln mußte. Ich kannte Anand bis zum Zeitpunkt der Aufnahmen noch nicht einmal und auch die Proben haben zu Beginn teilweise nur in kleinen Gruppen stattgefunden. Aber in der Zwischenzeit sind wir sehr wohl zu einer Einheit zusammengewachsen. Es ist immer sehr angenehm, mit den Jungs zu spielen, denn die Kooperation scheint fĂŒr alle Beteiligten sehr fruchtend zu sein. Dahingehend darf man sich auch von den kommenden Alben noch einiges erwarten.

Kees: Ja, genau. Diese Band wĂ€chst mit ihrer Aufgabe. Aber trotz allem wollen wir nicht stillstehen, sondern diesen Entwicklungsprozeß auch in Zukunft beibehalten.

AndrĂ©, wie wĂŒrdest Du Deine persönliche musikalische Entwicklung von IMPERIUM ĂŒber SUN CAGED hin zu diesem Album betrachten?

AndrĂ©: Das Wichtigste ist sicher ein stabiles Line-up, das gilt fĂŒr alle Bands! Außerdem bin ich musikalisch wesentlich aufgeschlossener als damals. Ich bin noch immer ein Metaller, aber meine EinflĂŒsse und persönlichen Favoriten haben sich ein wenig verĂ€ndert. Wenn ich meine musikalische Leistung betrachte, kann ich wohl auch mit Stolz behaupten, ein besserer SĂ€nger geworden zu sein.

Aufgrund der Tatsache, daß ein Großteil der Songs schon fertig war bevor SPHERE OF SOULS in der jetzigen Form existierten, ist das Songwriting fĂŒr die Scheibe wohl eher unspektakulĂ€r ausgefallen?

Kees: Wohl war. Da AndrĂ© die gesamte Sache mit Ausnahme von â€șEpilogueâ€č in Eigenregie komponiert hat, wird es wohl so sein, daß unser zweites Album sehr unterschiedlich ausfallen wird. Im Moment sieht es so aus, daß wir uns zumindest in Kleingruppe von zwei oder drei Leuten treffen und Songs zu schreiben versuchen. Danach geht quasi ein Mailing raus, um alle davon zu informieren und diese Passagen werden dann fĂŒr etwaige Proben einstudiert. Danach geht es ans Feintuning und wieder in den Proberaum, wo wir dann an der endgĂŒltigen Fassung einer Nummer arbeiten. Es wird also wohl auch in Zukunft nicht besonders aufregend sein, wenn wir neue Songs schreiben, das Ergebnis jedoch hoffentlich schon!

Gab es SPHERE OF SOULS auch schon live zu bewundern?

AndrĂ©: Oh ja, wobei unsere Show im Vorprogramm STREAM OF PASSION wohl das bisherige Highlight unserer Karriere war. Aber auch schon unser erster grĂ¶ĂŸerer Auftritt zusammen mit VANDEN PLAS war großartig. Besonders viele Shows haben wir noch nicht gespielt, woran sich hoffentlich bald etwas Ă€ndern wird. Ganz so einfach ist es aber nicht, da ich mit meinem Heuschnupfen in den FrĂŒhlings- und Sommermonaten ein massives Problem habe.

Rob: Unser Auftritt zusammen mit VANDEN PLAS im "P 60" in Amsterdam war einfach Wahnsinn. Ich hatte nie zuvor in einem Club dieser GrĂ¶ĂŸe gespielt und war dementsprechend nervös, aber im Endeffekt war es phantastisch!

Kees: Stimmt, allerdings haben die Jungs noch etwas vergessen. FĂŒr mich war bislang unser Auftritt beim "ProgPower"-Festival der grĂ¶ĂŸte Erfolg fĂŒr die Band. Wir durften einen kompletten Soundcheck machen, hatten auf der BĂŒhne Platz ohne Ende und zudem war das Equipment auf der BĂŒhne phantastisch. Dieses Festival war generell sensationell, da sowohl der Ort an sich, als auch das Publikum mĂ€chtig beeindruckend waren.

Wie kam es eigentlich zur Zusammenarbeit mit LION MUSIC?

AndrĂ©: In erster Linie wohl deshalb, weil sie auch SUN CAGED unter Vertrag haben. LION MUSIC-Chef Lasse ist ein sehr netter Zeitgenosse. Ich habe mich 2004 beim "Sweden Rock"-Festival, bei dem Joost und ich unseren letzten Gig mit SUN CAGED gespielt haben, lĂ€nger mit ihm unterhalten. Als er mitbekommen hatte, daß ich diese Band verlassen werde, hat er mir fĂŒr zukĂŒnftige AktivitĂ€ten einen Deal angeboten. Wir haben uns zwar im Vorfeld der Veröffentlichung sehr wohl nach Alternativen umgesehen, aber Lasses Glauben an SPHERE OF SOULS hat uns schlußendlich in die HĂ€nde von LION MUSIC getrieben.

Worum geht es in den Songs von »From The Ashes...«?

AndrĂ©: Im Grunde genommen ist es eine fiktive Geschichte. ZunĂ€chst begann es auch als konventionelle Konzept-Geschichte, aber schlußendlich sind es immer mehr persönliche Aspekte geworden, die in meine Texte und in unsere Musik eingeflossen sind. Nach einer Weile erkannte ich, daß gerade diese Kombination zwischen RealitĂ€t und Fantasie das Interessante ist. Die Geschichte handelt davon wie sich das Schicksal eines einzelnen Menschen innerhalb seiner Gesellschaft immer wieder wiederholt.

Woher kommen die Inspirationen fĂŒr diese Texte?

AndrĂ©: Aus meinem Leben. Im Grunde genommen verarbeitete ich fĂŒr »From The Ashes...« persönliche Erlebnisse und Erfahrungen zusammen mit Ideen fĂŒr eine erfundene Geschichte zu einer gemeinsamen Story.

Und wer hat das Artwork entworfen?

André: Auch das war ich! Das Cover sollte bereits einen Hinweis auf die Geschichte geben und ich denke, das ist mir zumindest mit den Abbildungen im Booklet teilweise gelungen.

Gibt es schon PlĂ€ne, wie und in welcher Form Ihr das Album auch auf den BĂŒhnen dieser Erde prĂ€sentieren wird?

Kees: Wie bereits zuvor erwĂ€hnt, haben wir erst ein paar Gigs absolviert, aber das kann es ja noch lange nicht gewesen sein. Wir sollten uns um einen Support-Slot fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Band bemĂŒhen, denn dann wĂ€ren Zuschauerzahlen gesichert und vor allem könnten wir uns so am ehesten eine neue Klientel erspielen.

Wo denkt Ihr, sollten SPHERE OF SOULS die meisten Fans begeistern können?

Kees: In Holland und Deutschland. Aber wir haben auch sehr gutes Feedback aus England, den USA und Japan erhalten. Gerde diesbezĂŒglich kann man mit dem Internet jede Menge unternehmen und SPHERE OF SOULS auch in den entlegensten Gebieten der Erde bekannt machen.

Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, könnte mir aber gut vorstellen, daß SPHERE OF SOULS nicht das einzige BetĂ€tigungsfeld von Euch darstellt. Was dĂŒrfen wir denn in den nĂ€chsten Monaten an weiteren Veröffentlichungen erwarten?

AndrĂ©: Ich habe fĂŒr die kommende Scheibe von DELAIN, der neuen Truppe des ehemaligen SUN CAGED-Bassisten Rob van der Loo, die Backing Vocals eingesungen. Ich denke, solange es kein besonderer Aufwand ist und unsere Band dadurch nicht zu kurz kommt, wird sich an solchen NebenaktivitĂ€ten in Zukunft auch nichts Ă€ndern.

Rob: Da ich ohnehin schon jetzt kaum Zeit fĂŒr irgendetwas anderes habe, beschrĂ€nke ich mich auf SPHERE OF SOULS.

Kees: Das sehe ich auch so, allerdings wĂŒrde ich sicher nicht nein sagen, wenn ein wirklich lukratives Angebot ins Haus schneit.

Anand: Dem kann ich mich nur anschließen.

Ruud: Durch die Tatsache, daß ich in Amsterdam an der ASOPM ("Amsterdam School Of Pop Music") studiere, bin ich schon allein dort in unzĂ€hlige Projekte involviert. Zudem bin ich als Drummer und SĂ€nger bei ALURA am Start, einer Band in der eine junge Dame namens Laura Schoegje singt. Mit unserer sehr obskuren Mischung aus Pop, Jazz und Metal könnten wir durchaus interessant fĂŒr ein Publikum sein, dessen musikalischer Horizont ebenso breit gefĂ€chert ist.

Wahrlich interessant. Das heißt wohl, man darf in Zukunft einiges von SPHERE OF SOULS erwarten, denn so sehr in Nebenbaustellen seid ihr ja gar nicht verstrickt, wie ich es vermutet hatte.

Kees: Genau. In erster Linie mĂŒssen wir uns darum kĂŒmmern, daß wir es zu mehr Gigs bringen! Zudem werden wir intensiv an neuem Material arbeiten, um schnellstmöglich mit einem weiteren Album am Start zu sein. Darauf haben wir uns intern geeinigt. Seid Euch sicher, daß ein zweites SPHERE OF SOULS-Album nicht sehr lange auf sich warten lassen wird.

Na, dann will ich Euch auch gar nicht mehr lÀnger aufhalten...

http://www.sphereofsouls.com/

info@sphereofsouls.com

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Walter Scheurer

SPHERE OF SOULS im Überblick:
SPHERE OF SOULS – From The Ashes... (Rundling)
SPHERE OF SOULS – ONLINE EMPIRE 29-Interview
SPHERE OF SOULS – News vom 30.03.2005
SPHERE OF SOULS – News vom 13.03.2008
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Anand – A Man's Mind 2005 (Re-Release)
Anand – Mysterious Ways (Rundling)
BOOK OF REFLECTIONS – Chapter II - Unfold The Future (Rundling)
andere Projekte des beteiligten Musikers Joost van den Broek:
AFTER FOREVER – After Forever (Rundling)
AFTER FOREVER – Remagine (Rundling)
AFTER FOREVER – ONLINE EMPIRE 24-"Living Underground"-Artikel
AFTER FOREVER – News vom 09.05.2004
AFTER FOREVER – News vom 08.07.2007
AFTER FOREVER – News vom 16.01.2008
AFTER FOREVER – News vom 05.02.2009
APOLON – News vom 16.06.2006
AYREON – The Human Equation (Rundling)
AYREON – News vom 10.01.2008
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HDK – News vom 15.02.2008
NEOSHINE – News vom 07.05.2007
REVAMP – News vom 17.10.2009
REVAMP – News vom 04.01.2010
STAR ONE – Live On Earth (Rundling)
SUN CAGED – Sun Caged (Rundling)
SUN CAGED – ONLINE EMPIRE 15-"Rising United"-Artikel
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SUN CAGED – News vom 25.12.2003
SUN CAGED – News vom 25.12.2003
SUN CAGED – News vom 09.05.2004
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THE COTTON SOETERBOEK BAND – News vom 03.04.2005
THE GENTLE STORM – The Diary (Rundling)
THE SUPREMACY – The Supremacy (Do It Yourself)
DAMIAN WILSON BAND – News vom 24.03.2009
andere Projekte des beteiligten Musikers André Vuurboom:
Mattsson – War (Rundling)
SUN CAGED – ONLINE EMPIRE 20-"Living Underground"-Artikel
SUN CAGED – News vom 25.12.2003
SUN CAGED – News vom 09.05.2004
Playlist: SUN CAGED-Album »Sun Caged« in "Jahrescharts 2003" auf Platz 1 von Holger Andrae
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