| ABADDON |
|
De oculta philosophia |
| (9-Song-CD: Preis unbekannt) |
Ist es nun wirklich so weit? Beglückt uns nun wirklich jener Drummer, der, bevor er den ersten Takt gespielt hat, schon aus dem Takt
gekommen ist, mit einer Soloscheibe? Ist es nun endlich so weit? Tut sich nun die Erde auf und verschlingt uns alle? Nein! Wir können
beruhigt aufatmen, denn hier haben wir es mit einer symphonischen Black Metal-Oktett zu tun. Die Soldliste von ABADDON ist deswegen so
umfangreich ausgefallen, weil man die Gesangsposition gleich dreifach besetzt hat: So hat man einen hauptamtlichen Keifgrunzer, als
auch einen Tenor und eine Sopranistin angeheuert. Und dennoch könnten ABADDON noch ein wenig Unterstützung gebrauchen: zum einen von
einem gewieften Arrangeur, denn die Stücke der Band lassen jegliche klare Linie und zwingende Struktur schmerzlich vermissen; zum
anderen sollte ein erfahrener Soundmann der Gruppe unter die Arme greifen, den voran genanntes Problem wird dadurch verstärkt, daß
der Sound von »De oculta philosophia« unausgewogen und undynamisch zugleich ausgefallen ist, was den Stücken das letzte
Durchsetzungsvermögen nimmt. Ergo: Die angeführte negative Kritik sollte verdeutlichen, daß bei ABADDON noch eine Menge Arbeit vonnöten
ist, jedoch darf nicht vergessen werden zu erwähnen, daß die Truppe mit etlichen guten Ideen anrückt, die sich allerdings zum jetzigen
Zeitpunkt noch nicht entfalten können.
http://www.abaddon.de/
info@abaddon.de
Stefan Glas
|