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ANNIHILATOR-Einzelshot: Jeff Waters 1

Eigentlich kann man bei ANNIHILATOR fast schon vom Weihnachtsmann unter den Metal-Bands sprechen. In fast ebensolchen Abständen wie Santa Claus beehrt uns auch Jeff Waters nebst Mannschaft Jahr für Jahr. Der wohl größte Unterschied ist jener, daß ANNIHILATOR immer nur ein Geschenk, das allerdings für alle ausreicht, im Gepäck haben.
Im letzten Jahr war es das neue Studioalbum der Band namens »Schizo Deluxe«, das knapp vor der Bescherung eingetütet wurde. Besagtes Werk besticht abermals durch die von den Kanadiern bekannten Qualitäten, die da lauten: brillantes Riffing des Masterminds, Härte und Aggression in Verbund mit Melodien. Dazu gesellt sich mit Dave Padden jener junge Mann, der bereits auf dem Vorgänger »All For You« aufhorchen hat lassen, jedoch hier jetzt so richtig beweisen kann, daß Jeff abermals ein besonderes Talent entdecken hat können. Kurz gesagt könnte man »Schizo Deluxe« als typisches ANNIHILATOR-Album bezeichnen, denn neben jenen Trademarks, die bereits »Alice In Hell« oder »Never, Neverland« ausmachten, konnten auch auf der neuen Scheibe verewigt werden. Dazu schaffte es Jeff auch mühelos, die "Moderne" soundtechnisch einfließen lassen, ohne dabei sein Gesicht zu verlieren, oder ANNIHILATOR in irgendeiner Form von ihrem Weg abkommen zu lassen.
Wie immer war Jeff bereit, zu den gestellten Fragen rund um die Band Stellung zu beziehen:

»Schizo Deluxe« klingt so, als ob Du Deine persönliche musikalische Geschichte hättest einfließen lassen. Wo würdest Du das Album positionieren?

Das ist schwierig zu sagen. Klar klingt »Schizo Deluxe« wie ein ANNIHILATOR-Album und es kann gut sein, daß Fans Einflüsse der unterschiedlichsten unserer Alben heraushören. Bewußt haben wir aber nur ungefähr 20 Sekunden vom Eröffnungsriff von ›King Of The Kill‹ für ›Drive‹ verwendet, um zu sehen, was die Fans dazu sagen. Ansonsten haben wir wie immer versucht, unsere wichtigste Intention, Melodien und Aggression perfekt zu kombinieren, weiterzuverfolgen. »Schizo Deluxe« ist für mich eher der logische Nachfolger von »All For You«, nur vielleicht noch melodiöser, aber ebenso noch ein wenig aggressiver. Diesmal haben wir aber auch keine Balladen und Instrumentalnummern verarbeitet, um den Fluß an Aggressionen nicht zu unterbrechen. Wer weiß, wie der Nachfolger aussehen wird? Ich werde hoffentlich im nächsten Jahr mit ANNIHILATOR-Studioalbum Nummero 12 am Start sein können. Bis dahin kann ich mir ja schon einmal überlegen, wie dieses gestalten werden sollte. [lacht]

Sind ANNIHILATOR eigentlich eine Band oder doch nicht?

Im Prinzip ist ANNIHILATOR ein Solo-Projekt mit Bandcharakter und das seit 20 Jahren. Klar, im Moment habe ich einen Sänger und auch einen Drummer im Line-up, mit deren Arbeit ich sehr zufrieden bin und von denen ich hoffe, daß sie noch lange bei ANNIHILATOR arbeiten werden, aber grundsätzlich steht der Name ANNIHILATOR für das Solo-Projekt eines Herrn namens Jeff Waters. Zum "Stamm" gehört in erster Linie Dave Padden, der Sänger. Unser Drummer Tony ist eigentlich auch nur eine "hired gun". Ich habe im Moment keine Besetzung für ANNIHILATOR beisammen, weil ich mir erst darüber Gedanken mache, wenn es darum geht, eine Tournee zu absolvieren. Wer dann Zeit und Lust hat und zu ANNIHILATOR paßt, kommt mit auf Tournee. Der Rest soll bleiben wo er ist, so einfach ist das.

Dave Padden scheint ein wahrer Glücksgriff gewesen zu sein. Im Gegensatz zu »All For One« zeigt er sich auf »Schizo Deluxe« deutlich gereift und man merkt ihm an, daß sich seine Stimme gewaltig weiterentwickelt hat. Wurde er zu Gesangsstunden verpflichtet?

Gesangstunden hat er in der Tat erhalten und zwar von seinem Produzenten Jeff Waters. [lacht] »All For You« war ja im Grunde sein Debut und zwar nicht nur bei ANNIHILATOR. Dafür hat er sich ganz gut geschlagen. Ich konnte ihm aber ganz gut vermitteln, wie genau ich einen Sänger zu meinen Songs hören will, deswegen klingt er jetzt vielleicht auch ein wenig differenzierter. Ich bin mit seiner Leistung auf jeden Fall hochzufrieden und hoffe, daß auch die Fans es sein werden.

ANNIHILATOR-Einzelshot: Dave Padden

Der auf »Schizo Deluxe« zu hörende Drummer Tony Chappelle ist bislang noch unbekannt. Wo hast Du den Kerl entdeckt?

Alle meine Drummer waren immer perfekte Musiker, egal ob man Mike Mangini, Randy Black oder Randy Hartmann nennt, sie alle waren großartige Musiker. Tony stammt ebenfalls aus Ottawa und ist hier ein recht bekannter Studioschlagzeuger und zudem ein alter Bekannter von mir. Da er eher der Familientyp ist und nicht unbedingt gerne auf Tour geht, ist er wohl auch nur hier bei uns bekannt. Aber er macht einen phantastischen Job und besitzt zudem ein kleines Drum-Studio, in dem er bereits unzählige Projekte eingetrommelt hat. Ob er mit ANNIHILATOR auf Tournee geht, wage ich zu bezweifeln. Hoffentlich hat er aber zumindest die Zeit, zusammen mit uns das nächste ANNIHILATOR-Werk einzuspielen.

Wie uns bekannt ist, lebst Du schon wieder einige Zeit in Ottawa. Wirkt es sich auf die Musik aus, in welcher Stadt Du lebst?

Der größte Unterschied ist wohl jener, daß man in Vancouver gute Musiker jeder Art in großer Anzahl finden kann, während in Ottawa nicht unbedingt der Heavy Metal lebt und es auch kaum Musiker gibt. Deswegen bin ich damals auch nach Vancouver gezogen. Musiker in Vancouver haben zudem den großen Vorteil, daß sie sehr auf ihren eigenen Stil achten und darauf bedacht sind, ihre eigene Suppe zu kochen. Ich denke, es gibt in keiner Stadt weniger "Trendreiter" als in Vancouver, hier scheint wirklich jeder seine eigene Identität bewahren zu wollen. Ob die Musik von ANNIHILATOR durch den Umzug beeinflußt worden ist? Klar doch, allerdings waren es eher die Umstände, die Aggressionen in mir haben wachsen lassen, als der Ortswechsel selbst.

Hast Du die damaligen Umstände in irgendeiner Form in deinen Texten verarbeitet?

Das schon. Meine Einflüsse für meine Texte beziehe ich generell aus dem Leben allgemein. Was auch immer passiert, am besten verarbeiten läßt sich etwas, indem ich einen Text verfasse. Auch wenn mich Themen nicht wirklich persönlich betreffen, wenn ich beispielsweise fernsehe oder Radio höre und die Angelegenheit, von der berichtet wird, berührt mich, kann es sein, daß daraus die Idee für einen Text entsteht. Manchmal werden daraus wirklich tiefgründige Texte für meine Musik.

Wer war für das Artwork von »Schizo Deluxe« verantwortlich? War es abermals Gyula Havancsak?

Ja. Ich habe diesen ungarischen Künstler damals durch meinen ehemaligen Gitarristen Curran Murphy kennengelernt. Curran kam mit der Idee an, Gyula ein Cover gestalten zu lassen und ich muß zugeben, daß es eine verdammt gute Idee war, mit diesem Kerl zu arbeiten. Hoffentlich hat er auch noch in Zukunft Zeit, um mit ANNIHILATOR zu arbeiten, denn seien Arbeit ist in der Tat vorzüglich. (Werke dieses Künstlers, der auch schon mit anderen namhaften Acts wie DESTRUCTION oder GRAVE DIGGER zusammengearbeitet hat, gibt es auf seiner Webpage zu bestaunen.)

Der bereits erwähnte Produzent Jeff Waters trat zuletzt auch durch die Produktionen anderer Bands in Erscheinung. Besonders angetan war meine Wenigkeit von den kanadischen Metallern von IVORY KNIGHT. Sind die Bands, die Du produzierst Freunde und Bekannte, oder arbeitest Du bereits an einem zweiten beruflichen Standbein?

IVORY KNIGHT sind alte Bekannte und vor allem ihren Sänger John Devadasan kenne ich schon gut 20 Jahre lang. Noch habe ich nicht vor, als Produzent großartig in Erscheinung zu treten, sondern konzentriere mich eher auf die Musik als Songschreiber. Wenn ich für andere Bands ins Studio gehe, dann ist es eigentlich immer eher ein Freundschaftsdienst. Noch ist ANNIHILATOR klar die Nummer Eins in meinem Leben, aber wenn ich einmal älter bin, denke vielleicht ernsthaft darüber nach, eine Karriere als Produzent einzuschlagen. Es ist schon ein verdammt gutes Gefühl, Feedback von anderen Bands zu bekommen, die meine Produktionen zu schätzen wissen. Mittlerweile beschränkt sich dieses nicht einmal mehr auf den Metal-Bereich. Ich habe sogar schon von verschiedenen Pop-Bands gehört, daß ihnen Waters-Produktionen zusagen würden. Ich denke, da ließe sich tatsächlich etwas machen.

Laß' uns einen kurzen Blick in die Vergangenheit werfen. Welches Deiner Alben würdest du als das wichtigste bezeichnen und welche würdest Du aus heutiger Sicht soundtechnisch anders gestalten?

Obwohl es mir schwer fällt mich zu entscheiden, würde ich sagen, daß die wichtigsten ANNIHILATOR-Scheiben wohl folgende vier sind: »Alice In Hell«, weil es uns als Debut den Weg ebnete, um in der Szene Fuß fassen zu können, »Never, Neverland«, da ich auf dieser Scheibe das wohl musikalisch perfekteste Line-up zusammenstellen konnte, die Aussage der Scheibe eine sehr starke war und ich die Tourneen im Nachhinein als bislang intensivste in meiner Karriere überhaupt betrachte. Dazu noch »King Of The Kill«, weil ich damals in einer Entwicklungsphase steckte, die mich sowohl als Mensch, aber auch mit ANNIHILATOR sehr viel weitergebracht hat und natürlich »Schizo Deluxe«, weil es das jüngste meiner Babies ist. [lacht]

Hörst Du Dir eigentlich deine Scheiben von Zeit zu Zeit noch an?

Zunächst einmal ist es sehr schwierig, unmittelbar nach der Fertigstellung eines Albums, sich dieses auch anzuhören. Es fehlt einem einfach der nötige Abstand. Mit der Zeit wird das aber wieder besser. Vor allem wenn es daran geht, vor einer Tournee zu proben, muß man sich mit Songs, die man schon länger nicht mehr gespielt oder gehört hat, wieder anfreunden. Manchmal bin ich regelrecht erstaunt, wie genial manche unserer Songs klingen. [lacht]
Jedes ANNIHILATOR-Album entspricht insofern meinen Vorstellungen, daß es zum Zeitpunkt des Entstehens aus gutem Grunde genau so geklungen hat, wie ich es wollte. Die Emotionen, die beim Schreiben, aber auch bei den Aufnahmen entstanden sind und unmittelbar mit dem entsprechenden Song verbunden sind, kann man technisch im Nachhinein nicht verändern.

In welchen Ländern lief oder besser gesagt läuft es am besten für Dich?

Ich bin zwar stolz darauf, behaupten zu können, daß es ANNIHILATOR-Fans rund um den gesamten Erdball gibt, die wichtigsten Absatzmärkte sind aber mit Sicherheit Deutschland, Holland und Griechenland. Früher war es leider nicht immer so, daß die Alben auch ausreichend promotet wurden, aber im Moment sieht es wieder wesentlich besser aus. Zudem läuft unser Vertrag bei AFM demnächst aus und ich werde versuchen, ein Label zu finden, damit es die kommenden Werke dann auf der ganzen Welt und im gesamten Universum zu kaufen geben wird. [lacht]

Wie sieht es speziell in Nordamerika für ANNIHILATOR aus?

Vielleicht sind wir hier nicht ganz so populär wie in Europa, aber in letzter Zeit scheint sich auch in Nordamerika wieder eine recht anschauliche Fanbase entwickelt zu haben. Speziell über unsere Webpage kann ich feststellen, daß wir sowohl in Kanada, als auch in den Staaten, wieder recht beliebt sein dürften. Das gibt Hoffnung!

Die Tournee mit DESTRUCTION und CANDLEMASS ist aus uns nicht wirklich erklärbaren Gründen nicht zustandegekommen. Was war denn los?

Ich weiß, daß zahlreiche Fans darüber traurig sein werden. Auch mein alter Kumpel Schmier und ich waren recht enttäuscht darüber, daß es nicht geklappt hat. Ich will zu diesem Thema nur so viel von mir geben, daß man die Schuld nicht bei den Bands suchen soll! Es lag weder an ANNIHILATOR noch an DESTRUCTION, daß dieses Package nicht zusammen auf Tournee war. Im Hintergrund haben einige Leute unschöne Spiele mit uns getrieben, an denen ich mich nicht beteiligen wollte!

Zum Schluß würde ich nun doch noch gerne wissen, was wir uns in absehbarer Zeit von ANNIHILATOR erwarten dürfen.

Zunächst werde ich mich in Ruhe darum kümmern, daß im Laufe des kommenden Jahres eine Tournee zustandekommt. Es ist an der Zeit, wieder bei Euch in Europa zu gastieren! In manchen Ländern, wie in Österreich, war ich schon einige Jahre nicht mehr, obwohl es dort immer perfekt für uns gelaufen ist. Deswegen blicke ich gespannt und voller Hoffnung in die Zukunft.
Seid euch sicher, schon demnächst wieder mit ANNIHILATOR konfrontiert zu werden. [lacht]

ANNIHILATOR-Einzelshot: Jeff Waters 2

Kann man unterschreiben, denn nur wenige Monate nach der Veröffentlichung von »Schizo Deluxe« erscheint mit »Ten Years In Hell« demnächst eine üppige Doppel-DVD, in der Jeff die Geschichte seines "Solo-Projektes" ANNIHILATOR revuepassieren läßt. Begonnen bei diversen Demoaufnahmen, über verschiedene Live-Dokumente in den unterschiedlichsten Besetzungen, bis hin zu den damals auf MTV gezeigten Videoclips, enthält dieser Doppeldecker ausnahmslos Schmankerl aus der Geschichte von ANNIHILATOR. Auch zu jener Veröffentlichung hatte Jeff reichlich Wissenswertes zu vermelden.

Ist der Zeitraum zwischen dem letzten Studioalbum und dieser DVD nicht ein wenig zu gering bemessen?

Nein, das finde ich gar nicht so schlimm. Insgesamt sind ja fast vier Monate zwischen den offiziellen Veröffentlichungsdaten vergangen und »Ten Years In Hell« enthält ja auch keinerlei nach "Schnellschuß" klingende Studiotracks, sondern dokumentiert in erster Linie die Historie der Band.

Die Zusammenstellung als solche ist perfekt gelungen. Wie lange hat es denn gedauert, einen derartigen Haufen an Material zu sichten und zu sortieren?

Das weiß ich gar nicht mehr so genau. Das Feine an der Sache ist, daß wir früher offensichtlich auf jeder Tournee jemanden mit von der Partie hatten, der eine Kamera bei sich hatte. Zunächst war eher geplant, eine Live-DVD zu veröffentlichen. Da allerdings innerhalb weniger Wochen eine heftige Diskussion diesbezüglich auf unserer Webpage entstanden ist, ob es denn nicht sinnvoller wäre, einen Art "Dokumentation" zu veröffentlichen, habe ich mich dazu entschlossen, »Ten Years In Hell« in dokumentarischer Form zu veröffentlichen und nur ein paar Live-Mitschnitte darauf zu verewigen.

Gab es denn Probleme mit den Aufnahmen? Ich meine, es sind unzählige Musiker zu sehen, von denen Du Dich nicht unbedingt in Freundschaft getrennt hast?

Im Endeffekt waren es nur zwei meiner ehemaligen Mitstreiter, die sich nicht dazu durchringen konnten, nochmals mit ANNIHILATOR begutachtet zu werden. Einer davon ist Randy Black. Er ist zwar ein wahrlich guter Drummer, aber ich habe keine Ahnung, weshalb er so eigenartig auf meine Anfrage reagiert hat. Nun, im Endeffekt haben wir sein Gesicht in den Szenen, in denen er vorkommt, einfach verfremdet und die Sache war gelaufen. Vielleicht habe ich ihm einfach zu wenig Geld geboten, was weiß ich.

Mir ist aufgefallen, daß aus der Phase mit Joe Comeau keine Aufnahmen verewigt wurden. Liegt da vielleicht noch massig Material in den Archiven, zumal ANNIHILATOR in jener Zeit ebenfalls bei STEAMHAMMER unter Vertrag waren, wo jetzt auch »Ten Years In Hell« veröffentlicht wurde?

Damit hast du die Frage nach dem zweiten Musiker der Probleme machte, selbst beantwortet. Joe war ein guter Sänger und Gitarrist, allerdings habe ich seit seinem Ausstieg keinerlei Kontakt zu ihm gehabt. Warum auch immer, jedenfalls wollte er es ebenfalls nicht, daß Aufnahmen mit ihm auf der DVD zu sehen sind.
Aus der Zusammenstellung dieser DVD habe ich sehr viel gelernt. Ab sofort gibt es Mitgliedschaft als Musiker bei ANNIHILATOR nur noch mit vertraglichem Einverständnis. Zu meiner Absicherung für später geplante Veröffentlichungen muß nun jeder zuerst einen Vertrag unterzeichnen, daß Aufnahmen mit ANNIHILATOR in der Folge auch dann verwendet werden, wenn diejenige Person nicht mehr involviert ist. So dumm das klingen auch mag, aber die administrative Organisation im Vorfeld der DVD war einer der heikelsten und mühsamsten Punkte überhaupt.

Kann ich mir gut vorstellen. Interessant erscheint für mich auch, daß »Ten Years In Hell« wie schon angesprochen, über STEAMHAMMER erscheint, »Schizo Deluxe« aber über AFM. Kann man da überhaupt noch den Überblick behalten?

Das ist keine besondere Angelegenheit. Mein Vertrag bei AFM ist nach »Schizo Deluxe« definitiv abgelaufen und wird auch nicht weiter verlängert. So gesehen besteht keinerlei Gefahr, den Überblick zu verlieren. Was STEAMHAMMER betrifft, bin ich mir recht schnell mit den zuständigen Personen hinsichtlich der Veröffentlichung dieser DVD einig geworden und hatte auch ein entsprechendes Angebot erhalten.

Bedeutet das jetzt, daß ANNIHILATOR in Zukunft wieder bei STEAMHAMMER unter Vertrag sein werden?

Nein, dazu ist es noch zu früh. Ich muß mir erst alle Vertragsangebote genau durchsehen, um zu entscheiden, bei welchem Label ANNIHILATOR in Zukunft ihre Platten veröffentlichen werden. Es liegen zwar bereits einige Angebote vor, aber die Entscheidung wird noch ein wenig dauern.

ANNIHILATOR-Bandphoto [1990]

Da nach der Veröffentlichung von »Schizo Deluxe« noch keine Tournee gelaufen ist, wird dies das nächste sein, was man erwarten darf?

Genau. Leider hat es diesbezüglich noch nicht geklappt. Im Moment bin ich aber dabei, einige Angebote für verschiedene Sommer-Festivals bei Euch in Europa zu checken. Optimal wäre es zwischen einigen Festival-Gigs eine Headliner-Tour absolvieren zu können. Aber leider ist noch kein Festivalauftritt bestätigt, weshalb ich auch mit der Tourneeplanung noch ein bißchen warten muß. Ich hoffe jedenfalls inständig, im Sommer nach Europa kommen zu können, denn es gibt nichts Besseres für eine Band als auf einem der großen Open Air-Festivals im Sommer in Europa spielen zu dürfen.

Drücken wir Jeff und seinem "Solo-Projekt" nebst Begleitung die Daumen, daß es ihnen gelingt, im Sommer in Europa aufschlagen zu können, um uns an dem in der Zwischenzeit beinahe schon beängstigenden Sammelsurium an Hits der Band erfreuen zu können.

http://www.annihilatormetal.com/

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Walter Scheurer

ANNIHILATOR im Überblick:
ANNIHILATOR – Alice In Hell (Rundling)
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ANNIHILATOR – Double Live Annihilation (Rundling)
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ANNIHILATOR – Schizo Deluxe (Rundling)
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Soundcheck: ANNIHILATOR-Album »Never, Neverland« im "Soundcheck Metal Hammer 15-16/90" auf Platz 1
Playlist: ANNIHILATOR-Liveshow Wien, Planet Music 21.11.2007 in "Jahrescharts 2007" auf Platz 4 von Walter Scheurer
andere Projekte des beteiligten Musikers Dave Padden:
SILENT STRAIN – News vom 24.01.2006
TERROR SYNDROME – News vom 23.09.2008
THIRD ION – News vom 29.01.2016
andere Projekte des beteiligten Musikers Jeff Waters:
Cans – Beyond The Gates (Rundling)
Cans – Beyond The Gates (Rundling)
John Perinbam – ONLINE EMPIRE 43-"Known'n'new"-Artikel
SAVATAGE – ONLINE EMPIRE 12-"Living Underground"-Artikel
SAVATAGE – News vom 24.06.2002
siehe auch: Jeff Waters remastert mit Dan Beehler und Allan Johnson die ersten EXCITER-Alben
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