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Allen Unkenrufen, die den traditionellen Metal in den US of A gerne in den ewigen JagdgrĂŒnden wĂ€hnen, zum Trotz wissen junge amerikanische Musiker mitunter mit gerade solchen KlĂ€ngen zu ĂŒberzeugen und werden wohl zunĂ€chst vor allem außerhalb ihrer Heimat fĂŒr offene MĂŒnder sorgen, irgendwann aber sicher auch in der neuen Welt. Ein sehr gutes Beispiel dafĂŒr stellen die noch blutjungen Musiker von CELLADOR dar, deren Debut »Enter Deception« eben erschienen ist und ein perfektes Konglomerat aus bombastischen Speed Metal-KlĂ€ngen und aggressivem, fast schon Todesmörtel-lastigem Riffing darstellt.
Chris Petersen, der im Sommer 2004 die Truppe aus der Taufe hob, hatte trotz der bislang recht kurzen Geschichte von CELLADOR jede Menge mitzuteilen:

Selten hat ein Debut in letzter Zeit dermaßen viel Staub aufgewirbelt wie das Eure. Laß' uns doch einmal ein bißchen mehr ĂŒber CELLADOR wissen.

CELLADOR stammen aus Omaha, Nebraska, im Mittleren Westen der USA und spielen "Bombastic Speedy Aggressive Melodic Power/Speed Metal". Wir haben versucht, das beste aus dem typisch europĂ€ischen Melodic Metal sowie dem Speed und Thrash Metal zu einer eigenen Melange zu kombinieren. Ich denke, genau das ist uns mit »Enter Deception« auch gelungen. Als konventionell instrumentierte Formation, also mit zwei Gitarristen, einer Rhythmusfraktion und einem SĂ€nger ist es nicht unbedingt schwierig, derlei KlĂ€nge zu fabrizieren. Allerdings haben wir sehr viel Wert darauf gelegt, nicht wie irgendeine Referenzband zu klingen, sondern haben uns wirklich bemĂŒht, uns einen eigenen Stil zuzulegen. Abgesehen davon sind wir noch sehr jung, also erst zwischen 17 und 23 Jahre alt. Im Prinzip war CELLADOR meine Idee, denn ich hatte gegen Mitte 2003 die Idee, aus mehreren lokalen Bands Musiker zusammenzutrommeln um eine neues Projekt zu starten. Regional war es recht einfach, mit unserem Sound Aufmerksamkeit zu erhalten, da es hier im Mittleren Westen im Moment fast ausschließlich hĂ€rtere Bands gibt. Der Metalcore und brutale Metal bestimmen die Szene, so daß es uns mit unseren melodiösen KlĂ€ngen problemlos gelingen konnte, Fans zu finden. Die Musiker aus diesen Bands sind mir zum grĂ¶ĂŸten Teil noch nicht einmal bekannt, obwohl die Szene an sich recht ĂŒberschaubar wĂ€re. Aber kein Mensch hatte sich fĂŒr die Idee, bombastischen Melodic Speed Metal zu spielen, anfreunden können, deshalb dauerte es eine Zeitlang bis ich interessierte Musiker finden konnte und ich mußte dazu auch Anzeigen in ĂŒberregionalen Zeitungen schalten, um die Band zusammenstellen zu können. Im FrĂŒhling 2004 war es aber so weit und mit David Dahir konnte ich einen fĂ€higen Drummer finden. Kurze Zeit spĂ€ter war es Valentin Rakhmanov, unser Basser, der zur Band gestoßen ist. Zusammen mit einem mittlerweile nicht mehr bei uns aktiven Burschen namens Sam an der Gitarre ging es dann so richtig los. Im Winter konnten wir dann Songs fĂŒr unser erstes Demo »Leaving All Behind« einspielen. Allerdings waren wir in dieser Zeit noch ohne festen SĂ€nger am Werkeln. Erst im Jahre 2005 stieß Michael Gremio zur Band, und es gelang uns in kurzer Zeit, unser Demo fertigzustellen. Mit diesem in der Hinterhand begannen wir, uns bei diversen Labels zu bewerben und auch verschiedene Konzertveranstalter bekamen eine Kopie davon zugesteckt. Im Mai 2005 erhielten wir die Chance einige Gigs zu absolvieren und noch im selben Monat kamen METAL BLADE auf uns zu, um uns einen Deal zu offerieren. EingefĂ€delt wurde die Sache von unseren Kumpels von THE BLACK DAHLIA MURDER, die unser Demo an die zustĂ€ndigen Herrschaften von METAL BLADE ĂŒbermittelten. Im Oktober des letzten Jahres begannen wir dann mit den Aufnahmen zu unserem Debut. In dieser Zeit hatte uns auch Sam wieder verlassen, konnte aber in kurzer Zeit durch Bill Hudson ersetzt werden. Zusammen mit Erik Rutan haben wir dann gegen Ende 2005 »Enter Deception« aufgenommen und im MĂ€rz 2006 wurde das Album abgemischt, damit der geplante Veröffentlichungstermin von Juni 2006 eingehalten werden konnte.

Bisher lief also alles quasi nach Plan, was nicht immer der Fall ist. An welchen Bands orientieren sich junge Musiker wie Ihr ĂŒberhaupt?

Als ich vor acht Jahren begann, Gitarre zu spielen, war ich Fan von Thrash Metal-Bands wie MEGADETH, METALLICA, PANTERA, SLAYER, TESTAMENT oder OVERKILL. Aber ich hatte schon damals eine Vorliebe fĂŒr abgefahrene Sache wie DREAM THEATER oder CACOPHONY, aber auch Yngwie Malmsteen und andere Gitarrenhelden hatten es mir angetan. In dieser Zeit war mein gesamtes Leben auf die Gitarre fixiert und ich verbrachte tĂ€glich einige Stunden im Probraum, um meine Technik zu verbessern, um ein möglichst guter Gitarrist zu werden. In dieser Zeit entwickelte sich auch meine Vorliebe fĂŒr extrem schnelles Gitarrenspiel und ich entdeckte andere europĂ€ische Bands fĂŒr mich: Vor allem IN FLAMES, CHILDREN OF BODOM und AT THE GATES haben mich nachhaltig beeinflußt, wenn auch mein Stil eher an meine Helden, die da BLIND GUARDIAN, GAMMA RAY, HELLOWEEN und EDGUY lauten, erinnert. Da neben mir aber auch noch vier andere Musiker in dieser Band sind, die unterschiedliche EinflĂŒsse einbringen, darf sich wohl niemand ĂŒber unser mannigfaltiges Angebot unterschiedlicher Stilformen wundern. Bill kommt aus der progressiven Richtung und hat eine Vorliebe fĂŒr DREAM THEATER, ANGRA und FATES WARNING, wĂ€hrend unser SĂ€nger Mike logischerweise GrĂ¶ĂŸen aus seiner Zunft verehrt. Ich weiß, daß er ein großer Fan von Michael Kiske ist, aber auch Tobias Sammet hat er zu schĂ€tzen gelernt und Sebastian Bach zĂ€hlt ebenfalls zu seinen LieblingssĂ€ngern. Von Dave kommen die heftigeren EinflĂŒsse, denn er steht auf in erster Linie auf AT THE GATES, SOILWORK, HATE ETERNAL oder CHILDREN OF BODOM und andere Death Metal-Truppen.

Diese EinflĂŒsse sind dem Album meiner Meinung nach auch durchaus anzuhören. Neben den typisch europĂ€ischen Power/Speed Metal-EinflĂŒssen lassen sich fĂŒr meinen Geschmack nĂ€mlich auch wesentlich hĂ€rtere Gitarrenpassagen finden. Ich dachte zunĂ€chst, daß diese Tatsache auf Erik Rutan zurĂŒckzufĂŒhren ist.

Nein, mit Erik hat das nichts zu tun. Irgendwann in meiner Jugend entdeckte ich zufĂ€llig IN FLAMES. Ich hatte mir einige Songs im Internet angehört und da ich die ersten Scheiben der Band in den Staaten damals nicht finden konnte, war das Netz die einzige Chance, irgendwie an deren Songs zu gelangen. Die Kombination von melodiösen Gitarren und brachialen GesĂ€ngen war zu jener Zeit fĂŒr mich eine musikalische Offenbarung. In der Highschool haben dann einige Kumpels und ich damit begonnen, uns wirklich intensiv mit der Szene zu beschĂ€ftigen. Wir haben uns haufenweise Fanzines besorgt und die Reviews akribisch genau durchgeackert, um ja keine Band zu versĂ€umen. Aber wir stellten fest, daß sĂ€mtliche Bands, fĂŒr die wir uns interessierten, aus Europa stammten und mußten somit auch recht hohe Importkosten in Kauf nehmen. Dadurch haben wir ein sehr breites Spektrum an unterschiedlichen Metalbands kennengelernt und sehr viele dieser Bands haben uns nachhaltig beeinflußt. Daher sind auch unterschiedliche Elemente auf »Enter Deception« zu finden.

Klingt logisch. Wie bist Du denn mit der bisherigen Entwicklung Deiner Band zufrieden?

Das ist sehr schwierig zu beantworten, weil die Band als solche erst seit gut zwei Jahren besteht. Was wir bisher erreicht haben, kann sich aber durchaus sehen lassen, denn wenn man bedenkt, daß Bill 23 ist, Mike und ich eben 22 geworden sind, Val erst 21 Jahre alt ist und unser "Baby" Dave erst 17 Lenze zĂ€hlt, darf man durchaus zufrieden sein. Trotz unserer Jugend versuchen wir aber, auf dem Boden der RealitĂ€t zu bleiben und nicht abzuheben. Was die Musik an sich betrifft, können wir ebenfalls zufrieden sein, denn die Entwicklung ist durchaus hörenswert. FĂŒr uns als amerikanische Provinzband ist es fast ein Traum, was wie bisher erreichen konnten, aber ich denke und hoffe, daß diese Entwicklung noch weitergehen wird. Wir werden auch weiterhin nicht aufhören zu proben und unsere Technik zu verbessern, schließlich bedeutet Stagnation das Ende jeder Karriere. Aber wir haben ja eben erst angefangen und deshalb legen wir uns jetzt erst recht ins Zeug.

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Hattet Ihr schon die Chance, Eure Songs vor Publikum zu prÀsentieren?

Ja, das schon, aber leider noch nicht in grĂ¶ĂŸerem Rahmen. Da bei uns Power Metal oder auch Melodic Metal so gut wie nicht existent ist, mußten wir immer zusammen mit Metalcore-Truppen spielen. Trotz dieses Unterschiedes sind wir aber bisher immer ganz gut angekommen, was mich sehr zuversichtlich auf weitere AktivitĂ€ten blicken lĂ€ĂŸt. Wir hatten ohnehin nie vor, uns ausschließlich auf das Power Metal-Publikum alleine zu konzentrieren und so ergab sich eben aus dieser regionalen Begebenheit eine recht gute Chance fĂŒr CELLADOR. Ich habe sogar das GefĂŒhl, daß langsam aber sicher auch der traditionelle Metal hier in den USA wieder ein bißchen mehr Beachtung findet, was fĂŒr uns nur gut sein kann.

Klingt ebenfalls sehr viel versprechend. Wie genau kamen METAL BLADE auf Euch zu, die mit Sicherheit auch auf Eure Jugend und die Zukunft bauen?

Wie schon kurz erwĂ€hnt, haben wir sehr viel unseren Kumpels von THE BLACK DAHLIA MURDER zu verdanken. Als wir im Mai des letzten Jahres eine Show hier bei uns in Omaha fĂŒr sie eröffnen durften, waren die Jungs begeistert von unserer Musik. Nach dem Konzert haben sie uns mitgeteilt, daß METAL BLADE immer an jungen, hungrigen Bands interessiert wĂ€ren und daß die Jungs bei ihrem nĂ€chsten Aufenthalt in Los Angeles ein Demo an das METAL BLADE-BĂŒro ĂŒbergeben wollten. Das witzige war, daß unser Demo zu diesem Zeitpunkt zwar gerade frisch war und an die lokalen Clubs verteilt wurde, ich zu eben jenem Moment aber leider kein Demo bei mir hatte. In Windeseile fuhr ich die gut 30 Fahrminuten nach Hause, brannte eine CD-R und flitzte zurĂŒck zum Venue. Zu Beginn erwartete ich mir nicht einmal sonderlich viel, da ich der Meinung war, wir wĂ€ren fĂŒr den amerikanischen Markt wohl eher ungeeignet und vor allem noch zu jung und zu unerfahren. FĂŒr Europa oder Japan hĂ€tte ich mir einen Deal durchaus vorstellen können, nicht aber fĂŒr die Staaten. Aber schon knapp zwei Wochen spĂ€ter erhielt ich eine Nachricht von METAL BLADE mit dem Inhalt, daß ihnen unser Demo gefallen hĂ€tte und sie an einer Zusammenarbeit interessiert wĂ€ren. Nach insgesamt sechs Wochen intensivem Kontakt und mehren Shows, bei denen Vertreter von METAL BLADE anwesend waren, hatten wir unseren Deal in der Hand. Das war schon eine unglaubliche Geschichte, denn ich hatte mir nicht in den kĂŒhnsten TrĂ€umen erwartet, gleich einen Deal fĂŒr eine weltweite Veröffentlichung zu erhalten.

Das Ergebnis nennt sich »Enter Deception« und ist zumindest bei uns sehr gut angekommen. Gibt es eigentlich einen Zusammenhang zwischen den Songs im Sinne eines Konzepts?

Im Prinzip gibt es so etwas wie ein Konzept. »Enter Deception« beruht auf einem Buch, das ich in meiner Highschool-Zeit gelesen habe. Es geht darin in erster Linie um die SelbsttÀuschung des Menschen. Egal, welche Entscheidung man im Leben auch trifft, es kann immer wieder zur TÀuschung und danach zu einer EnttÀuschung kommen. Kein menschliches Wesen ist davor sicher, Opfer einer TÀuschung zu werden. Man darf nicht immer nur Entscheidungen mit dem Verstand treffen, oft ist es besser, sich auf seine Instinkte zu verlassen und Entscheidungen aus dem Bauch heraus zu treffen. In eben diesen Bereich zielt auch das Cover ab, auf dem dargestellt ist, wie ein menschliches Wesen seine Umwelt nicht mehr wirklich wahrnehmen kann, sondern lediglich das sieht, was es auch sehen will. Auch in diesem Fall liegt eine SelbsttÀuschung vor, die jeden von uns betreffen kann.

Wie kommt man auf die Idee, solche Texte ins Leben zu setzen?

Das war nicht einfach, zumal die Songs an sich in einer recht langen Zeitspanne entstanden sind. Mache Texte existieren bereits lĂ€nger als CELLADOR selbst, andere sind erst im Studio entstanden, als die Musik bereits fertigkomponiert war und wir schon mit den Aufnahmen begannen. Es fĂ€llt mir nicht einfach, Texte zu einem bestimmten Thema zu verfassen. Aber es ist eines der leichtesten Dinge, Texte zu schreiben, wenn mich gerade etwas bedrĂŒckt und ich mit diesem GefĂŒhl in irgendeiner Form umgehen muß. Das Wichtigste aber ist, daß man immer versuchen sollte, sich selbst als Mensch zu betrachten und sich als solchen auch in den Texten zu verewigen, um Texte zu kreieren. Allerdings lege ich auch sehr viel Wert darauf, daß meine Lyrics so verfaßt sind, daß kein Fan oder Zuhörer auf die Idee kommt, hier etwa wie eine Mahnung oder Anleitung zu seinem Leben entnehmen zu können. Die IndividualitĂ€t des einzelnen muß schon gegeben sein.

Wie du selbst schon kurz beschreiben hast, verdeutlicht das Cover den Titel »Enter Deception«. Wer hat denn das Cover entworfen, das schlicht und ergreifend perfekt rĂŒberkommt?

Danke schön. Auch ich war sehr beeindruckt, als ich es zum ersten Mal gesehen habe. Jean Pascal Fournier, ein sehr bekannter KĂŒnstler, hat es entworfen und gezeichnet. Der Kerl hat in der Zwischenzeit bereits mehr als 100 Alben "verbrochen" und kann auf eine regelrechte Fanbase innerhalb dieser Szene blicken. Auch ich gehöre zu seinen AnhĂ€ngern, denn er arbeitet nicht nur gut, er ist auch ein sehr umgĂ€nglicher und netter Mensch. Übrigens stammt nicht nur das Cover aus seiner Feder, er hat auch unser Bandlogo entworfen.

Jetzt fehlt mir aber immer noch Erik Rutan, der meiner Meinung nach sehr ausschlaggebend fĂŒr den Sound von CELLADOR ist und sein Handwerk unter Beweis stellen konnte, indem er eine perfekte Produktion abgeliefert hat.

Als wir mit METAL BLADE vertragseinig waren, begann zunĂ€chst die Diskussion, in welchem Studio unser Album aufgenommen werden sollte. Da wir keine Ahnung davon hatten und außer einigen Studios hier in der Umgebung nichts kannten, haben wir uns auf die Erfahrung unseres Labels verlassen. Danach haben sie uns einige ihrer Veröffentlichungen, die in unterschiedlichen Studios mit verschiedenen Produzenten aufgenommen wurden, zukommen lassen. Uns hat vor allem das Debut von INTO THE MOAT sehr beeindruckt, das in den "Mana Studios" unter der Regie von Erik produziert wurde. Der glasklare und transparente, aber dennoch brutale Sound hat uns regelrecht vom Hocker gerissen. Obwohl fĂŒr unseren Stil nicht unbedingt typisch, haben wir uns fĂŒr diese Kollaboration entschieden und das Ergebnis ist zumindest unserer Meinung nach sehr gut geworden. Durch den rauhen Sound konnten wir sicher sein, daß unser Bombast nicht in die Kitsch-Ecke abdriften wĂŒrde, was uns sehr wichtig war. Erik ist ein Profi und hat genau den Sound gezimmert, der uns vorschwebte. Die Produktion als solche ist relativ "natĂŒrlich" geworden, da Erik unseren organischen Sound beibehalten hat.

Alles klar. »Enter Deception« weiß zu gefallen und wird wohl ĂŒberall auf der Welt reĂŒssieren können, oder?

Ich weiß, daß METAL BLADE sehr viel daran setzen, um die Band auch in den Staaten zu pushen. In Europa scheint ohnehin alles gut zu laufen, weshalb man promotechnisch das Hauptaugenmerk auf unsere Heimat legt. Wir durften auch schon ein Video produzieren, damit man CELLADOR auch auf einschlĂ€gigen Fernsehsendern sehen kann. Ob es uns auch gelingt, bei MTV zum Zuge zu kommen, wird man aber erst sehen. Zudem werden unsere Trailer auch auf einschlĂ€gigen Festivals zu sehen sein. Beim "Ozzfest" zum Beispiel wird man immer wieder eine Werbeeinschaltung fĂŒr unser Album zu sehen bekommen. Ich denke, auch daraus lĂ€ĂŸt sich Kapital schlagen. Auch in Japan scheinen die Kids sehr interessiert an der Band zu sein. Allein auf unserer Webpage sind fast die HĂ€lfte aller ZugĂ€nge von japanischen Fans getĂ€tigt worden, was mich ebenfalls recht zuversichtlich stimmt. Warum auch immer, weiß ich nicht genau, aber was Europa betrifft, scheinen vor allem die Fans aus den Benelux-Staaten einen Narren an uns gefressen zu haben.

Man weiß nie, was da genau abgeht. Hauptsache, es tut sich ĂŒberhaupt etwas. Andere europĂ€ische LĂ€nder wĂ€ren froh, eine derart lebendige Szene zu haben wie die Niederlande. Wie ist es eigentlich um die Szene in Nebraska bestellt?

Interessanterweise hat sich in Nebraska schon seit langer Zeit eine recht eigenstĂ€ndige Szene entwickelt. Die Musik an sich ist zwar sehr vielfĂ€ltig, aber es gibt in fast jedem Genre Vertreter aus Nebraska. Vielleicht kommt die EigenstĂ€ndigkeit daher, daß wir so weit von den KĂŒsten entfernt sind und so Trends aus Osten oder Westen lĂ€ngst abgeebbt sind, bevor sie uns ĂŒberhaupt erreichen. Ich habe schon mit einer Menge Leute ĂŒber dieses PhĂ€nomen gesprochen, die aus Chicago, New York, Seattle oder Kansas City zu uns gekommen sind und von der hiesigen Szene immens beeindruckt waren. Allerdings sind die meisten Bands durch dieses Provinzdasein auch dermaßen isoliert, daß es kaum einer Truppe gelingt, außerhalb der Landesgrenzen bekannt zu werden. Die so genannte "Emo"-Szene sei hier einmal ausgenommen, denn gerade in dieser Richtung ist hier jede Menge los und sehr viele Bands haben sich dieser Stilistik verschrieben. Was Heavy Metal betrifft, kann ich leider nicht viel sagen, daß es lediglich ein paar Brachial-Thrasher und Nu Metal-Acts gibt, die aber auch nicht sonderlich spektakulĂ€r klingen. Zum GlĂŒck gibt es aber auch CELLADOR. [lacht] Außer uns gibt es an nennenswerten Bands nur noch PARIA, eine neuere Metalcore-Band, deren Album ebenfalls von METAL BLADE vertrieben wird.

Damit hĂ€tten wir die Vergangenheit und auch die Gegenwart von CELLADOR ausfĂŒhrlich besprochen und wenden uns der Zukunft zu. Wird es eine Tournee zu »Enter Deception« geben?

Ja, aber zunĂ€chst nur in den Staaten. Dabei haben wir es aber wiederum aufgrund unserer geographischen Lage relativ einfach, da wir quasi mittendrin sind. Sollte sich irgendwie die Möglichkeit ergeben, wĂ€re es natĂŒrlich ein Traum von uns, auch bei euch in Europa oder in Japan spielen zu können. Wir schaffen es zwar nicht auf eines der Festivals oder eine Festival-Tournee hier in den Staaten, aber zumindest unsere Alben und unser Merchandise sollten bei den "Ozzfests" und den "Sound Of The Underground"-Shows zu bekommen sein. Zudem werden wir zumindest bei einigen Shows dieser Tournee persönlich anwesend sein, um mit unseren Fans ein wenig zu plaudern. METAL BLADE werden einige "Meet & Greet"-Parties organisieren und zudem hoffen wir auch noch, als Support einer grĂ¶ĂŸeren Band hier in den Staaten spielen zu können. Aber diesbezĂŒglich ist leider noch nichts spruchreif.
Da wir noch sehr jung und unbekannt sind, versuchen wir das bestmögliche in Sachen Promotion fĂŒr CELLADOR herauszuholen. Dazu gehören eben diese "Meet & Greet"-Geschichten, Interviews und andere GeschĂ€ftsangelegenheiten. Nur so kann man den Namen einer Band bekanntmachen. Wir werden wohl die nĂ€chsten Monate damit beschĂ€ftigt sein, uns und unser Debutalbum zu promoten. Abwarten, wie weit wir es auf diesem Weg schaffen können! Außerdem verhandeln wir momentan mit einer recht bekannten Management- und Bookingfirma, die sich in Zukunft um unsere Belange kĂŒmmern soll, aber diesbezĂŒglich ist leider auch noch nichts fixiert.
Wie schon gesagt, Promotion ist in diesem Business fast genauso wichtig wie die Musik an sich und genau deshalb versuchen wir, das Bestmögliche fĂŒr »Enter Deception« und CELLADOR zu erreichen!

http://www.cellador.com/

contact@cellador.com

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Walter Scheurer

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