UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 27 → Interview-Übersicht → RAVEN BLACK NIGHT-Interview last update: 02.07.2017, 09:33:50  

RAVEN BLACK NIGHT-Logo

Mit ihren an GrĂ¶ĂŸen wie MERCYFUL FATE, BLACK SABBATH und CANDLEMASS erinnernden KlĂ€ngen schafften es die Australier BLACK RAVEN NIGHT vor einiger Zeit hier in Europa nicht nur die Pressefuzzis, sondern auch unzĂ€hlige Fans voll und ganz zu ĂŒberzeugen. Das Quartett schreckt zudem auch vor dem Todesmetall nicht zurĂŒck und integriert einige Death Metal-EinflĂŒsse in die Gesangsparts, wodurch fĂŒr Abwechslung gesorgt und gleichzeitig auch die an und fĂŒr sich schon recht dĂŒster gehaltene AtmosphĂ€re noch intensiver wirkt.
Jim Petkoff (oder The White Knight), der Nachfahre bulgarischer Einwanderer mit Verwandtschaft in Österreich, seines Zeichens Gitarrist und auch fĂŒr den klaren Gesang bei RAVEN BLACK NIGHT verantwortlich, gab folgendes zu Protokoll, um uns die Band nĂ€her vorzustellen:

Bislang kennen Euch hierzulande wohl nur eingefleischte "Untergrundler". Da es aber an der Zeit ist, RAVEN BLACK NIGHT auch in unseren Breiten kennenzulernen, beginnen wir zum Einstieg damit die Band vorzustellen:

Uns gibt es als Band bereits seit einigen Jahren, genauer gesagt seit 1999. RAVEN BLACK NIGHT bestehen heute aus The Raven (Rino Amorino) an der Gitarre, The Duke (Joe Toscano) am Schlagzeug, The Black Knight (Matt Spencer) am Baß und Death Metal-Gesang, sowie aus mir, an der Gitarre und am Mikro.
Im Jahr 2000 haben wir ein Demo eingespielt, zwei Jahre spĂ€ter folgte eine 2-Song-CD mit dem Titel »Morbid Gladiator«. Bald darauf begannen wir mit den Aufnahmen zu unserem Debut, doch im Jahre 2003, das wir im Nachhinein als "Year Of The Dragon" bezeichnen, da es aus jener Zeit nicht nur einen Bootleg mit diesem Titel von uns gibt, sondern uns auch der damalige Drummer Dragon's Breath (Ben) verlassen hatte und wir die Aufnahmen unterbrechen mußten, war dieses Jahr sehr vom Drachen geprĂ€gt. [lacht]
Erst 2004 konnten wir das Album fertigstellen, da es nicht so einfach war, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Joe stieg aber glĂŒcklicherweise gegen Ende 2003 bei uns ein und danach schafften wir es endlich, »Choose The Dark«, unser Debutalbum, zu finalisieren. Es enthĂ€lt sĂ€mtliche Demo-Songs, aber auch schon neues Material. In unserer Heimat Australien ist es uns gelungen, bereits zahlreiche Gigs zu absolvieren, wobei wir sowohl in diversen Clubs, aber auch auf einigen Festivals spielen konnten.

Schon nach wenigen DurchlĂ€ufen des Albums stand fĂŒr mich fest, daß wohl BLACK SABBATH, CANDLEMASS und MERCYFUL FATE mit zu Euren wichtigsten EinflĂŒssen zu zĂ€hlen sind. Wen habe ich vergessen zu erwĂ€hnen?

Wenn ich nach EinflĂŒssen gefragt werde, nenne ich zunĂ€chst auch BLACK SABBATH und CANDLEMASS. Aber es sind natĂŒrlich viel mehr Bands, die ich aufzĂ€hlen muß: Begonnen bei Jimi Hendrix ĂŒber LED ZEPPELIN, YES, DEEP PURPLE, RAINBOW, KISS, DIO und METALLICA reichen unsere EinflĂŒsse bis hin zu MOTÖRHEAD, JUDAS PRIEST und SLAYER. Um es einfacher und kĂŒrzer zu machen, kann man sagen, das ich derjenige in der Band bin, der eher traditionellen Hard Rock und Heavy Metal bevorzugt, wĂ€hrend Joe unser Proggie ist und Matt eher brutale Thrash und Death Metal-KlĂ€nge bevorzugt. Dazu kommt noch Rino, der seine EinflĂŒsse eher aus der Punk und Hardcore-Ecke bezieht. Man sieht also, daß wir uns in sĂ€mtlichen Genres, die man unter dem Begriff "Heavy Metal" zusammenfassen kann, wohl fĂŒhlen. Bezeichnet die EinflĂŒsse fĂŒr RAVEN BLACK NIGHT also einfach als "Heavy Metal", das kann so falsch nicht sein!

Alles klar, sollten wir Eure Musik ebenfalls schlicht als Heavy Metal bezeichnen?

Oh ja, unsere Musik ist ehrlicher Metal, der aus unseren Herzen kommt! Genau darauf legen wir Wert.

RAVEN BLACK NIGHT-Headline

Wie haben Presse und Fans bisher auf »Choose The Dark« reagiert?

Geradezu umwerfend. Es ist wahrlich nicht zu fassen, wie gut wir bisher aufgenommen wurden! Hier bei uns waren die Leute zunĂ€chst eher irritiert von unseren KlĂ€ngen. Mittlerweile konnten wir uns aber eine recht treue Fanbase erspielen. Manche unserer Fans folgen uns quer durch das Land, um unsere Auftritte sehen zu können. Allerdings gibt es in Australien immer noch unzĂ€hlige so genannte "Metaller", die mit uns ĂŒberhaupt nichts anzufangen wissen. FĂŒr diese Leute sind wir einfach nicht "hip" genug, aber da stehen wir drĂŒber. Bei Euch in Europa sieht es offensichtlich ganz anders aus. Egal, aus welchem Land auch immer wir Feedback erhalten, es scheint, als ob Europa unsere Musik einfach besser zu schĂ€tzen weiß. Wir erhielten mitunter gar herzerwĂ€rmende Reviews, die uns schwer imponiert haben und uns in unserem Glauben an diese Musik bestĂ€rken konnten.

Gab es denn die Chance, die sogenannten "Metaller" zumindest von der BĂŒhne aus zu ĂŒberzeugen?

Das ist schwierig zu beantworten. Bei den Konzerten hier sind zum grĂ¶ĂŸten Teil unsere Fans, aber es kann durchaus sein, daß es uns schon gelungen ist, den einen oder anderen Freak quasi zu bekehren. Wir hatten sogar ein Angebot fĂŒr das "Headbangers Open Air" 2006, allerdings wĂ€re die Anreise finanziell nicht zu organisieren gewesen. Man wird sich wohl bis 2007 gedulden mĂŒssen, bis wir auch in Deutschland spielen werden. Aber wer weiß, vielleicht kommt noch ein anderer Festivalveranstalter auf uns zu. Sobald sich eine finanziell realisierbare Möglichkeit ergibt, sind wir mit Sicherheit in Richtung Flughafen unterwegs. [lacht]

»Choose The Dark« klingt in Summe recht dĂŒster. Handeln auch die Texte von derlei Themen?

Nicht unbedingt. In den Texten geht es in erster Linie um Emotionen. Dadurch ergeben sich natĂŒrlich auch manch dĂŒstere Themen, allerdings geht es teilweise auch um Liebe oder die Freude am Leben. Ansonsten sind Depression und Trauer wohl die wichtigsten Aspekte, die in unseren Texten verarbeitet werden. Ab und zu tendiere ich beim Schreiben der Texte auch zu fantastischen Geschichten. DiesbezĂŒglich muß ich unbedingt nochmals Ronnie James Dio erwĂ€hnen, den ich nicht nur als fantastischen SĂ€nger schĂ€tze, sondern auch als Texter.

Wie kann man sich den Ablauf beim Songwriting vorstellen?

Generell bringen sich alle Bandmitglieder in den Prozeß ein, denn im Prinzip sind wir allesamt daran beteiligt. Allerdings kann es schon einen ganze Weile dauern, bis ein Song aus einer Idee entsteht. Dazwischen liegen zumeist ein paar Bierchen und ein einige Diskussionen. [lacht]

Dann wollen wir hoffen, daß es nicht mehr allzu viele Diskussionsrunden bedarf, bis neues Material zu hören sein wird. Gibt es schon konkrete PlĂ€ne fĂŒr zukĂŒnftige AktivitĂ€ten?

Wir sind schon dabei, neue Ideen zu sammeln und erste Songstrukturen sind ebenfalls schon fertig. Wie lange es noch dauern wird, bis unser zweites Album fertig sein wird, kann ich aber noch nicht abschÀtzen. Ansonsten haben wir vor, nach Europa zu kommen, um dort zu spielen und mit unseren Fans Parties zu feiern. Wir Australier sind wohl nicht die einzigen Bierliebhaber weltweit, oder? [lacht]

Nein, bestimmt nicht. Bevor die hiesige Fanschar aber mit BLACK RAVEN NIGHT zum kollektiven BesĂ€ufnis antreten kann, wird noch ein wenig Zeit vergehen. Diese kann man sich unter anderem auch mit THE LOVING TONGUE vertreiben, jener Band, die Jim ebenfalls am Start hat und zu der er folgende Informationen fĂŒr uns parat hat:

THE LOVING TONGUE bestehen schon viel lĂ€nger als BLACK RAVEN NIGHT. Ich habe zusammen mit meinem Bruder diese Band 1994 aus der Taufe gehoben. FĂŒr mich bestehen keine PrĂ€ferenzen, ich liebe beide Bands wie meine Kinder, wenn auch stilistisch klare Unterschiede auszumachen sind. THE LOVING TONGUE sind eher im progressiven Hard Rock anzusiedeln, aber da ich auch mit dieser Musik sehr viel anfangen kann und ich mit Joe auch einen weiteren Mitstreiter von BLACK RAVEN NIGHT zur Mitarbeit bei dieser Band ĂŒberreden konnte, wird man auch noch lĂ€nger von THE LOVING TONGUE hören. Wir haben ĂŒbrigens eben mit den Aufnahmen fĂŒr ein zweites Album begonnen, unser Debut »Distant Dreams« ist bereits drei Jahre alt. Auch mit dieser Band wĂ€re es Traum fĂŒr mich, bei Euch spielen zu können. Europa ist einfach der ideale Ort fĂŒr meine Bands und meine Musik!

DrĂŒcken wir den sympathischen Australiern die Daumen, daß es in BĂ€lde mit einem Gastspiel hier bei uns klappt. An der nötigen Menge an Gerstenkaltschalen sollte es nicht scheitern, um mit RAVEN BLACK NIGHT und/oder THE LOVING TONGUE einen gelungenen Abend zu verbringen.

Beide Bands haben natĂŒrlich auch ihre Heimat im Internet gefunden. So residieren RAVEN BLACK NIGHT hier:

http://www.geocities.com/ravenblacknightmusic

ravenblacknight@hotmail.com

und THE LOVING TONGUE könnt Ihr unter folgender Adresse aufspĂŒren:

http://www.geocities.com/thelovingtongue

lovingtongue@hotmail.com

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Walter Scheurer

RAVEN BLACK NIGHT im Überblick:
RAVEN BLACK NIGHT – Barbarian Winter (Rundling)
RAVEN BLACK NIGHT – Choose The Dark (Do It Yourself)
RAVEN BLACK NIGHT – ONLINE EMPIRE 27-Interview
andere Projekte des beteiligten Musikers Jim "The White Knight" Petkoff:
THE LOVING TONGUE – Distant Dreams (Do It Yourself)
THE LOVING TONGUE – Shadows Of Innocence (Rundling)
THE LOVING TONGUE – Shadows Of Innocence (Rundling)
THE LOVING TONGUE – News vom 20.09.2009
andere Projekte des beteiligten Musikers Joe "The Duke" Toscano:
THE LOVING TONGUE – Shadows Of Innocence (Rundling)
THE LOVING TONGUE – Shadows Of Innocence (Rundling)
THE LOVING TONGUE – News vom 20.09.2009
© 1989-2017 Underground Empire


† Wir gedenken Tom Searle, heute vor einem Jahr verstorben. Unsere Berichterstattung ĂŒber das Lebenswerk findet Ihr
Button: hier